Füchse verpassen REWE Final Four gegen Magdeburg

Die Füchse Berlin verlieren im Viertelfinale des DHB-Pokal zuhause gegen den SC Magdeburg mit 29:30 (16:17). Es war die erwartet enge Partie, in der der SCM meist die Nase vorn hatten und die Füchse hinterherrannten. Am Ende retteten die Gäste den hauchdünnen Vorsprung von einem Tor über die Ziellinie. Während der SCM noch gespannt die Auslosung verfolgte und beim REWE Final Four Anfang Mai auf die TSV Hannover-Burgdorf trifft, verpassen die Füchse ihre dritte Teilnahme knapp. Im letzten Aufeinandertreffen, ebenfalls in der Berliner Max-Schmeling-Halle, war es am Ende ein gefühlter Sieg, als Silvio Heinevetter einen Siebenmeter von Robert Weber nach Ablauf der Spielzeit parierte und das 23:23-Unentschieden sicherte. Eine Punkteteilung konnte es heute im Viertelfinale nicht geben und beide Teams lieferten sich das erwartet enge Duell. Beim 3:2 brachte Hans Lindberg die Füchse erstmals in Führung, ausbauen konnten die Füchse sie aber nicht.

Der SC Magdeburg nahm zwischenzeitig das Heft in der Hand und lies die Füchse immer ein wenig hinterherlaufen. Bei den Füchsen fehlten ein paar Prozentpünktchen um sich die Führung zurück zu erobern. Dabei war Silvio Heinevetter im Tor durchaus ein starker Rückhalt, dafür wurde im Angriff zu fahrlässig mit den Chancen umgegangen. Die Gäste zeigten das homogenere Angriffsspiel und konnten sich bereits vor der Halbzeit beim 5:10 erstmals auf fünf Tore absetzen. Doch die Füchse zeigten eine kämpferische Einstellung, so schnell gaben sie den Traum vom REWE Final Four nicht auf. Immer wieder kämpften sie sich heran, setzten die Magdeburger unter Druck, ohne allerdings in Führung zu gehen. Dennoch war beim 16:17 zur Pause der Rückstand denkbar gering. Ein Tick Emotionalität fehlte noch, der Kampf und Wille war aber da. Allerdings nicht nur bei den Füchsen sondern auch beim SC Magdeburg.

Entsprechend entwickelte sich die zweite Halbzeit, als zunächst Steffen Fäth sogar zum 17:17 ausglich. Er sollte ebenso zum 19:19 ausgleichen wie Hans Lindberg zum 21:21. Im Angriff waren die beiden sicherlich die stärksten Füchse-Spieler, aber auch ihnen gelang es nicht die Hauptstädter in Führung zu bringen. Es dauerte noch bis zur 50. Minute, als Hans Lindberg zum 24:23 traf und sich unter den Füchse-Fans der 8.878 Zuschauern die Hoffnung auf eine Wende breit machte. Doch die Gäste hatten schon zu viel Selbstbewusstsein getankt und konterten mit einem Dreierpack von Weber, Chrapkowski und Christiansen. Auch wenn die Füchse bis zum Schluss kämpften, sie konnten die Partie nicht mehr drehen. Am Ende stand ein bitteres 29:30 auf der Anzeigetafel und die Füchse mussten die Auslosung in eigener Halle für das REWE Final Four als Unbeteiligte verfolgen. Eine starke Partie von Hans Lindberg (8/1 Tore), Steffen Fäth (5) und Silvio Heinevetter (17 Paraden) reichte nicht. Stattdessen hatte der SCM und vor allem Robert Weber (14/6) Revanche genommen für die gefühlte Niederlage im Dezember.

