Eisbärensieg gegen Iserlohn

DEL Saison 2025/26

25. Spieltag

05.12.2025 19:30 Uhr Uber-Arena Berlin

EHC Eisbären Berlin – Iserlohn Roosters 5:3 (2:0/1:3/2:0)

Teil 1 des Heimspielwochenendes für die Eisbären am zweiten Adventswochenende. Der Tabellenletzte und Vorletzte haben sich angekündigt. Los ging es am Freitag mit den Iserlohn Roosters, dem vorletzten der aktuellen Punktewertung. Punkte werden immer gebraucht. Das erste Spiel gegen die Roosters konnten die Eisbären in Iserlohn knapp mit 4:3 für sich entscheiden.

Es begann mit einer Panne, die Einlaufshow begann ohne Ton und dem üblichen Feuerwerk. Bei der Eisbären-Hymne war alles in Ordnung. Ein ausgedünnter Kader der Eisbären musste den Kampf aufnehmen. Nur drei komplette Reihen und dazu zwei Stürmer, da konnten die Gäste etwas mehr aufbieten. Fast hätten sie nach knapp 90 Sekunden gleich ein Ausrufezeichen setzen können, Jake Hildebrand konnte die Sache bereinigen. Nach exakt sechs Minuten gelang den Eisbären das 1:0. Yannick Veilleux, der zuvor eine Strafe wegen eines Kniechecks abgesessen hatte, versenkte den Puck. Bis zur ersten Drittelpause hatten die Eisbären die besseren Chancen und nutzten ein Powerplay, um auf 2:0 zu erhöhen. Andy schickte den Puck durch die Verteidiger hindurch ins Tor, es war wohl auch etwas abgefälscht. Der Treffer fiel fünf Sekunden vor Ablauf der Spieluhr. Zuvor hatten die Gäste zwei gute Möglichkeiten. Ein überlegen geführtes Anfangsdrittel endete für die Eisbären mit eins, zwei Toren zu wenig.

Die Gäste mussten was tun, wie es so schön heißt, die Dresdner Eislöwen hatten am Tag zuvor mit der neuen Trainer Crew gewonnen und machen den Iserlohnern Druck von unten. In Dresden wird man das Spiel mit großem Interesse verfolgt haben, zum einen, Gegnerbeobachtung für das nächste Spiel und hoffen auf einen Erfolg der Eisbären, dann wäre ihr Sieg in Augsburg noch veredelt worden. In der 24. Minute gelang den Roosters der Anschlusstreffer durch Daniel Fischbuch. Mit Genugtuung wird dann, nicht nur bei den Eisbärenfans, auch in Dresden der Treffer von Liam Kirk zum 3:1 in der 26. Minute registriert worden sein. Im Rahmen ihrer Möglichkeiten kämpften die Roosters weiter und belohnten sich mit dem erneuten Anschlusstreffer durch Robin Norell in Minute 38. Sie hatten zu viele Chancen liegen lassen. Das rächte sich endgültig in der 40. Minute. Kyle Wood schickte einen mächtigen Schlagschuss, kurz hinter der blauen Linie, in Richtung Hildebrand Tor und es schlug ein. Ein Vorsprung war abgeschmolzen und mit dem Schlussdrittel begann quasi das Spiel wieder von vorn.

Die Gäste witterten Morgenluft, mussten sich zunächst eines Überzahlspiels der Eisbären erwehren. Da hatten sie Glück, dass der Puck am Gestänge abprallte. Marcel Noebels hatte zu genau gezielt. In Unterzahl hätte Frederik Tiffels die Eisbären wieder in Führung bringen können. So wurde es zu einer Kraftfrage, wie gesagt, die Eisbären mit kurzer Bank. Eine Überzahl, zehn Minuten vor dem regulären Spielende, brachte nichts ein. Die Gäste witterten mehr und mehr Morgenluft und wurden gebremst in der 52. Minute. Ein Schlagschuss von Leonard Pföderl schlug ein, der war zusätzlich mit einer Portion Frust, resultierend aus den vergebenen Chancen, versehen. Gewissermaßen ein Test, was so ein Tornetz aushält. Nach zwei guten Möglichkeiten für die Gäste schloss in der 55. Minute Andy Eder einen Angriff mit dem 5:3 ab. Das war Balsam für die Nerven. Fliegend nahmen die Roosters ihren Goalie vom Eis. Nutzten ein verpasstes empty net Tor für eine Auszeit. Mit turbulenten Szenen vor dem Eisbärentor ging das Spiel zu Ende. Es blieb beim letztlich verdienten Sieg für die Eisbären. Drei wertvolle Punkte waren unter Dach und Fach. Über den Kampf ins Spiel finden und gewinnen, das wird auch für die kommenden Spiele gelten. Besonders gefeiert von den Fans wurde der Doppeltorschütze Andreas Eder.

Hans-Peter Becker

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Foto: Stephan Wenske

Spieldaten

Aufstellungen
Eisbären Berlin: Hildebrand (Stettmer) – Müller (C), Reinke; Mik, Smith; Panocha, Lancaster – Tiffels (A), Vikingstad, Veilleux (A); Kirk, Eder, Pföderl; Noebels, Byron, Bergmann; Hördler, Wiederer – Trainer: Serge Aubin       

Iserlohn Roosters: Hane (Jenike) – Ugbekile, Wood; Huß, Lassen; Niehus, Norell; Elten – Jentzsch, Cornel, Fischbuch; Camara, Boland, Thomas; Napravnik, Salsten, Törnqvist; Saffran, Neumann, Borzecki – Trainer: Stefan Nyman

Tore
1:0 – 06:00 – Veilleux (Mik, Tiffels) – EQ
2:0 – 19:55 – Eder (Lancaster, Reinke) – PP1
2:1 – 23:54 – Fischbuch (Cornel, Ugbekile) – EQ
3:1 – 25:37 – Kirk (Noebels, Byron) – EQ
3:2 – 37:05 – Norell (Niehus) – EQ
3:3 – 39:11 – Wood (Fischbuch, Ugbekile) – EQ
4:3 – 51:10 – Pföderl (Reinke, Kirk) – EQ
5:3 – 54:28 – Eder (Lancaster, Veilleux) – EQ

Strafen
Eisbären Berlin: 4 (2, 0, 2) Minuten – Iserlohn Roosters: 6 (2, 0, 4) Minuten 

Schiedsrichter

Marian Rohatsch, Achim Moosberger (Maksim Cepik, Patrick Laguzov)

Zuschauer
14.022

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