Kantersieg für die Eisbären im letzten Heimspiel des Jahres

DEL

31. Spieltag 28.12.2024 16:30 Uhr Uber-Arena Berlin

EHC Eisbären Berlin – Schwenninger Wild Wings 7:3 (5:1/2:1/0:1)

Im laufenden Kalenderjahr 2024 konnten, saisonübergreifend, die Eisbären gegen die Schwäne nicht gewinnen. Der letzte Dreier gegen das Team, trainiert von Eisbärenlegende Steve Walker, gelang 27.10.2023.

Das Zwischenergebnis nach dem 1. Drittel erreichte bereits die Qualität eines Endergebnisses. Die Eisbären, offenbar beflügelt vom vorangegangenen Auswärtssieg in Wolfsburg, hatten fünfmal ins Tor der Schwäne getroffen. Erst eine Sekunde vor dem Drittelende gelang den Gästen der Anschluss. Zu dem Torfestival steuerte Liam Kirk mit einem lupenreinen Hattrick drei Treffer bei. Die beiden anderen Tore erzielten Ty Ronning und Blaine Byron.

Kurzfristig mussten die Eisbären auf Manuel Wiederer verzichten und der eigentlich als Starter im Tor vorgesehene Jonas Stettmer verletzte sich beim Warmmachen und wurde durch Jake Hildebrand ersetzt. Ein Ersatztorwart saß während des Spiels nicht auf der Bank. Während der ersten exakt sieben effektiven Spielminuten war in Arena lediglich der mitgereiste Anhang der Schwenninger zu hören. Es wurde gegen die geplante Preiserhöhung für die Verlängerung der Dauerkarten von 7 % protestiert. Zudem, wurde auf die üblichen Banner und Fahnen verzichtet.

Der Mittelabschnitt bescherte nicht so viele Tore, ging jedoch knapp an die Eisbären. In der 32. Minute besorgte Olivier Galipeau im Powerplay das zwischenzeitliche 6:1. Die Gäste und ihr Powerplay, das funktionierte, denn in der 34. Minute verkürzte Alexander Karachun auf 2:6 aus Sicht der Gäste. Die Eisbären hatten etwas gegen ein unentschiedenes Drittel. So war es in der 36. Minute wieder Liam Kirk, in der vergangenen Saison der Top-Torjäger der Extra-Liga in Tschechien, der seinen vierten Treffer in dieser Partie erzielte.

Im Schlussdrittel konnte es nur noch darum gehen, das Ergebnis nach Hause zu bringen. Am besten so aufhören, wie man begonnen hat, um mit einem guten Gefühl ins nächste Spiel gehen zu können. So ganz geschlagen wollten sich die Gäste nicht geben. In der 43. Minute beförderten sie den Puck wieder in das Tor. Arkadiusz Dziambor, als linker Flügelstürmer in der 4. Reihe aufgeboten, erzielte seinen zweiten Saisontreffer. Fast postwendend hätten die Eisbären den alten Torabstand wieder herstellen können. Als die Spieluhr bereits einstellige Minutenwerte herunterzählte, war die Partie gelaufen.

Fünf Minuten vor dem Ende gab es eine kurze Handgreiflichkeit zwischen Zachary Boychuk und William Weber. Die Gemüter beruhigten sich schnell und am Sieg für die Eisbären im letzten Heimspiel des Jahres kamen keinerlei Zweifel auf. Die ausverkaufte Arena durfte feiern.

In der Pressekonferenz nach dem Spiel sprach die enttäuschte Eisbärenlegende und aktueller Trainer der Schwenninger Wild Wings von der bisher schwächsten Leistung seiner Mannschaft. Auch die kurze Bank, mit der die Reise nach Berlin angetreten werden musste, ist dafür keine Entschuldigung. Dem furiosen Start der Eisbären konnten wir nichts entgegensetzen.

Hans-Peter Becker

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Spieldaten

Aufstellungen
Eisbären Berlin: Stettmer (Hildebrand) – Niemeläinen, Wissmann (C); Geibel, Müller; Galipeau, Mik – Ronning, Boychuk (A), Pföderl; Tiffels, Kirk, Bergmann; Noebels (A), Byron, Veilleux; Hördler, Bartuli – Trainer: Serge Aubin           

Schwenninger Wild Wings: Bitzer (Majher) – Trivellato, Larkin; Murray, Boyle; Weber, Marshall – Spink, Platzer, Feist; Bassen, McMillan, Uvira; Karachun, Höfflin, Senyshyn; Dziambor, Neumann, Schwaiger – Trainer: Steve Walker

Tore
1:0 – 08:11 – Ronning (Pföderl) – EQ
2:0 – 10:00 – Byron  (Noebels, Veilleux) – EQ
3:0 – 13:35 – Kirk (Tiffels, Müller) – PP1
4:0 – 15:55 – Kirk (Geibel, Müller) – EQ
5:0 – 18:02 – Kirk (Galipeau, Müller) – EQ
5:1 – 19:59 – Höfflin (Mashall, Senyshyn) – PP1  
6:1 – 31:40 – Galipeau (Noebels) – PP1
6:2 – 33:33 – Karachun (Platzer) – PP1
7:2 – 35:28 – Kirk (Bergmann, Wissmann) – EQ
7:3 – 42:15 – Dziambor (Larkin, Feist) – EQ

Strafen
Eisbären Berlin: 10 (4, 2, 4) Minuten – Schwenninger Wild Wings: 12 (4, 4, 4) Minuten 

Schiedsrichter

Martin Frano, Achim Moosberger (Kenneth Englisch, Tobias Treitl)

Zuschauer
14.200 

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