Füchse-Trainer Velimir Petkovic zum Spiel: Wir haben in den letzten beiden Spielen hier genauso spannende Spiele gesehen und ein wenig Glück zum Schluss gehabt. Heute hat dieses Glück gefehlt. Ich habe heute so ein knappes Spiel erwartet. Mit diesem Sieg haben sie sich diese Reise nach Hamburg verdient. Es ist eine riesige Enttäuschung bei mir. Wir haben nicht diese Härte in der Deckung bekommen, die ich haben will. Wir haben einen Kampf gesehen, aber wir haben auch Probleme im Angriff gesehen. Wir haben diese Probleme schon länger und es fehlt jemand, der Verantwortung übernimmt. In den letzten Wochen haben wir das mit Zachrisson gelöst und er hat mit seiner Klasse viele Tore gemacht. Aber wenn wie jetzt eine stärkere Mannschaft mit einer guten Deckung kommt, dann brauchst du die ganze Mannschaft, die sich gute Chancen erarbeitet.
Trotzdem muss ich meine Mannschaft loben, die haben gekämpft und auch gemerkt, dass wir im Angriff Probleme haben, aber nie aufgegeben. Wenn wir eine Minute länger gespielt hätten, dann hätte es vielleicht gereicht um in die Verlängerung zu kommen. Aber ich muss sagen, der Sieg war am Ende für Magdeburg hochverdient.

Quelle: Füchse Berlin Handball

SCC JUNIORS – Hartes Training und erste Entscheidungen

Robin Frey (m) und Janek Daniluk (r) Foto: Eckhardt Herfet

Im Monat Februar nutzten die älteren Jahrgänge der SCC JUNIORS die Winterferien zur intensiven Vorbereitung auf die Berliner Meisterschaften und das mit Erfolg. Am ersten Märzwochenende gelang der U16 als Berliner Meister die Qualifikation zur Nordost-Deutschen-Meisterschaft (Auswertung in der nächsten Ausgabe), gleiches vollbrachte zuvor die Auswahlmannschaft von RPB/SCC als Drittplatzierter in der U18. Auch die nächsten „Spieler des Monats“ stehen zur Ehrung im Volleyballtempel bereits in den Startlöchern. Vom 04. bis 09. Februar nutzten die SCC JUNIORS der Jahrgänge 2005 und älter die Ferienzeit für ein Trainingslager in der Kaserne Clausewitz in Burg bei Magdeburg. Drei Trainer betreuten dabei 40 Kids bei drei Übungseinheiten täglich. Neben einem Testspiel gegen die Landesauswahl Sachsen-Anhalts stand auch intensives Individualtraining auf dem Programm. Dabei mussten die Kids richtig auf die Zähne beißen, denn nach dem Frühstück um 7.00 Uhr ging es direkt zum Frühsport. Die harte Arbeit in Vorbereitung auf die Berliner Meisterschaften sollte sich jedoch auszahlen …

Zwei Wochen später waren gleich drei Mannschaften mit SCC-Beteilung bei den Landesmeisterschaften der U18 im Einsatz. In der Sporthalle Paul-Heyse-Straße – Gastgeber war der Berliner Turn- und Sportclub (BTSC) – überraschte vor allem der jüngere Jahrgang U16, der als SCC II teilnahm. Den Sprung ins Halbfinale schaffte jedoch nur die gemeinsame Auswahl von Rotation Prenzlauer Berg (RPB) und SCC, verlor dieses aber gegen den späteren Turniersieger. Das Finale machten nämlich die zwei Mannschaften des Berliner TSC unter sich aus. Weil nur ein Team pro Verein bei den Nordost-Deutschen-Meisterschaften starten darf, vertreten der TSC I und RPB/SCC als Drittplatzierter die Hauptstadt beim Regionalfinale.

Endspurt beim Crowdfunding: Exakt 20 Tage verbleiben, um noch für das große BR Volleys Talente-Camp 2018 zu spenden. Noch immer sind attraktive Prämien in allen Preiskategorien erhältlich, darunter z.B. ein Einsatz als Ballkind im Volleyballtempel, die Ehrung der Bundesliga-MVPs oder ein Meet & Greet mit den Profis.

Im Rahmen des BR Volleys Heimspiels gegen die Bergischen Volleys (21. Feb) wurden erstmals die SCC JUNIORS „Spieler des Monats“ ausgezeichnet. Auf Tim Türpe und Bastian Belkin (Januar) folgen nun Robin Frey und Janek Daniluk. Janek war schon im Vormonat nominiert, konnte aber leider nicht bei der Übergabe dabei sein. Diese wird jetzt am Samstag im Berlin-Brandenburg-Derby zwischen den BR Volleys und den Netzhoppers KW (10. März um 18.30 Uhr, Tickets: www.br-volleys.de/ticketshop) durchgeführt.

