Volleyball 2. Bundesliga Nord Damen
BBSC Berlin – SC Potsdam 2:3 (23, -10, 18, -16, -14)
Den bereits fünften Punkt im 3. Spiel erzielte der BBSC im Spiel gegen den SC Potsdam in einem hochdramatischen Samstagspiel.
Beide Teams kennen sich bestens, haben doch viele Berliner Spielerinnen vormals einen Teil ihrer Ausbildung und Karriere in der Brandenburger Landeshauptstadt absolviert. Von der 1. Minute an entwickelte sich ein gutes Zweitligaspiel, das regelmäßig von Phasen gekennzeichnet war, in denen ein Team das dominante war, jedoch nachfolgend wieder dem Gegner die Initiative und die Punkte überlassen musste. Der 1. Satz war lange Zeit ausgeglichen, ehe die Berlinerinnen mit 1:0 nach Sätzen in Führung gehen konnten. Dafür dominierte Potsdam im 2. Satz und führte schnell mit 10:17. Doch der BBSC kam Mitte des 3. Satzes zurück und spielte die Gäste von 7:11 auf 21:15 schwindlig. Konnten sich die Youngster aus Potsdam aus der mentalen Flaute noch einmal befreien? Und wie: Potsdam legte eine Schippe drauf und dem BBSC gelang im 4. Satz wenig. So musste der Tiebreak entscheiden. Potsdam verlor zunächst den Schwung aus dem 4. Satz und lag bereits mit 5:11 zurück, ehe man mit immenser Energieleistung wieder zu den Spielkünsten fand und den Berlinerinnen in einem hochgradig spannenden Satzfinale den Heimsieg vermieste.
Dabei konnten sich die Berlinerinnen nicht vorwerfen, nicht alles versucht zu haben. Kämpferisch war das ein Einsatz auf hohem Niveau von beiden Seiten. Block- und Feldabwehr funktionierte beiderseits auf gutem Niveau, lange Ballwechsel waren der Lohn. Potsdam hatte deutliche Vorteile in den Angriffsaktionen über den Block, diese machten wohl auch letztendlich den kleinen, aber deutlichen Unterschied zwischen beiden Mannschaften aus. Der BBSC verfügt mit seinen jungen Blockspielerinnen noch nicht über das Vermögen, einen größeren Beitrag zur abwechslungsreichen Angriffsgestaltung zu leisten. „Daran werden wir in den nächsten Wochen weiter arbeiten, um unser Spiel variabler und weniger ausrechenbar zu machen“ analysierte Berlins Trainer Jens Tietböhl. Er zeigte sich mit der Energieleistung seines Teams zufrieden, „aber die Leidenschaft und die Spielfreude, mit der Potsdam im 5. Satz nach der sicher geglaubten BBSC-Führung zurückgekommen ist, war schon beeindruckend.“
Zur MVP wurde Potsdams Mittelblockerin Mia Redmann sowie BBSC Libera Lea Förster gewählt. Die Übergabe der Medaillen nahm die deutsche Ausnahme-Volleyballerin der 1980er bis 2000er Jahre, Susanne Lahme, als derzeitige Sportdirektorin des SC Potsdam vor.
Der BBSC trifft am kommenden Samstag, 3. Oktober 2026 auswärts auf den USC Münster II, ehe am 17. Oktober 2026 um 18:00 Uhr Hildesheim in Köpenick zu Gast ist.
Am Wochenende für den BBSC im Einsatz: Marie Dreblow, Lea Förster, Paula Reinisch, Romy Birnbaum, Antonia Wegrad, Annalena Grätz, Kira Heide, Maja Pahlke , Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich, Luz Götte, Melani Ligacheva, Lisa Kaiser, Lahra Weber
Burkhard Kroll/BBSC
