DEL Saison 2025/26
17. Spieltag
03.11.2025 16:30 Uhr Uber-Arena Berlin
EHC Eisbären Berlin – Bremerhaven Pinguins 1:4 (0:2/1:1/0:1)
Die Gäste von der Nordsee brachten etwas überraschend einen guten Bekannten mit nach Berlin. Julius Hudacek stand im Tor, im ersten Saisonspiel hatte er für den DEL-Aufsteiger aus Dresden alles getan, um die Puckeinschläge zu verhindern. In der Finalserie der vergangenen Saison halfen seine Künste den Kölnern nichts. Er wurde gleich richtig warm, in der Anfangsphase des Spiels mussten sich die Pinguins zweimal eines Powerplays der Eisbären erwehren. Mit ihrem ersten Torschuss gingen die Gäste in Führung. Rayan Bettahar konnte mit einem für Jake Hildebrand verdeckten Schuss, die zu diesem Zeitpunkt überraschende Führung erzielen. Anschließend wurden sie mutiger, die Akteure vor Hudacek. Ein Powerplay kurz vor der Drittelpause besorgte das 0:2 aus Eisbärensicht. Alexander Friesen zog flach vor der blauen Linie ab und es schlug wieder ein.
Im Mittelabschnitt waren die Eisbären bemüht, es schlichen sich zu viele Ungenauigkeiten in das Angriffsspiel ein. Zudem agierten die Spieler mit dem Pinguin auf der Brust sehr flexibel in der Abwehr. Sie verteidigten zeitweise bereits in der neutralen Zone. In der 35. Minute hatten sie damit Erfolg, Puckverlust, dadurch Überzahl für den Gegner und der Rückstand vergrößerte sich auf drei Gegentore. Nicolas Krämmer vollendete den Konter. In der 37. Minute brach Blaine Byron endlich den Torbann der Eisbären.
Come back Qualitäten hatten die Eisbären in dieser Saison bereits nachgewiesen, in diesem Spiel blieb es beim bloßen wollen. Die Mannschaft von Alexander Sulzer verteidigte diszipliniert und den Rest erledigte Hudacek, der schon lange nicht mehr die Uber-Arena als Sieger verlassen durfte. Die Eisbären bemühten sich vergeblich, dafür machte Bennet Roßmy in der 57. Minute endgültig den Deckel drauf und stellte den Endstand von 1:4 aus Sicht der Eisbären her. Der Tank bei den Eisbären war leer, die Spiele mit kurzer Bank hatten ihren Tribut gefordert. Die jetzt anstehende Pause von zwei Wochen kommt gerade recht, um neue Kraft zu sammeln. Die Spieler der Eisbären, bis auf Markus Vikingstad, haben jetzt eine Woche Urlaub.
Nach einer Niederlage wird zum Abgesang, als Trost die Friedrichshain Hymne der Wallerts gespielt, bleibt zu hoffen, dass sie zum nächsten Heimspiel am 16. November 2025 nicht erklingen muss. Hast du gestern noch in dein Kissen geweint. Lachst du heute schon im Friedrichshain.
Hans-Peter Becker
Spieldaten
Aufstellungen
Eisbären Berlin: Hildebrand (Stettmer) – Müller (C), Wiederer; Mik, Lancaster; Smith, Reinke; Panocha – Tiffels (A), Pföderl, Ronning; Kirk, Dea, Veilleux (A); Bergmann, Vikingstad, Eder; Leden, Byron, Hördler – Trainer: Serge Aubin
Fischtown Pinguins Bremerhaven: Hudacek (Hungerecker) – Byström, Bettahar; Abt, Jensen; Rausch, Hirose; Herrmann – Verlic, Jeglic, Conrad; Mauermann, Friesen, Görtz; Krämmer, Miele, Roßmy; Kinder, Wejse, Büsing – Trainer: Alexander Sulzer
Tore
0:1 – 11:56 – Bettahar (Friesen, Görtz) – EQ
0:2 – 19:14 – Friesen (Hirose, Jeglic) – PP1
0:3 – 34:59 – Krämmer (Miele, Roßmy) – EQ
1:3 – 36:24 – Byron (Kirk, Reinke) – EQ
1:4 – 56:44 – Roßmy (Conrad, Abt) – EQ
Strafen
Eisbären Berlin: 4 (4, 0, 0) Minuten – Fischtown Pinguins Bremerhaven: 6 (4, 2, 0) Minuten
Schiedsrichter
Marian Rohatsch, Achim Moosberger (Yannik Koziol, Joshua Römer)
Zuschauer
14.200
