Füchse in ihrem Lauf hält keiner auf

33:29-Sieg gegen Sporting Lissabon

Wilhelm Busch ließ seine literarische Figur Max, gemeinsam mit dem Moritz, sieben Streiche erleben. Danach war es mit den beiden Buben vorbei. Da ergeht es rund 160 Jahre später bei den Füchsen dem realen Max (Darj) mit seinen vielen Moritzen wesentlich besser. Denn der Sieg gegen Sporting Lissabon war in der Champions League bereits der achte Streich ….

Der portugiesische Rekordmeister (23 Titel) wollte es besser machen, als bei der vor Wochenfrist gegen die Berliner erlittenen Heimniederlage. Mit einer aktiven, körperlich bis an die Grenzen gehenden Abwehr erstickten die Gäste anfangs das Füchse-Kombinationsspiel und waren andererseits mit ihren Angriffen erfolgreich. Erst allmählich kam der deutsche Meister in Schwung und konnte sich Mitte des ersten Abschnitts erstmals über eine drei-Tore-Führung freuen – 11:8/19. In besonderer Spielfreude präsentierte sich dabei Matthes Langhoff, dem bis zur Pause vier Tore gelangen. Mit Lasse Ludwig im Tor glänzte bei den Gastgebern vor den 5625 Zuschauern ein weitere 23-jähriger Junioren-Weltmeister. Mit einem 16:13 konnten die Berliner zur Pause zufrieden in die Kabine gehen.

Nach dem Wechsel versuchten die im bekannten grün-weiß quergestreiften Vereinstrikot antretenden Gäste dem Spiel eine Wende zu geben. Die Füchse hielten erst-mal erfolgreich dagegen und wahrten ihren Vorsprung, wobei sich besonders Lasse Andersson als treffsicherer Schütze erwies. Ein paar technische Fehler im Füchse-Spiel, Fehlwürfe, ein vergebener Siebenmeter – im Einzelnen vielleicht verkraftbar, in der Summe jedoch im ergebnismäßig relevant – reichten Sporting, den Spielstand auszugleichen – 23:23/46. Gefahr erkannt – Gefahr gebannt war für die Berliner die Maxime in dieser Phase. Innerhalb weniger Minuten „zauberten“ Gidsel, Andersson, Marsenic und Co aus dem Remis ein fünf-Tore-Plus – 30:25/55.

In den letzten Minuten erhielten die Nachwuchsspieler Max Günther und Felix Bernkop-Schnürch von Trainer Krickau noch Einsatzzeit. Am Ende gelang den Füchsen mit dem 33:29 der achte Champions-League-Streich. Und, Wilhelm Buschs Spruchweisheit frei folgend, könnte der neunte am nächsten Donnerstag im Heimspiel gegen Veszprem gelingen. Zuvor müssen die Berliner am Sonntag in der Bundesliga bei den Rhein Neckar Löwen ran.

Für die Füchse erfolgreich: Andersson 9, Ariño1, Grøndahl 7(5), Gidsel 8, Langhoff 4, Marsenic 4

Herbert Schalling

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