Christof Bernier

Drumbo Cup geht in die heiße Phase

Jubel dem nach Sieg im Endspiel  Foto: contrast O. Behrendt)

Die Bezirkssieger des 44. Commerzbank Drumbo Cup in Berlin stehen fest. Schulmannschaften aller Bezirke fiebern nun den Finalvorrunden entgegen. Insgesamt 272 Jungenmannschaften und 91 Mädchenteams aus 278 Berliner Schulen starteten in dieser Saison beim Drumbo Cup. Inzwischen sind die Vorrunden in allen Bezirken abgeschlossen. Die 24 besten Jungenmannschaften treten in den Finalvorrunden am 15. und 16. März 2018 gegeneinander an. Die sechs besten Teams stehen dann im großen Finale am 21. März. Die Mädchen treffen von Anfang an bezirksübergreifend aufeinander, aus den besten Acht werden am 12. März die vier Finalistinnen ermittelt. Bundestrainerin Steffi Jones ist Schirmherrin des 44. Drumbo Cup

Dr. Jan Rolin, Commerzbank Niederlassungsleiter Firmenkunden Berlin, sagt über Deutschlands größtes Hallenturnier: „Der 44. Commerzbank Drumbo Cup ist in Berlin in vollem Gange. In allen 12 Bezirken wurde bereits kräftig um die lokalen Meistertitel gekickt. Am 21. März steigt dann das große Finale in Berlin-Charlottenburg in der Sömmering-Halle, um die Drumbo Cup-Sieger 2018 für ganz Berlin zu ermitteln. Wieder werden dann die Besten der Besten unter den Mädchen- und Jungenmannschaften hunderter Berliner Schulen ausgespielt. Ein Tag, auf den schon heute alle kräftig hinfiebern. Nicht nur die Jungs und Mädels, sondern auch Trainern, Lehrer, Eltern und freiwillige Helfer. Natürlich auch wir von der Commerzbank, die wir den Cup als mittlerweile echtes Traditionsturnier in der Berliner Sportlandschaft gemeinsam mit dem Berliner Fußball-Verband und der Senatsverwaltung ausrichten. Ganz besonders freuen wir uns daher, dass wir in diesem Jahr Steffi Jones, die Bundestrainerin der DFB Frauen-Fußballnationalmannschaft, als Schirmherrin für den 44. Drumbo Cup begeistern konnten. So macht der Drumbo Cup einmal mehr seinem Prädikat, Deutschlands größtes Hallenfußballturnier für Grundschulen zu sein, alle Ehre.“

Steffi Jones, Bundestrainerin der DFB Frauennationalmannschaft unterstreicht: „Der Drumbo Cup ist ein tolles Event und bringt seit Jahrzehnten Tausende von Schülerinnen und Schüler in Bewegung. Dieses Turnier steht für Werte wie Toleranz, Teamgeist, Fairplay und Integration, aber auch für ganz viel Spaß am Fußball. Und genau deshalb ist es auch so wichtig für die Talentförderung. Denn zum einen bringt die Wettkampfsituation viele Mädchen und Jungen weiter in ihrer sportlichen Entwicklung, aber bei all dem gesunden Ehrgeiz kommt der Spaß dabei nie zu kurz. Das ist ein extrem wichtiger Faktor für die Nachhaltigkeit dieses Turniers.“

Berliner Fußball-Tradition: Der Drumbo Cup hat sich in vier Jahrzehnten zu Deutschlands größtem Hallenfußballturnier für Grundschülerinnen und Grundschüler entwickelt. Die Commerzbank ist stolzer Organisator und Sponsor dieses traditionsreichen Turniers, welches auch von weiteren Partnern, wie dem Berliner Fußball-Verband, der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie, vielen Lehrerinnen und Lehrern sowie Nike und der Fußball-Woche unterstützt wird. Weit über 100.000 Schülerinnen und Schüler nahmen seit 1975 am Drumbo Cup teil, darunter echte Fußball-Größen wie Jerôme und Kevin-Prince Boateng, Pierre Littbarski, Thomas Häßler und Christian Ziege.

