Niederlage in Düsseldorf – Vorsprung verspielt

Bis zur letzten Drittelpause sah es gut für die Eisbären. Sie führten mit 3:1 und hielten alle Trümpfe in der Hand, nach dem überzeugenden Auftritt in der heimischen Arena nun endlich den ersten Auswärtssieg folgen zu lassen. Im Schlussabschnitt waren die Düsseldorfer zunächst auf 2:3 herangekommen, doch Zengerle stellte in der 48. Minute den 2 Tore-Vorsprung wieder her.

Nach den regulären 60 Spielminuten hieß es 4:4 und in der Overtime hatten die Rheinländer das bessere Ende für sich. In der 62. Minute überwand Maxi Kammerer seinen Ex-Mannschaftskameraden im Tor der Eisbären.

Entsprechend groß war die Enttäuschung bei Eisbären Serge Aubin. „Es ist heute sehr frustrierend. Die Jungs waren gut vorbereitet, sind stark aus der Kabine gekommen und haben sehr gut gespielt. 40 Minuten lang hatten wir die Partie unter Kontrolle und haben plötzlich aufgehört zu spielen. Wir haben in den falschen Momenten Fehler gemacht, die nicht zu akzeptieren sind. Wenn du auswärts 3:0 führst, solltest du das Spiel auch gewinnen. Wir müssen aus den Fehlern lernen.“ Da war es auch ein schwacher Trost, das Düsseldorfs Trainer Harold Kreis in seinem Statement zum Spiel anmerkte, dass heute nicht die bessere Mannschaft gewonnen hat.

Mark Zengerle, der sein erstes DEL-Tor für die Eisbären erzielte sah das Spiel so: „Wir haben uns den Sieg im dritten Drittel durch Finger rutschen lassen. Das war alleine unser Fehler. Wir müssen besser spielen und hätten einen Weg finden müssen, das Spiel im letzten Abschnitt zu entscheiden.“

Sein Stürmer-Kollege Marcel Noebels wurde noch deutlicher: „Wir haben nach 40 Minuten aufgehört, unser Spiel zu spielen, haben zu viel Raum gelassen und den Gegner zurück in die Begegnung kommen lassen. Das war absolut unnötig. Zwei Drittel haben wir sehr gut gespielt, aber das reicht in dieser Liga nicht. Wir müssen uns vorwerfen lassen, im letzten Drittel nicht mehr unser Spiel weiter durchgezogen zu haben.“

Bleibt als kleiner Trost, es kam wenigstens ein Punkt auf die Habenseite.

Hans-Peter Becker

DEL 7. Spieltag

Düsseldorfer EG – Eisbären Berlin 5:4 n.V. (1:3, 0:0, 3:1, 1:0)

Aufstellungen:

Düsseldorfer EG: Pantkowski (Hane) – Jensen, Cumiskey; Ebner, Nowak; Zanetti, Johannesen; Eder –Alanov, Olimb, Fischbuch; Kammerer, Barta, Flaake; Karachun, Carey, From; Jahnke, Buzas, Ehl –Trainer: Harold Kreis

Eisbären Berlin: Niederberger (Babulis) –Müller, Ramage (A); Hördler (C), McKiernan; Espeland,Wissmann (A); Gawanke –Noebels, Reichel, Pföderl; White, Zengerle, Fiore; Tuomie, Olver, Foucault; Hänelt, Kinder, Labrie – Trainer: Serge Aubin

Torfolge:

0:1 – 04:43 – Foucault (Zengerle, McKiernan) –PP1
0:2 – 13:57 – Labrie (Müller, Noebels) – EQ
0:3 – 15:55 – Noebels (Pföderl, Gawanke) – PP1
1:3 – 17:26 – Flaake (Jensen, Kammerer) – EQ
2:3 – 43:47 – Jensen (From, Olimb) –PP1
2:4 – 47:06 – Zengerle (Espeland, White) – EQ
3:4 – 50:50 – Kammerer (Flaake, Johannesen) – EQ
4:4 – 53:33 – Olimb (Carey, Fischbuch) – EQ
5:4 –61:06 – Kammerer (Jensen, Pantkowski) – EQ

Strafen:
Düsseldorfer EG: 10 (6, 4, 0) Minuten

Eisbären Berlin: 10 (4, 4, 2) Minuten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert