Derby zum Jahresauftakt

Die Weihnachts- und Länderspielpause ist vorüber und das BR Volleys Team geht voller Elan in das neue Jahrzehnt. Trotz der Nachwehen von Verletzungspech und Olympia-Qualifikation wollen die Hauptstädter den Schwung aus einer Hinrunde ohne Niederlage mitnehmen und am Donnerstag (16. Jan um 19.00 Uhr) in ihrer heimischen Max-Schmeling-Halle gegen die Netzhoppers KW-Bestensee erfolgreich ins Jahr 2020 starten. Das Berlin-Brandenburg-Derby wird mit Robert Kromm als TV-Experte live auf SPORT1 zu sehen sein.

Mit Nicolas Le Goff kehrte Anfang der Woche zumindest ein Akteur mit breitem Lächeln vom olympischen Qualifikationsturnier zurück ins BR Volleys Training. Der Mittelblocker präsentierte sich im Nationaltrikot in Topform und hatte speziell im Finale gegen Deutschland maßgeblichen Anteil daran, dass die Franzosen das letzte und begehrte Olympia-Ticket nach Tokio lösten – zum Leidwesen seiner beiden Vereinskollegen Moritz Reichert und Julian Zenger, deren Olympia-Traum platzte. Entsprechend trainingsfreie Zeit räumte Coach Cedric Enard seinen Schützlingen nach Ende des Turniers ein: „Es war insbesondere mental für alle Teams eine intensive Woche. Da bedurfte es der nötigen Erholung“, erklärt der 43-jährige Franzose.

Ebenfalls noch in der Erholungs- oder besser Genesungsphase befinden sich Samuel Tuia (Muskelfaserriss) und Benjamin Patch (Achillessehnenanriss) nach ihren Verletzungen. Die Beiden trainieren zwar punktuell wieder mit der Mannschaft und erhöhen sukzessive die Intensität, ein Einsatz zum Rückrundenauftakt am Donnerstagabend dürfte jedoch zu früh kommen. „Es ist nicht sinnvoll, hier ein Risiko einzugehen“, weiß Enard, dass er sich auf sein übriges Personal verlassen kann. Mit diesem arbeitet der Coach nach den zehn freien Tagen zum Jahreswechsel seit dem 02. Januar wieder im Training. „Jeder hat die Zeit genossen und Kraft für die nun anstehenden Herausforderungen getankt. Wir wollen gegen die Netzhoppers gut zurück in die Bundesliga kommen und danach warten auch schon schwierige Aufgaben in der Champions League und natürlich ist auch das Pokalfinale bereits in Sichtweite.“

Die erste Prüfung wird dabei das dritte Derby dieser Saison gegen die „Randberliner“ sein (3:1 in der Liga, 3:0 im Pokal). Die Nachbarn aus Brandenburg durchlebten bislang eine durchwachsene Spielzeit. Mit fünf Punkten Rückstand auf den letzten Playoff-Platz gehen die Königs Wusterhausener in den zweiten Teil der Hauptrunde. Der TV Rottenburg ist der Kontrahent, den die Schützlinge von Coach Mirko Culic gern noch abfangen würden, dabei darf der Blick nach hinten allerdings nicht außer Acht gelassen werden. Denn die Heitec Volleys Eltmann, die trotz der Eröffnung eines Insolvenzverfahrens weiterhin am VBL-Spielbetrieb teilnehmen, rangieren als Tabellenletzter nur drei Punkte hinter den Netzhoppers. Vor dem Jahreswechsel setzte es zwei knappe Tiebreak-Niederlagen gegen Rottenburg und auswärts in Herrsching. So eng soll es nach Enard im freundschaftlichen Derby am Donnerstag nicht zugehen: „Drei Punkte sind unser Ziel.“  

Christof Bernier



Veröffentlicht von

Christian Zschiedrich

Er kann von sich mit Fug und Recht behaupten, immer ein Leben für und durch den Sport geführt zu haben. Er spielte Fußball, nicht mal untalentiert, brachte es dabei zu einigen Ehren, studierte Sport in Leipzig, arbeitete als Sportlehrer und trainierte Fußballmannschaften. Zwischendurch erwarb er beim DFB seine Trainerlizenz. Nach und nach entdeckte er dabei sein Herz für den Sportjournalismus, schrieb Artikel für verschiedene Zeitungen und hob in Berlin eine eigene Sportsendung im Lokal-TV aus der Taufe. Über 2.000 Sendungen wurden unter seiner Leitung produziert. An`s Aufhören verschwendet er keinen Gedanken, schließlich bietet das Internet viele neue Möglichkeiten.

Kommentar verfassen