Handball-Bundesliga, DAIKIN HBL 2024/25
9. Spieltag 03.11.2024 15:00 Uhr Max-Schmeling-Halle Berlin
Füchse Berlin – THW Kiel 35:26 (15:11)
Die Aufstellung des THW Kiel liest sich wie das „Who ist Who“ des Handballs: An-dreas Wolff, Domagoj Duvnjak, Hendrik Pekeler, Eric Johansson, Patrick Wiencek, Rune Dahmke, Emil Madsen…. Alles aktuelle oder ehemalige Nationalspieler für verschiedene Länder. Namen jedoch sind das eine – die Leistung das andere. Und die stimmte beim 23fachen deutschen Meister (zuletzt 2023) im Fuchsbau nur eine Halbzeit lang.
Beide Mannschaften starteten vor 9.000 Zuschauern in der ausverkauften Max-Schmeling-Halle ohne Verzögerung. Vollgas-Handball, fünfter Gang beiderseits. Tore hier. Tore da. Das Spiel ist ausgeglichen – 6:6/10. Wichtig für die Füchse: Mathias Gidsel und Lasse Andersson, die dänischen Olympiasieger treffen. Ihre Erfolgsquote ist immer spielentscheidend für die Füchse. Die Gäste aus Schleswig-Holstein sind Mitte der ersten Hälfte vor allem über den Kreis erfolgreich. Pekeler entwischt immer wieder der Berliner Abwehr. Kiel legt in dieser Phase vor und die Gastgeber müssen antworten.
Auf der Torhüterposition allerdings haben die Hausherren Vorteile. Milosavljev steigert sich rein, Andreas Wolff und Tomas Mrkva fangen nicht viel. Einsatz, Wille und Kraft bestimmen die Szenerie. Nach 23 Minuten sind die Füchse erstmals mit zwei Toren in Führung. Das bleibt bis zur Pause so – 17:15.
Der Kabinenaufenthalt bekommt den Kielern überhaupt nicht. Der Zwei-Tore-Rück-stand wächst schnell auf sechs Treffer an. Trainer Jicha nimmt zwei frühe Auszeiten (36./44.), bewirkt jedoch nichts. Die Spieler aus dem Norden vertändeln leichtfertig Bälle, Versuche aus dem Rückraum landen neben oder über dem Tor oder auch am Körper vom Milosavljev, für den am Ende neun Paraden gezählt werden.
Der THW variiert die Deckung. Mal 6:0, dann 5:1 oder 4:2. Die Berliner sind jedoch nicht zu stoppen. Trainer Jaron Siewert benennt später die Gründe. „Wir haben in dieser Phase Druck ausgeübt, über das Tempospiel Kiel früh unter Handlungszwang gesetzt.“ Die Gäste stecken nicht auf, bieten jedoch im zweiten Abschnitt eine sehr dürftige Leistung. Eine Wende gelingt ihnen nicht mehr.
Sportvorstand Stefan Kretzschmar ist begeistert. „In der zweiten Halbzeit macht es die Mannschaft überragend, hält das Tempo hoch. Dadurch erspielen wir uns den großen Vorsprung.“ Der nach 54 Minuten aufsage und schreibe neun Tore angewachsen ist – 31:22 und den eine überragend spielende Füchse-Mannschaft souverän über die Ziellinie bringt – 35:26.
Die Bundesliga pausiert jetzt, weil Länderspiele anstehen. Neun Berliner sind für ihre Teams international im Einsatz. Ein Wiedersehen im Fuchsbau gibt es erst Mitte November – am 21.11.2024 beim Champions-League-Spiel gegen Dinamo Bukarest und drei Tage später bei der Bundesliga-Partie gegen den TVB Stuttgart.
Für die Füchse erfolgreich: Wiede (1), Darj (3), Andersson (8), Lichtlein (4), Gidsel (9), Freihöfer (6/3), av Teigum (3), Marsenic (1).
Herbert Schalling

