Schwenningen beendet Eisbären-Siegesserie

Der 15. Spieltag der Saison 2024/15 hielt für die Eisbären ein Heimspiel gegen die Schwenninger Wild Wings bereit. In Berlin lockte sonniges Herbstwetter wohl viele aus den Stuben. Die Arena war ausverkauft. Mit dem Beginn des Novembers rückte die Vorweihnachtszeit weiter ins Blickfeld, auf dem Platz vor der Arena wurden die ersten Weihnachtsbäume abgeladen. Die zuletzt arg geforderten Eisbären hatten nach dem Spiel ein paar freie Tage in Aussicht. Für die Nationalmannschaft war lediglich Lean Bergmann nominiert und ein Sieg würde nicht nur den Kurzurlaub versüßen, er würde zudem die Siegesserie auf die stattliche Anzahl, auf 12 anwachsen lassen.

Das Spiel begann mit einer gewissen Nervosität auf beiden Seiten. Immer wieder schlichen sich Ungenauigkeiten ein. Es fehlte das Feuer. Der spielintensive Oktober hatte seine Spuren hinterlassen. Die Qualität des aktuellen Eisbären-Kaders kompensierte einige mentale Schwächen. Als der Schlussabschnitt begann, hatten sich die Eisbären einen kleinen Vorsprung von 2:0 Toren erarbeitet. Nacht acht Spielminuten überwand Liam Kirk Joacim Eriksson im der Tor der Gäste. Sein Schuss traf genau eine Lücke zwischen den Schonern, kein Goalie kassiert gern so einen Treffer.

Das 2:0 markierte Eric Mik, ein Treffer bei eigener Unterzahl. Die Schwenninger waren mit ihren Kontern nicht ungefährlich und Jonas Stettmer, der das Eisbären-Tor hütete, musste sich einige Male auszeichnen. Machtlos war er allerdings in der 43. Minute, da konnten die Gäste ihr drittes Powerplay im Spiel zum Anschlusstreffer nutzen. Der Torschütze war Alexander Karachun.

Die Weiche in Richtung Sieg stellte in der 51. Minute Gabriel Fontaine. Das Tor fand auch nach Videoüberprüfung seine Anerkennung. Die Gäste setzten in der Schlussphase selbstverständlich alles auf eine Karte. Sie setzten sich im Eisbärendrittel fest und nahmen nach einer Auszeit ihren Goalie vom Eis. Dann passierte das Unglaubliche, Schluss ist erst, wenn Schluss ist. Die Schwenninger erzielten innerhalb von 15 Sekunden 2 Tore. Wobei das 3:3 umstritten war, der Puck war wohl vorher im Fangnetz und das Spiel hätte vorher unterbrochen werden müssen. Leider hat keiner der vier Schiedsrichter das gesehen, was von der Zuschauertribünen deutlich zu erkennen war. So war es und blieb es eine Tatsachenentscheidung. Per Videobeweis kann es nicht überprüft werden, das gültige Regelbuch der DEL sieht sieben Situationen vor, die infrage kommen. Eine nicht gesehene Berührung des Fangnetzes durch den Puck kommt darin nicht vor.

So kam es wie es nicht kommen sollte, in der Overtime holten sich die Gäste den Zusatzpunkt. Haben die Schiedsrichter den Eisbären den Sieg und einen DEL-Rekord geklaut? Eisbären-Trainer Serge Aubin sah es diplomatisch, es lag eben auch an der Mannschaft, die das Spiel nicht nach Hause bringen konnte. Für die Mannschaft wurde eine einwöchige Trainingspause angeordnet

Hans-Peter Becker

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Foto: Stephan Wenske

Endergebnis
DEL 15. Spieltag 03.11.2024 14:00 Uhr Uber-Arena Berlin

Eisbären Berlin – Schwenninger Wild Wings 3:4 n. V. (1:0, 1:0, 1:3, 0:1)

Aufstellungen
Eisbären Berlin: Stettmer (Hildebrand) – Müller, Wissmann (C); Niemeläinen, Reinke; Geibel, Mik – Noebels (A), Fontaine, Tiffels; Ronning, Boychuk (A), Pföderl; Kirk, Byron, Bergmann; Hördler, Wiederer, Veilleux – Trainer: Serge Aubin         

Schwenninger Wild Wings: Eriksson (Bitzer) – Weber, Marshall; Murray, Boyle; Trivellato, Larkin; Dziambor – Puempel, Platzer, Senyshyn; T. A. Spink, T. R. Spink, Karachun; Uvira, Höfflin, Pulkkinen; Neumann, Bassen, Feist – Trainer: Steve Walker

Tore
1:0 – 07:55 – Kirk (Byron, Geibel) – EQ
2:0 – 30:38 – Mik (Byron, Bergmann) – SH1
2:1 – 42:28 – Karachun (Marshall, Pulkkinen) – PP1
3:1 – 50:56 – Fontaine (Noebels, Reinke) – PP1
3:2 – 59:43 – Senyshyn (Puempel, Uvira) – 6-5
3:3 – 59:59 – Höfflin (Marshall, T. R. Spink) – 6-5
3:4 – 61:36 – Senyshyn (Larkin) – EQ

Strafen
Eisbären Berlin: 13 (2, 2, 9, 0) Minuten – Schwenninger Wild Wings: 11 (0, 2, 9, 0) Minuten 

Schiedsrichter

Seedo Janssen, Marc Iwert (Tobias Treitl, Marcus Höfer)

Zuschauer
14.200

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