Sieg gegen Nürnberg – Ty Ronning mit Hattrick

Deutsche Eishockey Liga

6. Spieltag

04.10.2026 14:00 Uhr Uber-Arena Berlin

EHC Eisbären Berlin – Nürnberg Ice Tigers 4:1(0:1/2:0/2:0)

In Berlin gab es das definitive Spitzenspiel der noch jungen Saison in der DEL. Der aktuelle Tabellenzweite, die Eisbären empfingen, die Senkrechtstarter aus Nürnberg. Die Mannschaft aus der Frankenmetropole kam mit der Empfehlung von fünf Saisonsiegen, lediglich in Straubing reichte es nur zu einem Punkt. Die Eisbären brachten die Empfehlung von zuletzt zwei Shutout-Siegen mit auf das Eis. Es katapultierte den Eisbären-Neuzugang, der bei seinen ersten DEL-Einsätzen in 120 Spielminuten ohne Gegentreffer blieb, an die Spitze der Torhüterwertung.

So war es keine Überraschung, dass der Goalie gegen Nürnberg zu seinem dritten Einsatz in der starting six kam. Bevor die Jagd nach dem Puck los ging wurden die Initiatoren der Aktion „Pink in the Rink“, das Ehepaar Ustorf auf dem Eis begrüßt. Es geht um den Kampf gegen Brustkrebs. Der Eisbärensponsor Sparda Bank spendete 10.000 EUR für die Aktion.

Beide Torhüter hatten gleich mächtig zu tun. In den ersten zehn Minuten musste Neffin sechs Schüsse abwehren und einmal half das Torgestänge. in der 12. Spielminute war der Puck im Tor der Eisbären und die 72. Minuten ohne Gegentreffer für Neffin vorbei. Ein kurioser Treffer, eine Strafe für die Eisbären war angezeigt, ein Eisbär, berüherte den Puck, es gab ein Pfiff. War er zu leise? kann er überhaupt vom Schiedsrichter? Das Spiel trudelte weiter und genauso der Puck. Unverständlich dann die Entscheidung nach Videobeweis, das Tor zählte. Noch im Interview nach dem 1. Drittel äußerte Eisbären-Kapitän Kai Wissmann sein Unverständnis.

Das 2. Drittel begann mit einer Slapstickeinlage des Eisbären-Goalies, die zum Glück folgenlos blieb. Nürnberg blieb gefährlich, während man bei den Eisbären den Eindruck haben konnte, sie schütteln sich weiter das kuriose Gegentor von der Ausrüstung. Es fehlte die letzte Präzision und es schlich sich Nervosität in die Aktionen. Die Nürnberger waren dem zweiten Treffer etwas näher als der Ausgleich für die Eisbären. Es waren in der 30. Minute zwei Großtaten von Neffin, die das Scoreboard ruhen ließen.

Nach dem power break schlug es dann ein im Nürnberger Kasten. Andreas Eder zog halblinks, ohne Bedrängnis einfach mal ab und der Puck zischte über die Schulter von Treutle hinein ins Tor.

In der Schlussphase des Mittelabschnitts hatte es in sich. Die Eisbären drehten das Spiel. Eine 5 auf 3 Situation nutzte Ty Ronning für die 2:1 Führung. Es hätte auch das 3:1 fallen. es wurde härter So durften William Dufor und Jonas Müller die ersten vier Minuten letzten Drittels ihre Kräfte auf der Sünderbank schonen.

Fing das Spiel fair an, so hagelte es Strafen und unschöne Szenen. In der 42. Minute streckte William Dufour Eisbär Manuel Wiederer mit einem Kniecheck nieder. Nach Sichtung der Videobilder durfte er gleich duschen gehen. Die anschließende fünfminütige Überzahl konnten die Eisbären nicht nutzen. Unmittelbar nach Ablauf der Strafe verhinderte Neffin den Ausgleich für Nürnberg. Es begann der Ritt auf der Rasierklinge.

In der 43. Minute musste der Torschütze für die Eisbären wegen Beinstellens auf die Strafbank. Einen Shorthander ließen die Eisbären liegen. Es klappte dann bei voller Mannschaftsstärke. Es war erneut Ronning und die erneute Vorarbeit von Liam Kirk, die in der 56. Minute für die 3:1 Führung sorgten. Zum Held des Tages wurde die Nummer 9 der Eisbären, über der Nummer steht der Name Ronning. Sein Hattrick machte den Sieg perfekt.

Hans-Peter Becker

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Foto: Stephan Wenske

Spieldaten

Aufstellungen
Eisbären Berlin: Neffin (LaFontaine) – Müller, Wissmann (C); Mik, Reinke; Davidson, Smith, Geibel – Tiffels (A), Kirk, Ronning; Hördler, Eder, Pföderl; Veilleux (A), Vikingstad, Foudy; Griva, Wiederer, Krestan – Trainer: Éric Dubois       

Nürnberg Ice Tigers: Treutle (Janett) – Jones, Headrick; Weber, Karrer; Braun, Eham – Dufour, Dove-McFalls, Barratt; Spezia, Magera, Meireles; T. Heigl, Cates, Ustorf; Bakos, N. Heigl, Samanski – Trainer: Mitch O‘Keefe

Tore
0:1 – 11:35 – Barratt (Ustorf, Weber) – 6-5
1:1 – 30:54 – Eder (Kirk, Pföderl) – EQ
2:1 – 38:14 – Ronning (Kirk, Pföderl) – PP2
3:1 – 55:51 – Ronning (Kirk) – EQ
4:1 – 59:16 – Ronning (Tiffels) – EN  

Strafen
Eisbären Berlin: 14 (2, 4, 8) Minuten – Nürnberg Ice Tigers: 39 (0, 8, 31) Minuten 

Schiedsrichter

Christopher Schadewaldt, David Cespiva (Maksim Cepik, Jiri Ondracek)

Zuschauer
14.075

Fotogalerie von Stephan Wenske

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