Die Nachricht darf getrost unter die Kategorie „Sensation“ eingeordnet werden, eine Überraschung ist sie allzumal. Der neue Eishockeybundestrainer heißt Andre Rankel. Er folgt auf Harold Kreis, der dieses Amt 2023 übernahm. Rankel musste 2020 wegen anhaltender gesundheitlicher Probleme seine Schlittschuhe an den Nagel hängen. Mit Beginn der Saison 2023/24 statteten die Eisbären ihn mit einem Vertrag als Development und Assistant Coach aus.
In den 23 Jahren beim Hauptstadtclub gewann er als Spieler sieben Meistertitel sowie jeweils einmal die European Trophy und den DEB-Pokal. Als Co-Trainer der Eisbären feierte er drei weitere Meisterschaften. Als Spieler trug er in 865 Partien das Trikot mit dem Eisbärenlogo.

„Wir gratulieren André Rankel herzlich zu seiner Ernennung zum neuen Bundestrainer der Herren-Nationalmannschaft. Wir sind stolz und sehen es als Anerkennung unserer Arbeit, dass der DEB an uns und André herangetreten ist. Wir freuen uns für ihn.“ so äußerte sich Eisbären-Sportdirektor Stephane Richer zu dieser Entscheidung.
Erfahrung als Coach konnte neben seiner Tätigkeit im Club unter Serge Aubin auch beim DEB sammeln. In der Saison 2023/24 fungierte er als Cheftrainer der U18-Nationalmannschaft und führte die DEB-Mannschaft mit dem Gewinn der Goldmedaille bei der U18 WM der Division IA wieder zurück in die Top Division. 2024 war er zudem Assistant Coach beim Deutschland Cup.
Es wurde ein Trainer verpflichtet, der bisher noch kein DEL-Team gecoacht hat. „In den Gesprächen hat er uns mit seinen Ideen und seiner Klarheit überzeugt. An dieser Stelle möchte ich mich auch für die zielführende und professionelle Zusammenarbeit mit Peter John Lee sowie Karl-Heinz Fliegauf und Stefan Ustorf im gesamten Auswahlprozess bedanken.“ so Christian Künast, Vorstand Sport beim Deutschen Eishockey Bund.
Für Andre Rankel selbst ist es eine große Ehre, jetzt die Nationalmannschaft betreuen zu dürfen. Für den DEB ist die Personalie von besonderer Bedeutung, schließlich findet die nächste Weltmeisterschaft in Deutschland statt.
Titelfoto: © Stephan Wenske
Hans-Peter Becker