Quelle: Berliner Fußball Verband

„Duell der Giganten“ Termine stehen fest

Foto: Eckhard Herfet

Das „Duell der Giganten“ in der Königsklasse kann kommen. Der europäische Volleyball-Verband CEV hat die Termine für das Champion-League-Playoff-12 zwischen dem VfB Friedrichshafen und den BR Volleys bestätigt. Die Hauptstädter empfangen heute in exakt einer Woche (14. März um 19.30 Uhr) die Männer vom Bodensee, die am 22. März um 20.00 Uhr der Gastgeber für das entscheidende Rückspiel sind. „Das ist für mich persönlich, aber auch für Berlin und natürlich ganz Volleyball-Deutschland ein besonderes Match“, sagt der Ex-Häfler Georg Klein voller Vorfreude auf das königliche „Duell der Giganten“ gegen seine ehemaligen Teamkollegen. Denen gelang erst am Wochenende mit einem dominanten 3:0-Finalsieg gegen die Volleyball Bisons Bühl eine eindrucksvolle Titelverteidigung im DVV-Pokal. Das Novum in der deutschen Volleyball-Historie wird trotz der kurzen Vorlaufzeit die Fans in ihren Bann ziehen, ist sich Georg Klein sicher: „Mehr geht doch eigentlich nicht“, sagt der Mittelblocker und hat dabei wohl auch das Wiedersehen seines neuen Trainers Stelian Moculescu mit dessen langjährigem Ex-Verein im Hinterkopf.

Der erste deutsch-deutsche Schlagabtausch in der Geschichte der Königsklasse steht für die BR Volleys unter dem Motto #RoyalRumble. Bereits 31 Mal sind die Friedrichshafener in dieser Saison in den Volleyball-Ring gestiegen und konnten dabei bisher von keinem ihrer Gegner ausgeknockt werden. Die Hauptstädter wollen und werden in den beiden Champions-League-Playoff-Duellen am 14. & 22. März natürlich alles geben, um dieses Kunststück zu vollbringen. Dazu müssen sich die Berliner in der heimischen Max-Schmeling-Halle eine gute Ausgangsposition für die acht Tage später anstehende Entscheidung in der Friedrichshafener ZF-Arena verschaffen. Deutschlands Volleyballtempel muss bei diesem ersten „Duell der Giganten“ auf europäischer Bühne definitiv beben, um den Dominator der bisherigen Spielzeit erstmals zu Fall zu bringen.

Playoff-12 der Königsklasse: BR Volleys vs. VfB Friedrichshafen | 14. März | 19.30 Uhr | Max-Schmeling-Halle + VfB Friedrichshafen vs. BR Volleys | 22. März | 20.00 Uhr | ZF-Arena.

Quelle: BR Volleys / Christof Bernier

Pokal-Viertelfinale – KO-Spiel gegen den SC Magdeburg

Im dritten Aufeinandertreffen der Saison zwischen Füchse Berlin und SC Magdeburg geht es um nichts weniger als den Einzug ins REWE Final Four. Das Spiel am Mittwoch ist das Viertelfinale des diesjährigen Pokalwettbewerbs. In den letzten sechs Spielen zwischen beiden Clubs gab es zuletzt vier Mal ein Unentschieden – morgen wird es definitiv einen Sieger geben müssen. Vor einer tollen Kulisse erwarten die Füchse Berlin ein von beiden Parteien emotional geführtes Spiel. Direkt im Anschluss an die Partie werden auch gleich die Halbfinalbegegnungen ausgelost. Eigentlich spricht die Bilanz eine deutliche Sprache: 14 Siege, 4 Unentschieden, 6 Niederlagen gegen den SCM stehen zu Buche. Wie sehr eine Bilanz täuschen kann, da muss man nur bis zum 26.12.2017 zurückblicken. In der Bilanz steht nüchtern „Unentschieden“, aber alle erinnern sich an ein höchst emotionales Spiel. Und einen durch Silvio Heinevetter parierten Strafwurf von Robert Weber, der letztlich den Punkt beim 23:23 sicherte.

