DEL Saison 2025/26
30. Spieltag
21.12.2025 19:00 Uhr Uber-Arena Berlin
EHC Eisbären Berlin – Kölner Haie 3:4 n.P.(2:1/1:1/0:1/0:0/0:1)
Nach der Niederlage beim Spitzenreiter Ingolstadt war wieder mehr Druck auf dem Kessel. Die Gäste aus der Domstadt waren erst am 1. Advent zu Gast in der Arena, bereits am 4. Advent kam es zu einer Neuauflage. Vor drei Wochen konnten die Haie zwei Punkte nach einem Penalty-Sieg mit nach Hause nehmen. Die Eisbären erwischten einen Auftakt nach Maß, seine erste Eiszeit nutzte Eric Hördler zur 1:0 Führung. Es war das erste Saisontor des Eisbären-Stürmers. In der 7. Minute wurde gleich nachgewaschen, Blaine Byron erhöhte auf 2:0. Noch in derselben Minute landete der Puck im von Jonas Stettmer gehüteten Tor und Köln konnte verkürzen. Drei Ex-Eisbären waren an dem Treffer beteiligt, Parker Tuomie vollendete die Vorarbeit von Dominik Bokk und Louis-Mark Aubry. Eine Penalty-Chance in der 10. Minute konnte Liam Kirk nicht nutzen und scheiterte an Janne Juvonen. Leider wie zuletzt gewohnt fruchtlos verging für die Eisbären ein Überzahlspiel ab der 8. Minute. Das Powerplay ist bisher ein Schwachpunkt, die Überzahlquote liegt für die Eisbären bei lediglich 13,79 Prozent, bei den Kölnern ist die Quote mehr als doppelt so hoch, 32,98 Prozent.
Mit verteiltem Spiel lief die Spieluhr bis zur 18. Minute runter. Der Arm des Streifenhörnchens ging nach oben. Es soll ein Halten von Byron vorgelegen haben. Die Unterzahl überstanden die Eisbären und so den knappen Vorsprung mit in die erste Drittelpause nehmen.
Im Mittelabschnitt waren vor allem die Kölner um den Ausgleich bemüht und machten gehörig Druck. Ein Überzahlspiel ab der 25. Minute machten sich die Gäste selbst zunichte, Maximilian Kammerer beförderte den Puck über die Bande, zwei Minuten wegen Spielverzögerung. So waren die Eisbären im Vorteil und nutzten endlich eine Überzahl und brachten den dritten Treffer auf das Scoreboard. Marcel Noebels war der Torschütze.
In der 36. Minute war das Spielgerät von Jean-Sebastian Dea etwas zu hoch am Spielgeschehen beteiligt. Die Eisbären mussten ihre dritte Unterzahl in diesem Spiel verteidigen. Wieder schwächten sich die Kölner selbst, Bokk musste wegen unsportlichen Verhaltens auf die Strafbank und nur 30 Sekunden später folgte ihm Patrick Russel wegen Beinstellens. Die doppelte Überzahl konnten die Eisbären nicht nutzen und die anschließend einfache ebenfalls nicht. Zu allem Überfluss unterlief den Eisbären ein Wechselfehler und Köln durfte sich wieder in Überzahl erproben. Dieses Mal hatten sie Erfolg, es war Dominik Bokk der in der 40. Minute einnetzte. Ein ausgeglichenes Drittel und ein knapper Vorsprung, so ging es in die letzte Drittelpause.
Ein Spiel auf des Messers Schneide, mit hohem Tempo, es wogte hin und her, schnell war auf der Spieluhr ein einstelliger Wert erreicht. Die Halle war ausverkauft und neun Minuten vor dem regulären Ende jeder Spielausgang noch möglich. Beide Torhüter waren gefordert. Die Hartmut Nickel Kurve schunkelte zum Schneewalzer. Wer bewegt den Puck in das Tor? Es waren in der 55. Minute die Kölner. Nate Schnarr überwand mit einem Schuss, Jonas Stettmer, halbhoch an seiner Fanghand vorbei.
Die letzten beiden regulären Spielminuten waren turbulent. Mehrfach ging ein oooh und achhhh durch die Halle. Es ging auch am 4. Advent in die Overtime, für das Spiel gab es nur 2 Punkte. Die letzten anderthalb Minuten hatten die Eisbären ein Powerplay mit extra Anweisungen nach einer Auszeit. Ein Tor fiel nicht in der Extraspielzeit.
Den zweiten Punkt holten erneut die Hai. Von den Eisbären traf kein Schütze, die Kölner brauchten nur einmal zu treffen. Das nächste Heimspiel findet am 2. Weihnachtstag statt. Die Mannschaft verabschiedete sich mit Festtagswünschen, es war ja immerhin ein Punkt.
Hans-Peter Becker
Foto: Stephan Wenske
Spieldaten
Aufstellungen
Eisbären Berlin: Stettmer (Hildebrand) – Müller (C), Reinke; Geibel, Mik; Smith, Lancaster; Panocha – Kirk, Byron, Tiffels (A); Noebels, Dea, Veilleux (A); Hördler, Vikingstad, Pföderl; Bergmann, Eder, Wiederer – Trainer: Serge Aubin
Kölner Haie: Juvonen (Ancicka) – Austin, Kaski; Sennhenn, Kemiläinen; Vittasmäki, Glötzl; Fischer – Kero, Schnarr, Russell; Tuomie, Aubry, Bokk; Kammerer, Tyrväinen, Niedenz; Storm, MacInnis, van Calster – Trainer: Kari Jalonen
Tore
1:0 – 02:35 – Hördler (Pföderl, Geibel) – EQ
2:0 – 06:17 – Byron (Tiffels, Reinke) – EQ
2:1 – 06:31 – Tuomie (Bokk, Aubry) – EQ
3:1 – 26:42 – Noebels (Byron, Reinke) – PP1
3:2 – 39:11 – Bokk (MacInnis, Kaski) – PP1
3:3 – 54:38 – Schnarr (Austin) – EQ
3:4 – 65:00 – Schnarr – PS
Strafen
Eisbären Berlin: 10 (2, 6, 2, 0, 0) Minuten – Kölner Haie: 12 (2, 6, 2, 2, 0) Minuten
Schiedsrichter
Kilian Hinterdobler, Christopher Schadewaldt (Tobias Treitl, Wayne Gerth)
Zuschauer
14.200
