Hertha BSC mit über 110 Millionen verschuldet ?

Müssen wir uns um Hertha BSC Sorgen machen? „Die Zukunft gehört Berlin“, so Herthas markiger Spruch. Den Slogan in Verbindung mit der Schuldenlast zu setzen, ergibt Fragen, aber keine zukunftsweisende Übereinstimmung, geschweige denn eine Perspektive. Gehen wir also nach Fakten recherchierend sachlich und kritisch voran:

Hertha hat vom DFB die Lizenz für die Saison 2019/2020 nur mit Auflagen bekommen. Warum? Und wie die Auflagen aussehen, Monat für Monat zum Abbau der Schulden, das schauen wir uns am besten in Kürze genauer und ausführlicher an. Um die Auflagen zu erfüllen, muss Hertha Spieler verkaufen. Drei der besten sind im Gespräch. Weshalb Hertha noch keine neuen Spieler präsentieren kann, könnte mit den wirtschaftlichen Zwängen in Zusammenhang stehen. Wieviel muss monatlich erwirtschaftet werden?

Wie naiv glaubte ich doch anzunehmen, Sponsoren wären in unserer weltoffenen Hauptstadt eher zu bekommen, als auf dem “Lande“ und selbst interessiert, die Imagevorzüge zu nutzen. Ich las natürlich auch, Hertha bereite für mögliche Sponsoren das Feld vor. Wer kann mir denn nun wirklich sagen, was mit der KKR los ist? Muss Hertha mit allen Mitteln versuchen, sich von der KKR frei zu machen? Dann war es doch ein Fehler?

Hätten die Probleme nicht mit den Mitgliedern auf der letzten Mitgliederversammlung erörtert werden müssen? Warum fragten die Mitglieder nicht danach? Wurden sie eingelullt? Frühzeitig Planungen für die neue Saison zu betreiben, war dem sicheren Tabellenstand zufolge doch möglich. Dem Letzten beißen schließlich die Hunde.

Der 1.FC Union wird es schwer haben die Liga zu halten. Wir machen ein Jahr lang Urlaub in der ersten Bundesliga. Der Aufstieg der Köpenicker ist für Hertha mit einem zusätzlich ausverkaufte Stadion letztendlich auch ein Gewinn.

Christian Zschiedrich   

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Christian Zschiedrich

Er kann von sich mit Fug und Recht behaupten, immer ein Leben für und durch den Sport geführt zu haben. Er spielte Fußball, nicht mal untalentiert, brachte es dabei zu einigen Ehren, studierte Sport in Leipzig, arbeitete als Sportlehrer und trainierte Fußballmannschaften. Zwischendurch erwarb er beim DFB seine Trainerlizenz. Nach und nach entdeckte er dabei sein Herz für den Sportjournalismus, schrieb Artikel für verschiedene Zeitungen und hob in Berlin eine eigene Sportsendung im Lokal-TV aus der Taufe. Über 2.000 Sendungen wurden unter seiner Leitung produziert. An`s Aufhören verschwendet er keinen Gedanken, schließlich bietet das Internet viele neue Möglichkeiten.

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