Ein Unentschieden wird es am Mittwoch nicht geben, denn im dritten Aufeinandertreffen der Füchse und des SC Magdeburg in der laufenden Saison wird es definitiv einen Gewinner geben. Heute treffen die beiden Clubs im Viertelfinale des DHB-Pokals aufeinander, für den Sieger winkt nicht weniger als der Einzug ins REWE Final Four am 5./6. Mai in Hamburg. Langeweile kommt daher mit Sicherheit nicht auf. Wenn man von den beiden Gastspielen in Magdeburg nach dem Aufstieg und dem Pokalspiel im Herbst 2005 absieht, dann gab es nie deutliche Spiele. Die vier Unentschieden im Aufeinandertreffen gab es allesamt in den letzten sechs Spielen. Das Positive aus Füchse-Sicht: die letzte Niederlage liegt bereits fast drei Jahre zurück.

Die Füchse Berlin konnten mit zuletzt sechs Siegen in Folge kräftig Selbstbewusstsein tanken, auch wenn es in jeder Partie zumindest eine Schwächephase gab. Einen Unterschied zwischen einem klassischen Punktduell und dem KO-Spiel sieht Trainer Velimir Petkovic unterdessen nicht: „Wir wollen jedes Spiel gewinnen, das ändert für uns an der Ausgangslage nichts.“ Dennoch ist auch für den Trainer der Anreiz entsprechend hoch: „Die Teilnahme am REWE Final Four ist für jeden Sportler ein großes Ziel und wir stehen nur noch einen Schritt davor.“

Der SC Magdeburg als Gegner ist naturgemäß nicht unbekannt, allerdings ist noch unklar ob der Gegner auf den Rückraumlinken Michael Damgaard nach dessen Verletzung im letzten Ligaspiel zurückgreifen kann. „Magdeburg spielt eine gute Saison und steht zu Recht oben in der Tabelle“, erklärt der sportliche Leiter Volker Zerbe, „ohnehin waren unsere Spiele immer sehr spannend und wir müssen von Beginn an unser Spiel aufziehen.“ Entsprechend gibt Trainer Petkovic auch die Marschrichtung vor: „Wie in den letzten Spielen gezeigt muss bei uns die Abwehr stehen und im Angriff wollen wir die positive Entwicklung natürlich fortsetzen.“

Die Füchse Berlin erwarten für das Spiel am Mittwoch um 19 Uhr in der Max-Schmeling-Halle einen sehr guten Zuschauerzuspruch. Es gibt allerdings noch Restkarten an der Abendkasse. Im Anschluss an die Partie findet auch gleich die Auslosung der Halbfinalpartien für das REWE Final Four am 5./6. Mai statt, die Lose wird dabei der Diskuswerfer Robert Harting ziehen.

Quelle: Füchse Berlin

Türkiyemspor weiter im Aufwind

Foto: Frank Toebs

Überzeugender Sieg beim Rivalen in der Landes-Liga. In den Berliner Fußballklassen kann man manchmal verwirrt werden. Türkspor? Die spielen doch in der Berlin-Liga und hießen vorher Hellas Nordwest? Ja schon, aber es gibt auch den ambitionierten Landesligisten Türkspor FK,  Mitglied der 1. Abteilung, Zuhause auf dem Nebenplatz des Poststadions. Hier ging es am Sonntag gegen -wie passend- Türkiyemspor. 2:0 siegten die Gäste. Dabei hätte es noch dicker kommen können für die Tiergartener, die nun 6. in der Tabelle sind. Eingeleitet durch einen direkt verwandelten Eckstoß, nahm die Überlegenheit der Kreuzberger im Verlauf immer mehr zu. Kein Wunder hat doch Türkiyemspor neben einigen anderen spielstarken Leuten jetzt sogar einen Nationalspieler in seinen Reihen. Der ist aus Syrien, heißt Samer Awad und zeigte eine derartige Ballsicherheit und Kreativität, dass sich der Beobachter in einer anderen Liga fühlte, sobald dieser am Ball war. „Das Kollektiv gewann heute. Die Solisten waren aber überragend“, meinte Türkiyems Trainer Lars Mrosko. Trotz aktuell zweitem Tabellenplatz möchte er zunächst weiter den Ball flach halten. Übrigens: Stark war Schiri Ronneberger von Stern Britz, der geschickt die Gemüter beruhigte.

