Am 7. Spieltag der Regionalliga Nordost lief alles für den BAK. Am Sonntag, 2.10. fertigten sie im Derby im Poststadion die VSG Altglienicke mit 4:0 ab. Zwei Tore in der ersten Halbzeit und zwei nach der Pause sorgten für Hochstimmung im Lager der Athleten. Bis auf Lok Leipzig (1:0 gegen Aufsteiger Rot-Weiß Erfurt) ließen die anderen Verfolger Punkte liegen. So wuchs der Vorsprung in der Tabelle auf drei Punkte an.
Unentschieden, mit 1:1, trennten sich Jena und Energie Cottbus und auch die ambitionierten Babelsberger spielten nur 2:2 im heimischen „Karli“ gegen Lichtenberg 47. Murat Tik, Lichtenbergs Trainer, war mächtig stolz auf seine Truppe. Im Gegensatz zu den Babelsbergern, die unter Profibedingungen trainieren und mittelfristig, die Rückkehr in den Profi-Fußball anstreben, wollen die 47er unter Amateurbedingungen den Klassenerhalt verteidigen. Babelsbergs-Trainer Markus Ziesche sah bei seiner Mannschaft noch zu viele Fehler beim Spielaufbau.
Ziesche trainierte in der vergangenen Saison noch TeBe und die Veilchen bleiben das Sorgenkind der Liga. Lediglich ein Unentschieden am 4. Spieltag, ein 3:3 gegen Hertha’s U23 sprang für die Mannschaft von Neu-Trainer Abu Njie bislang heraus. Gegen Aufsteiger Greifswald waren sie erneut konditionell nicht auf der Höhe. Bis zur 77. Minute bestand die Hoffnung, wenigstens einen Punkt holen zu können. Erst traf Ex-Viktoria Stürmer Sofian Benyamina zum 2:0 (77.) und in der 82. Minute machte Ex-Bundesligaspieler Tom Weiland, vom VfL Bochum gekommen, alles klar. Die Führung zum 1:0 erzielte Abu Bakarr Kargbo, spielte in der vergangenen Saison für den BAK, nach 28. Minuten. Die Veilchen bleiben mit nur einem Punkt Tabellenletzter, das Torverhältnis von minus 18, ist aktuell der schlechteste Wert der Liga.
Herthas U23 fertigte Halberstadt mit 3:0 im Traditionsteam ab. Ganz so einfach war es nicht, die Halberstädter als Tabellenvorletzter hielten über weite Strecken gut. Kassierten in 7. Minute durch Derry Scherhant das 0:1 und kurz vor dem Pausentee das 0:2, Torschütze war. Mustafa Abdullatif. In der Nachspielzeit machte Verteidiger Lukas Ullrich mit dem 3:0 für Hertha alles. Augenzeuge des unter Flutlicht am Freitagabend ausgetragenen Spiels war auch der Trainer der Hertha-Profis Sandro Schwarz.
Zeitgleich empfing Viktoria den BFC im Jahnsportpark. Der BFC sah lange wie der Sieger aus. Abwehrspieler Niklas Brandt hatte die Weinroten in der 55. Minute in Führung gebracht. Die Himmelblauen konnten mit der letzten Aktion zurückschlagen. Fatih Baca, Neuzugang vom BAK war der glückliche Torschütze am Freitagabend unter Flutlicht. Das Unentschieden hilft beiden Teams nicht so richtig weiter. Der BfC rennt weiter den eigenen Ansprüchen hinterher und Viktoria hätte sich wohl auch ein paar Punkte mehr ausgerechnet.
Am kommenden Wochenende steht nur ein Berliner Derby an, der BFC empfängt TeBe und Viktoria reist nach Halberstadt.
Hans-Peter Becker
