Die Gastgeber starteten etwas schwerfällig in die Partie, konnten nicht ihr gewohntes Tempospiel aufziehen. Dazu erwies sich die Göppinger-Abwehr als recht kompakt. Zu selten kamen die Füchse-Spieler zum Abschluss.
„In der Anfangsphase haben wir zwei physisch starke Mannschaften gesehen. Da hatten wir Schwierigkeiten, durch-zukommen“, fand Sportdirektor Stefan Kretzschmar. Erst nach einer frühen Auszeit (16.) bekamen die Berliner mehr Zugriff auf das Geschehen. Das schlug sich auch in einer drei-Tore-Führung nieder – 12:9/24. Neben den beiden dänischen WM-Startern Mathias Gidsel und Lasse Andersson bekamen auch der sichere 7-Meter-Vollstrecker, Tim Freihöfer und der älteste „Fuchs“, Rechtsaußen Tobias Reichmann, Einträge in die Torschützenliste. Trotzdem fand Trainer Jaron Siewert: „In der ersten Halbzeit haben wir zu viele Fehler gemacht, haben Glück, mit vier Toren in die Halbzeit zu gehen“. – 16:12.
Mit hohem Tempo setzten die Füchse das Spiel nach der Pause fort. So konnten sie ihren Vorsprung sukzessive ausbauen – 26:19/47. Bei den Gästen vom Rand der Schwäbischen Alb ließ merklich die Kraft nach, was sich in einer Reihe vergebener Chancen widerspiegelte. Allerdings lief auch Füchse-Torwart Dejan Milosavljev zu großer Form auf. 13 Paraden, darunter ein gehaltener Siebenmeter, wies die Statistik am Ende für Serbiens Handballer des Jahres auf. Dem Spielverlauf entsprechend nutzte Coach Siewert die Chance, viele Spieler zum Einsatz zu bringen. Dabei fiel besonders U21-Weltmeister Mattes Langhoff durch Agilität und Torgefahr auf. Der 22-jährige findet sich immer besser in die Mannschaft hinein. Mit dem 35:23-Sieg blieben die Füchse auch im achten Bundesliga-Heimspiel ungeschlagen. Die nächste Partie im „Fuchsbau“ findet nach der WM statt. Am 9. Februar 2025 ist der VfL Potsdam der Gegner.
Für die Berliner erfolgreich: Wiede (1), Darj (2), Andersson (7), Lichtlein (1), Gidsel (7) Freihöfer (9/5), Langhoff (4), Reichmann (4)
Herbert Schalling