Foto: Frank Toebs

Frank Toebs

Silberstreif am Horizont – Hertha 06 gegen Lichtenberg 47

Hertha 06 erkämpft einen Punkt. Die Hälfte aller Begegnungen war wegen der Witterungsbedingungen abgesagt worden in der Oberliga Nord. Gastgeber Hertha 06 wollte unbedingt spielen, so einigte man sich mit Lichtenberg 47 und Schiri Philipp Kutscher auf einen sehr kurzfristigen Umzug zum engen Kunstrasenplatz an der Charlottenburger Brahestraße. Die Begeisterung beim Favoriten aus Lichtenberg hielt sich in Grenzen. Erst ertrotzten sich die Herthaner den Punkt durch einen von Dikmen verwandelten Strafstoß zum 1:1, dann gab es auch noch einen Rohrbruch, der die Kabine überflutetete. So wurden Bekleidung und Trikots nass. Der Favorit blieb im Spiel über 90 Minuten ideenlos. Hertha 06 steht nach diesem erkämpften Punktgewinn unter ihrem neuen Trainer Sedat Akova dennoch weiter auf einem Abstiegsrang. „Positive Ansätze“´waren aber zu erkennen, meinte der Neue.

Frank Toebs

Foto: Frank Toebs
Foto: Frank Toebs

 

Füchse mit Kantersieg im Rückspiel gegen Anaitasuna

Nach dem Auswärtsspiel konnten die Füchse Berlin auch das Heimspiel im EHF-Pokal gegen Helvetia Anaitasuna für sich entscheiden. Mit 34:23 (17:10) gelang ein deutlicher Sieg, bei dem alle Spieler zum Einsatz kamen und auch Fabian Wiede größere Spielanteile hatte. Trotz des hohen Sieges gab es auch Schwächephasen, an denen bis zum Mittwoch gearbeitet wird. 7/5 Tore waren es von Hans Lindberg, 5 Treffer von Mattias Zachrisson und fast alle Feldspieler trugen sich in die Torschützenliste ein. Die Füchse Berlin sind damit auf dem Kurs in Richtung Viertelfinale. Die Füchse Berlin starteten in der bewährten Formation der letzten Spiele mit Steffen Fäth als Spielmacher sowie Stipe Mandalinic und Marko Kopljar auf den Halbpositionen. Zwar traf Hans Lindberg von außen zum ersten Treffer des Spieles und kurz darauf parierte Silvio Heinevetter einen Strafwurf, die erste kleine Führung gab es aber erst nach einem Doppelschlag von Steffen Fäth vom 3:3 zum 5:3. Bis zur 20. Minute blieb Helvetia Anaitasuna in Reichweite. Die Gäste lauerten in der Abwehr und nutzten Ballgewinne und technische Fehler für schnelle Tore aus der ersten Welle. Der Berliner Rückraum agierte etwas zu nachlässig um der Favoritenrolle in aller Deutlichkeit gerecht zu werden. Zwar stand die Abwehr im Positionsspiel, aber gerade gegen die Gegenstöße half das nichts. In den letzten zehn Minuten bis zur Pause funktionierte bei den Füchsen dann Angriff und Abwehr. Die Spanier zu harmlos, die Berliner konsequent und schon stand es zur Pause 17:10.

