Der Berliner Pokalsieger 2020 soll am 22. August im Rahmen der von den 21 Landesverbänden ausgerichteten „Finaltag der Amateure“ ermittelt werden. Die ARD wird in drei Blöcken, je sieben Spiele per Konferenzschaltung übertragen. So ist es geplant, allerdings hat am 15. Juli der Landesverband Sachsen-Anhalt beschlossen, die Pokalsaison abzubrechen und nach Absprache mit den anderen Halbfinalisten, den 1. FC Magdeburg kampflos als Teilnehmer an der 1. DFB-Pokal Runde zu benennen. Folgen etwa noch andere Landesverbände diesem Beispiel ?
Wer in der ersten DFB-Pokalrunde aufeinander trifft, wird bereits am Sonntag, 26. Juli 2020 ausgelost. So wissen die jeweiligen Finalisten bereits vorher, ob sich die Anstrengung lohnt. Zuschauer dürfen wohl nicht ins Stadion, sollte gespielt werden können.
In Berlin, wie in allen anderen Landesverbänden, sind die Halbfinalbegegnungen auszutragen, teilweise sind sogar Achtel- und Viertelfinals offen. In Berlin sollen am 8. August der Berliner SC – Viktoria 89 (Hubertusallee) und BFC Dynamo – VSG Altglienicke (Jahnstadion) spielen. Die erste DFB-Pokal-Runde der Männer findet vom 11. bis 14. September statt. Bereits Mitte August müssen die Pokalsieger dem DFB ein Hygienekonzept für die notwendigen Ausnahmeregelung vorlegen. Kevin Langner, Geschäftsführer des BFV, geht davon aus, dass im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark leider ohne Zuschauer gespielt werden muss.
Der Berliner Fußball-Verband (BFV) hat den Behörden bereits vor einer Woche ein detailliertes Hygienekonzept für die Wieder-Aufnahme des Spielbetriebs unter Wettkampfbestimmungen vorgelegt. Bis in den Oktober hinein sind nach jetzigem Stand Test- und Pflichtspiele in Berlin untersagt. Der Berliner Senat ist nunmehr gefordert. Kuriosum: Der SV BW Hohen-Neuendorf bräuchte als Brandenburger Verein nicht auszuweichen, obwohl er am Spielbetrieb in Berlin teilnimmt. In Bayern, von der Pandemie ursprünglich stark betroffen, und in Brandenburg darf gespielt werden, wenn auch ohne Zuschauer.
Keiner weiss wann es in den Amateurligen weitergeht. Dafür sorgen interne Streitigkeiten beim FC Spandau 06 für Schlagzeilen. Die Fronten zwischen dem kommissarisch amtierenden Präsidenten Wilhelm Degenhardt und der Gruppe um Ex-Trainer Thomas Heim sind verhärtet. Sie wehren sich gegen die geplante Kooperation mit Club Italia. Heim und Co. befürchten, dass Spandau 06, ohne den Namen Spandau, in der Folgesaison Club Italia Berlin 06 heißen könnte. Spandau wäre aus dem Namen getilgt. Sponsor „Florida“ hat dem Verein bereits seit Januar den Rücken zugewandt. Die Vereine wollen erst einmal mit altem Namen auflaufen. Laut Heim wurde sogar die Jahreshauptversammlung bei Spandau 06 aus diesem Grund abgebrochen.
Christian Zschiedrich
