München siegt in Berlin – Eisbären mangelte es am Einsatzwillen

DEL Saison 2025/26

20. Spieltag

21.11.2025 19:30 Uhr Uber-Arena Berlin

EHC Eisbären Berlin – RB München 1:3 (0:1, 1:1, 0:1)

Freitagabend, in Berlin gab der Winter mit leichten Minusgraden seinen Einstand, dazu gab es Eishockey bei erträglichen Temperaturen in Uber-Arena. Da hatten es die Fans der schwarzen Scheibe besser, als die Fußballfreunde. In der Alten Försterei spielten Unions Frauen gegen den HSV und im Olympiastadion mühte sich Hertha gegen Eintracht Braunschweig. (Unions Frauen spielten 1:1 und Hertha 1:0)

Im Eishockey gibt selten einen verhaltenen Spielbeginn, es geht gleich zur Sache. So war es etwas verwunderlich, dass es bis zur 14. Minute dauerte und der erste Treffer der Partie verkündet werden konnte. Sie hatten zu viele Chancen liegen lassen, die Eisbären in roten Trikots. Es hätten wenigstens zwei Tore sein müssen, gemessen an den hochkarätigen Gelegenheiten. So nutzten die Gäste ihr erstes Powerplay und gingen durch Patrick Hager in Führung. Bis zur ersten Drittelpause ließen die Eisbären zwei weitere Chancen liegen. Die Gäste nahmen ihre knappe Führung mit in die erste Pause. Das erste Drittel konnte sich aus Sicht der Eisbären, abgesehen vom Zwischenstand, durchaus sehen lassen.

Die vorläufige Erlösung fiel in der 26. Minute, Andreas Eder fing einen Querschläger während eines Münchner Angriffs ab, ein Pass auf Jonas Müller, der geschickt den Puck zu Andreas Eder zurückspielte und ab in die Maschen. Die Freude über den Ausgleich währte nicht einmal eine Minute, da knallte Markus Eisenschmid den Puck über die Linie. Eine Riesenchance für München, auf 3:1 zu erhöhen, ließ Veit Oswald liegen. Ebenso ließen die Eisbären ihr erstes Powerplay im Spiel liegen, so gingen die Gäste erneut mit einer Führung in die Kabine. Ein Vorkommnis ist extra zu erwähnen, in der 38. Spielminute musste Münchens Goalie Mathias Niederberger verletzt ausgewechselt werden. Für ihn kam der Antoine Bibeau, ein erfahrener kanadischer Goalie, in die Partie.

Im Schlussdrittel rannten die Eisbären einem Rückstand hinterher und es lief die Uhr. Die besagte Uhr hielt lange an bei 14:54, dann wurde entschieden, dass Münchens Nikolaus Heigl den Puck in die Zuschauer befördert hat, zwei Minuten Pause auf der Strafbank. Die Eisbären und ihr Powerplay, das ist aktuell so eine Sache und so passierte, abgesehen von einem Torschuss, der im Handschuh des Goalies landete, nichts. Es fehlte die letzte, gute, finale Aktion.

Die Zeit ging dahin, München setzte hier und da Nadelstiche, Jake Hildebrand war auf dem Posten. Es ging nichts mehr im Schlussabschnitt. Die empty net Situation nutzte erneut Eisenschmid und machte mit seinem Treffer ins leere Eisbärentor den Deckel drauf. Es ist gerade nicht die Saison der Eisbären.

Der Münchner Trainer Oliver David war zufrieden und lobte die Einsatzbereitschaft seiner Mannschaft. Wir haben die richtigen Spielzüge gefunden, ohne dabei unnötige Risiken einzugehen.

Serge Aubin war enttäuscht, bemängelte vor allem die Einsatzbereitschaft seiner Mannschaft. Wir haben zu viele Zweikämpfe verloren. Der nächste Gegner Straubing ist aktuell Tabellenführer, dort muss der Einsatz stimmen, um eine Chance zu haben.

Hans-Peter Becker

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Foto: Stephan Wenske

Spieldaten

Aufstellungen
Eisbären Berlin: Hildebrand (Stettmer) – Müller (C), Wiederer; Mik, Lancaster; Smith, Reinke; Panocha – Tiffels (A), Kirk, Ronning; Noebels, Byron, Pföderl; Bergmann, Vikingstad, Eder; Veilleux (A), Leden Hördler – Trainer: Serge Aubin       

EHC Red Bull München: Niederberger (ab 38. Spielminute: Bibeau) – Heatherington, Murphy; Wagner, Pokka; Sinn, Abeltshauser; Daubner – Oswald, Fontaine, Kastner; Hirose, Brooks, McKenna; Ehliz, Ferguson, Krening; Heigl, Hager (C), Eisenschmid – Trainer: Oliver David

Tore
0:1 – 13: 57 – Hager (Murphy, Pokka) – PP1
1:1 – 25:14 – Eder (Müller, Wiederer) – EQ
1:2 – 26:08 – Eisenschmid (Hager, Murphy) – EQ
1:3 – 58:31 – Eisenschmid (Ehliz, Ferguson) – EN

Strafen
Eisbären Berlin: 2 (2, 0, 0) Minuten – EHC Red Bull München: 4 (0, 2, 2) Minuten 

Schiedsrichter

Marc Iwert, Christopher Schadewaldt (Wayne Gerth, Markus Merk)

Zuschauer
14.200

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