Begann Füchse-Coach Velimir Petkovic schon im ersten Durchgang zu rotieren, so wechselte er nun nach der Pause noch weiter. Einerseits ging es darum die Belastung zu steuern, gerade auch durch die Einsätze von Fabian Wiede für den zuletzt sehr geforderten Marko Kopljar. Aber auch um die gesamte Breite des Kaders sollte besser zusammengeführt werden. Nutzen konnte dies beispielsweise Oliver Milde, der viele Spielanteile bekam, solide agierte und drei Treffer erzielte. Aber auch Johan Koch, der zwar nur ein Tor verbuchte, dafür aber drei Siebenmeter für seinen Landsmann Lindberg herausholte. Das allein reichte aber noch nicht, denn mit der Umstellung auf eine offensive Abwehr konnte Helvetia Anaitasuna die Füchse wieder zu mehr Fehlern provozieren. Bis auf 21:24 kamen die Gäste heraus, doch Milde konterte mit einem Treffer und Kopljar legte nach. Die Füchse waren endgültig auf der Siegerstraße und spielten nun auch konsequent ihre Stärke aus. Für ordentlich Stimmung sorgte nochmals Petr Stochl. In der zweiten Halbzeit eingewechselt wuchs er in der Schussphase über sich hinaus, zeigte sogar eine Dreifachparade als er beide Nachwürfe hielt. Am Ende stand es 34:23, alle Spieler hatten große Spielanteile und fast alle Feldspieler trugen sich in die Torschützenliste ein.

Quelle: Füchse Berlin

Rückrunde im EHF-Pokal beginnt gegen Helvetia Anaitasuna

Das Heimspiel der Füchse Berlin gegen Helvetia Anaitasuna ist bereits das erste Spiel der Rückrunde in der Gruppenphase des EHF-Pokals. Nach dem 30:28-Sieg in Spanien soll auch das Rückspiel gewonnen werden. Trainer Velimir Petkovic kann dabei auch wieder auf Fabian Wiede zurückgreifen, der in Lemgo erste Minuten Einsatzzeit nach seiner Verletzung bekam. Eine Woche liegt zwischen der Rückkehr der Füchse aus dem spanischen Pamplona und dem eigenen Heimspiel gegen die Gäste von Helvetia Anaitasuna. Wie die Spanier, so wollen auch die Füchse Berlin gute Gastgeber sein, aber dennoch die Punkte behalten. Dazu wurden seit der Rückkehr vom Liga-Spiel in Lemgo in der Nacht von Donnerstag auf Freitag nochmals zwei Trainingseinheiten eingeschoben.

„Wir erwarten, dass die Spanier mit einer offensiven Abwehr versuchen werden aus dem Konzept zu bringen“, kündigt Trainer Velimir Petkovic an, „insofern war auch das Spiel in Lemgo schon eine gute Vorbereitung.“ Auch dort hatte der TBV Lemgo mit einer offensiven Abwehr versucht zu überraschen, die jedoch nutzten in der Startphase jede Lücke und gingen deutlich in Führung, bis bei den Hausherren eine Abwehrumstellung erfolgen musste. In der Vorwoche hatten die Füchse auch in Pamplona deutlich geführt, den Gegner dann aber nochmals herankommen lassen. Das hatte Velimir Petkovic auch auf die Belastung zurückgeführt, als der einzige Ruhetage zwischen Liga-Spiel und Europa-Spiel gleichzeitig der Reisetag war. Insofern sind die Vorzeichen vor dem Heimspiel besser, dennoch erwartet die sportliche Leitung der Füchse ein schweres Stück Arbeit.

„Wir werden Helvetia Anaitasuna aber keinesfalls unterschätzen“; erläutert der sportliche Leiter Volker Zerbe, „sie haben letzte Woche gezeigt, dass sie nicht aufgeben und wir haben das auch auf den Videos in der Vorbereitung gesehen.“ Um die Entwicklung der Füchse voranbringen ist dieses Mal nicht nur ein guter Start sondern auch eine Verteidigung einer Führung erfolgreich. Mithelfen soll dabei auch Fabian Wiede, der bereits in Lemgo zu ersten Einsatzminuten nach seiner Verletzung kam. Die Füchse sind derzeit Zweiter der Gruppe B hinter St. Raphael. Die Franzosen haben bislang alle Spiele gewonnen. Nur mit einem Sieg über Helvetia Anaitasuna bringen sich die Füchse in eine gute Ausgangslage für einen möglichen Gruppensieg oder um unter die drei bestplatzierten Zweiten zu kommen, die Voraussetzung für den Einzug ins Viertelfinale.

