Eisbären bleiben zu Hause weiter ungeschlagen

Die Serie hält, auch die Iserlohn Roosters, die sich erstmals in der neuen Saison in Berlin vorstellten, konnten die Eisbären nicht bezwingen. Ein frühes Tor durch Leo Pförderl in der 6. Minute konnten die Gäste nur knapp drei Minuten später ausgleichen und hatten in der 11. Spielminute das Spiel gedreht. Joseph Whitney traf in Überzahl für die Roosters. In der DEL-Statistik, was den Erfolg bei Überzahlspielen anzeigt, rangieren die Iserlohner aktuell auf Platz 4, 27,08 % ihrer Überzahlspiele endeten mit einem Torerfolg. Die Eisbären haben da Nachholbedarf, zum Vergleich: Platz 6 und eine Erfolgsquote von 21,43 %.

Der Puck zappelte im Anfangsdrittel erneut im Eisbären-Tor. Die Roosters gewinnen das Bully vor dem Eisbären-Tor und Casey Bailey zog ab mit einem mächtigen Schlagschuss. Auf dem Eis wurde auf Tor entschieden, der Videobeweis brachte eine Revision. Mathias Niederberger hatte reklamiert. Torraumabseits war es nicht, aber eine unzulässige Behinderung des Goalies soll vorgelegen haben. Da hatten sie ein bisschen Glück, das Tor hätte auch zählen können.

Im Mittelabschnitt drehten die Eisbären mächtig auf und übernahmen erneut die Führung im Spiel mit einem Doppelschlag in der 31. und 34. Minute. Es blieb spannend bis in die Schlussphase. Erst in der 59. Minute machte Mark Zengerle mit seinem Treffer zum 4:2 ins leere Tor alles klar. Der Sieg war insgesamt verdient. Die Eisbären steigerten sich nach dem 1. Drittel. Erstmals wirkte bei den Eisbären Neuzugang Zachary Boychuk mit. Er kam als Center der dritten Sturmreihe zusammen mit Matthew White und Giovanni Fiore zu Einsatz. Bei seiner Premiere im Eisbärentrikot war er exakt 17:01 Minuten bei 24 Wechseln auf dem Eis. Der inzwischen 31-jährige Kanadier spielte zuletzt in der Schweiz und kann auf die Erfahrung von 127 Spielen in der NHL verweisen.

Für sie Eisbären geht es am Sonntag, 31. Januar auswärts in Wolfsburg weiter.

Hans-Peter Becker

Stimmen:

Serge Aubin (Trainer Eisbären Berlin): „Die ersten vier bis fünf Minuten waren durchaus in Ordnung, danach sind wir etwas nachlässig und zu leichtfertig geworden. In der Drittelpause haben wir dann ein paar Veränderungen vorgenommen und sind deutlich besser aus der Kabine gekommen. Im zweiten und dritten Drittel haben wir als Team wunderbar funktioniert. Mit dem Ausgang des Spiels bin ich zufrieden, auch wenn die ersten Minuten noch Optimierungspotenzial hatten.“

Lukas Reichel (Stürmer EisbärenBerlin): „Das war ein verdienter Sieg. Wir haben gut und diszipliniert gespielt. Wir haben es Iserlohn schwergemacht, gut Druck erzeugt und hart gespielt. Mathias Niederberger war stark heute und hat die Chancen der Roosters vereitelt.“

Zach Boychuk (Stürmer Eisbären Berlin): „Ich habe mich gut gefühlt. Das Training gestern hat mir sehr geholfen. Das Zusammenspiel in unserer Reihe hat mit gut gefallen und ich hatte einige Chancen. Der Schlüssel zum Erfolg war unser aggressives Spiel, wir haben Iserlohn kaum Zeit gelassen, haben viele Puckverluste kreiert, viele Schüsse abgegeben und zweite Chancen bekommen. So müssen wir spielen.“

DEL 13. Spieltag 28.01.2021 18:30 Uhr MB-Arena Berlin

Eisbären Berlin – Iserlohn Roosters 4:2 (1:2, 2:0, 1:0)

Aufstellungen:

Eisbären Berlin: Niederberger (Ancicka) – McKiernan, Espeland; Ramage (A), Müller; Wissmann (A), Hördler (C); Mik – Foucault, Zengerle, Tuomie; Pföderl, Reichel, Noebels; Fiore, Boychuk, White; Labrie, Streu, Dietz – Trainer: Serge Aubin

Iserlohn Roosters: Jenike (Schwendener) – Ankert, Baxmann; Johnston, Raymond; Buschmann; Orendorz; Proske – Aubin, Raedeke, Friedrich; Jentzsch, Grenier, Whitney; Bailey, Sutter, Lowry; Fleischer, Weidner, Lautenschlager – Trainer: Jason O’Leary

Torfolge

1:0 – 05:27– Pföderl (Noebels, Espeland) – EQ
1:1 – 08:23 – Johnston (Raymond, Friedrich) – EQ
1:2 – 10:09 – Whitney (Raymond, Grenier) – PP1
2:2 – 31:13 – Foucault (Zengerle, Müller) – EQ
3:2 – 33:49 – Fiore (McKiernan, Foucault) – PP1
4:2 – 58:15 – Zengerle (Tuomie) – EQ/EN
Strafen: Eisbären Berlin: 10 (6, 2, 2) Minuten – Iserlohn Roosters: 16 (6,4,6) Minuten

Schiedsrichter: Gordon Schukies, Bastian Steingross (Maksim Cepik, Wayne Gerth)

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