Zwei wichtige Siege gab es zu vermelden vom vergangenen Wochenende. Wenn man vom Profifußball, den die DFL zu verantworten hat, zu sprechen kommt, kann das Thema Investorenstreit nicht ausgeklammert werden. Am Freitag, 16.02.2024 flogen die Gegenstände im Berliner Olympiastadion und das Spiel der Hertha gegen Magdeburg konnte nur Dank eines einfallsreichen Schiedsrichters halbwegs regulär bis zum Schlusspfiff geführt werden. Einen Tag später waren es vor allem die nach Sinsheim gereisten Ultras des 1. FC Union, die für Aufmerksamkeit sorgten. Ja, wem gehört der Fußball, genauer gesagt die Bezahlvariante davon? Jedenfalls nicht allein den Ultras! Mir geht das Verhalten inzwischen auf den Senkel. Im Profifußball geht nun einmal nichts ohne Geld. Der geplante Investoren-Deal sollte seitens der DFL transparent gemacht werden. Das könnte die Ultras zum Einlenken bewegen, ansonsten bleiben Besuche der unteren Amateurligen. Vielleicht sorgt das mehr eingenommene Geld ja für Waffengleichheit und bringt so mehr Spannung in den Kampf um die Meisterschaft.
Jetzt zum sportlichen, Hertha bot den über 50.000 Zuschauern (darunter 17.000 aus Magdeburg) ein schönes Spektakel und siegte mit 3:2. Sicher spielte es der Alten Dame zusätzlich in die Karten, dass die Gäste ab der 37. Minute einen Feldspieler weniger zur Verfügung hatten. Der Doppelpack von Fabian Reese brachte den ersehnten Dreier, um den bis zum Schluss gezittert werden musste. Es war der zweite Sieg in Folge und es darf wieder vorsichtig nach oben geschaut werden.
Die Eisernen war in Hoffenheim der Fußballgott zugetan. Mit wenig Ballbesitz musst du eben effektiv sein und passend einwechseln. Der bisher wenig überzeugende Brenden Aaronson war der Schütze des goldenen Tores. So wird wohl den Eisernen ein harter Abstiegskampf erspart bleiben. Die acht Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz und sogar neun auf den Vorletzten sind Balsam für die Nerven. Die Abwehr war stabil, allerdings haben die Hoffenheimer auch keine allzu schwierigen Aufgaben gestellt. Der Clubinvestor Dietmar Hopp saß mit versteinerter Miene auf der Tribüne, zudem wird die Luft für Pellegrino Matarazzo dünner, jetzt seit neun Spielen sieglos. Den letzten Dreier holten die Hoffenheimer gegen den VfL Bochum, die überraschend die Krise des Serienmeisters aus München verstärkt haben.
Die Eisernen spielen jetzt gegen den bisher erstaunlich gut durch die Saison gekommenen Bundesliganeuling aus Heidenheim. Mal sehen, was sich bis dahin nicht nur sportlich, sondern auch im Hinblick auf die Kommunikation seitens der DFL getan hat. Der erste Spielabbruch steht sonst vor der Tür.
Hans-Peter Becker