Weitere Füchse-Termine

Freitag, 9.3., 14:45/15:00 Uhr (vor dem Heimspiel gegen VfL Gummersbach)
Dienstag, 13.3., 14:45/15:00 Uhr (vor dem Auswärtsspiel bei der SG Flensburg-Handewitt)
Dienstag, 20.3., 14:45/15:00 Uhr (vor dem Heimspiel gegen GWD Minden)
Dienstag, 27.3., 14:45/15:00 Uhr (vor dem Auswärtsspiel beim TBV Stuttgart)

Bob Hanning

Wasserfreunde Spandau 04 besiegen Steaua Bukarest

Spandau ist auf dem Weg nach Genua. 1300 Kilometer liegen zwischen Berlin und Genua. Der deutsche Wasserball-Rekordmeister Spandau 04 würde gern Anfang Juni eine Reise dorthin machen. In dieser schönen Stadt am Meer möchte das Team sich über den größten Vereinserfolg seit 15 Jahren erfreuen. 2002 standen die Berliner im Final Four der Champions League – in Genua! Jetzt sind sie auf dem allerbesten Wege, erneut in das Endturnier des Königswettbewerbs einziehen. Das Turnier wird jetzt im Final-8-Modus ausgetragen, aber wieder in Genua. Je vier Teams aus den beiden Hauptrunden-Gruppen erreichen das Finale. Erstmals erreichten zwei deutsche Teams die Hauptrunde. Allerdings hat Waspo Hannover nach neun der 14 Spieltage mit der 7:12-Heimniederlage gegen Olympiakos Piräus als A-Gruppen-Siebenter alle Finalchancen beerdigt.

Anders Spandau 04, das bislang eine fast makellose Champions-League-Hauptrunde spielt. Klare Spitzenleistungen waren die Heimsiege gegen den Titelverteidiger Szolnok und gegen ZF Eger sowie die knappe Niederlage gegen das Starensemble von Pro Recco Genua. Aber bei allen Spielen wird ein großer Team- und Kampfgeist sowie starkes Durchsetzungsvermögen deutlich. Das 11:9 am Mittwoch gegen Rumäniens Meister Steaua Bukarest – man muss nur auf die Viertelergebnisse schauen – beweist dieses sportliche Leistungsniveau. Der Sieg gegen diese routinierten Gäste, deren Altersschnitt gen 30 tendiert, wurde angemessen gefeiert. „Wir haben schlecht und schwach angefangen, aber gut aufgehört“, resümierte Kapitän Marko Stamm und hielt fest: „Manchmal reicht ein überragendes Viertel für den Sieg.“ Gemeint war der dritte Spielabschnitt, als Spandau mit 2:4-Halbzeitrückstand wie verwandelt ins Becken zurückkehrte. Binnen vier Minuten machten die Hausherren mit einem 5:1-Lauf aus dem Rückstand einen 7:5-Vorsprung. Zwar wehrte sich Steaua noch mehrfach, aber es blieb immer ein Kurzeit-Zucken, das Spandau mit eigenen gelungenen Aktionen wieder im Keim erstickte.

11:9 (1:2,1:2,7:3,2:2), Torschützen: L. Gielen 4, N. Dedovic, M. Stamm, T. Negrean 2, M. Jüngling 1.  So hieß es am Ende 11:9 für die Gastgeber. Lucas Gielen war mit vier Treffern, meist hammerharte Würfen aus der Distanz, der erfolgreichste Schütze.  Da Pro Recco als Final-8-Gastgeber endrundengesetzt ist, werden in dieser Gruppe nur noch drei weitere Final-Tickets vergeben. „Spandau 04 in der Champions-League-Endrunde wäre ein echter Glücksfall für den gesamten deutschen Wasserball und seine Positionierung in der hiesigen Sportlandschaft“, befindet Peter Röhle. Spandaus ausstehende Spiele in der Hauptrunde: Eger (A/18.3.), Alphen (H/31.3.), Szolnok (A/18.4.), Sabadell (A/28.4.) und Herceg Novi (H/9.5.). „Wir müssen jetzt einfach in jedem Spiel unsere Leistung bringen, dann ergeben sich die positiven Folgen ganz von allein. Es wäre absolut fatal, wenn wir jetzt noch scheiterten“, meint Petar Kovacevic.

Peter Röhle