München hat das Rennen gemacht und darf sich um die Ausrichtung der Olympischen Spiele entweder 2036, 2040 und 2044 bewerben. Von den ursprünglich vier Bewerbern blieben nur zwei übrig. In Hamburg gab es einen negativen Volksentscheid und in Berlin? Hier war ein Volksentscheid rechtlich nicht möglich. Im Juni 2025 wird Kaweh Niroomand ehrenamtlich zum Olympiabeauftragten ernannt und setzt viel Herzblut in die Bewerbung. Während in Berlin darüber gerätselt wird, wie eine positive Stimmung Pro Olympia erzeugt werden kann, wird in München abgestimmt. Eine Mehrheit stimmt für eine Bewerbung, das gleiche Ergebnis wird auch in der Region „KölnRheinRuhr“ erzielt. In 17 Städten wurden die Menschen zur Abstimmung gebeten.
In Berlin blieb alles in der Schwebe. Kaweh Niroomand und seine Mitstreiter standen trotz großen Engagements letztlich auf verlorenem Posten. Nach den Ereignissen vom Januar 2026 mutierte der Regierender Bürgermeister, ein Unterstützer der Bewerbung, zur politischen lame duck. Im Nachhinein war es der Anfang vom Ende vom Olympiatraum. Die linke Wahlsiegerin setzte mit ihrer Äußerung, – „Ich denke, dass sich die Entscheidung erledigt hat.“ – den Fangschuss, zerstörte die letzten Hoffnungen. Berlin, dass sich bei jeder passenden Gelegenheit Sportstadt nennt, zog seine Bewerbung zurück. Insgesamt wurde im DOSB-Evaluierungsbericht Berlins Konzept mit Gut bewertet, allerdings hinter München und KölnRheinRuhr.
Die Chancen Berlins, waren nie sehr groß, trotzdem war die inzwischen legendäre Äußerung deplatziert. Sie zeugt von wenig Instinkt. An Frau Eralp führt erst einmal kein Weg vorbei, bleibt nur zu hoffen, sollte Sie als Regierende ins Rote Rathaus einziehen, dann ein anderer Stil der Kommunikation an den Tag gelegt wird.
Hans-Peter Becker
Foto: © Becker
