Vorbei ist es erst, wenn es vorbei ist, eine Tautologie, die allerdings das Spiel der Eisbären gegen die Ice-Tigers aus Nürnberg treffend beschreibt. Als Hallensprecher Uwe Schumann bekannt gab, dass im Spiel die letzten zwei Spielminuten begonnen haben, hatte sich wohl die meisten unter 10.069 Zuschauern mit einer Niederlage der Eisbären abgefunden. Mit 0:2 lagen sie hinten.
Als die Spieluhr bei 58:18 stehen blieb, war der Puck im Tor von Phil Hungerecker. Die Zeit reichte für den Ausgleich durch Giovanni Fiore. In der Verlängerung trafen die Eisbären erneut und holten sich den Zusatzpunkt.
„Es war ein schwieriges Spiel. Unsere Kraftreserven sind aktuell aufgebraucht, das hat man von Beginn an gesehen. Nürnberg hat gut gespielt und uns heute das Leben schwergemacht. Im Powerplay kurz vor Spielende haben wir den Torhüter für einen zusätzlichen Feldspieler gezogen. Der Anschlusstreffer hat uns dann wieder Leben eingehaucht. Ich bin stolz auf meine Mannschaft, dass sie einen Weg gefunden hat, diese Partie noch zu gewinnen. Wir müssen uns jetzt sammeln und unsere Kraftreserven für das nächste Spiel am Mittwoch wieder aufladen.“ Serge Aubin
„Es war kein schönes Spiel. Wir haben aber nicht aufgegeben und schlussendlich einen Weg gefunden, die Partie noch zu gewinnen. Das ist das Wichtigste. Bis zum Anschlusstreffer war es ein frustrierendes Spiel für uns. Wir haben aber weiter an uns geglaubt und nicht aufgegeben. In der Overtime konnten wir die Partie dann zum Glück für uns entscheiden.“ Giovanni Fiore, zweifacher Torschütze
Das nächste Pflichtspiel bestreiten die Eisbären Berlin am Mittwoch, den 12. Oktober um 17:30 Uhr. Zum Abschluss der Champions-Hockey-League-Gruppenphase gastieren die Berliner bei Mountfield HK in Tschechien. In der PENNY DEL ist der Hauptstadtclub wieder am Freitag, den 14. Oktober im Einsatz. Dann sind die Bietigheim Steelers zu Gast in der Mercedes-Benz Arena. Spielbeginn ist um 19:30 Uhr.
Quelle: Eisbären Berlin/Hans-Peter Becker
DEL 9. Spieltag 2.10.2022 14:00 MB-Arena Berlin
Eisbären Berlin – Nürnberg Ice Tigers 3:2 n. V. (0:0, 0:1, 2:1, 1:0)
Aufstellungen
- Eisbären Berlin: Ancicka (Markkanen) – Melchiori, Mauer; Geibel, Ellis (A); F. Hördler (C), Mik – Fiore, White, Barinka; Noebels, Boychuk, Clark; Heim, Roßmy, Wiederer; Nijenhuis, Handschuh, Baßler – Trainer: Serge Aubin
- Nürnberg Ice Tigers: Hungerecker (Meier) – Mebus, Weber; Shaw, Karrer; Fleischer – Schmölz, Stoa, Reimer; Fox, MacLeod, Sheehy; Hede, Leonhardt, Ustorf; Ribarik, Kechter, Lobach – Trainer: Tom Rowe
Tore
- 0:1 – 27:10 – Stoa (Schmölz, Karrer) – EQ
- 0:2 – 47:42 – Schmölz (Fleischer, MacLeod) – EQ
- 1:2 – 58:18 – Clark (Boychuk, White) – PP1 (6-4)
- 2:2 – 59:13 – Fiore (Boychuk, White) – 6-5
- 3:2 – 63:11 – Fiore (White) – EQ
Strafen
- Eisbären Berlin: 6 (0, 4, 0, 2) Minuten
- Nürnberg Ice Tigers: 14 (2, 6, 4, 2) Minuten
Schiedsrichter
- Benjamin Hoppe, Gordon Schukies (Jonas Merten, Vincent Brüggemann
