Köln zum zweiten Mal besiegt

Die Kölner Haie wurden im Januar zum zweiten Mal bei den Eisbären vorstellig. Gingen in der ersten Partie die Eisbären bereits in der Anfangsminute in Führung, so war es diesmal umgekehrt. Das Tor im Spiel schossen die Kölner. Es dauerte bis zur siebenten Spielminute da netzte Marcel Müller ein. Die Schiedsrichter benötigten kurz ein Blick auf den Monitor, es war eindeutig, der Puck prallte vom hinteren Torgestänge auf das Eis zurück. Die Eisbären schlugen in der 12. Minute durch Leo Pförderl zurück, sehenswert die Vorarbeit von Lukas Reichel.

Die Kölner konnten in der 16. Minuten einen Abwehrklops der Eisbären zur erneuten Führung nutzen. Erneut war es Marcel Müller, der sich in die Torschützenliste eintrug. Was M. Müller kann ich auch, dachte sich der Schütze zum erneuten Ausgleich, Pförderl verdoppelte und glich das Spiel wieder aus. Ein Überzahlspiel ließen die Kölner vor der ersten Drittelsirene ungenutzt verstreichen.

Die Kölner präsentierten sich weiter stark, einen klaren Sieger, wie beim vorangegangenen Spiel würde es heute nicht geben. Im Tor der Kölner stand wieder Justin Pogge, der im Mittelabschnitt einiges zu halten bekam. Er wurde mit zunehmender Spieldauer zum Turm in der Schlacht. Das Drittel verging torlos.

Aufseiten der Kölner kam der Ex-Eisbär Landon Ferraro zu seinem ersten Einsatz. Die Kölner holten ihn aus der DEL 2 von Frankfurter Löwen. Er spielte in der dritten Kölner Sturmreihe. Im Schlussabschnitt drückten die Eisbären, sie schnürten die Kölner in ihrer Verteidigungszone ein, taten sich aber schwer ins Tor zu treffen. Pogge wurde mit Schüssen eingedeckt und hielt alles bis zur 51. Minute. Endlich fiel der verdiente dritte Treffer. Marcel Noebels ließ es krachen. Alles perfekt machte dann Lukas Reichel wenige Sekunden vor Ultimo. Er traf in das leere Tor. Auf dem Score-Board stand der 4:2 Endstand.

Kölns Trainer Uwe Krupp konnte seiner Mannschaft nach dem Spiel keine Vorwürfe machen. Die Einstellung und der Einsatz haben jedenfalls gestimmt.

Hans-Peter Becker

Stimmen

Serge Aubin (Trainer Eisbären Berlin):

„Wir sind froh, dass wir auch das vierte Heimspiel gewonnen haben und zu Hause weiter ungeschlagen sind. Wir sind am Anfang nicht so gut ins Spiel gekommen, haben in der Verteidigung nicht so gut gestanden und relativ häufig den Puck verloren. Ab dem zweiten Drittel konnten wir dagegenhalten und haben besser zu unserem Spiel gefunden. Am Ende kann der kleinste Fehler entscheiden und wir hatten etwas Glück. Aber deswegen ist die Liga so stark und die Teams fast gleichwertig.“

Lukas Reichel (Stürmer Eisbären Berlin):

„Unsere Reihe hat heute gut harmoniert. Wir haben uns Chancen erarbeitet, und heute gingen die Pucks auch rein. Ich hoffe, dass es so weitergeht. Im Großen und Ganzen war es ein gutes Spiel, welches wir verdient gewonnen haben. Im ersten Drittel waren wir nicht so ganz da und hatten Glück, dass es 2:2 stand. Im zweiten und dritten Abschnitt hatten wir das Spiel dann unter Kontrolle.“

DEL 10. Spieltag 19.01.2021 20:30 Uhr MB-Arena Berlin

Eisbären Berlin – Kölner Haie 4:2 (2:2, 0:0, 2:0)

Aufstellungen:

Eisbären Berlin: Niederberger (Ancicka) – McKiernan, Hördler (C); Ramage (A), Müller; Wissmann (A), Espeland; Mik – Noebels, Reichel, Pföderl; White, Zengerle, Foucault; Tuomie, Olver, Fiore; Hänelt, Kinder, Labrie – Trainer: Serge Aubin

Kölner Haie: Pogge (Weitzmann) – D. Tiffels, Mo. Müller; Sennhenn, Zerressen; Gagné, Gnyp; Glötzl – Akeson, Matsumoto, Barinka; Ma. Müller, Sheppard, F. Tiffels; Ferraro, Zalewski, Dumont; Köhler, Chrobot -Trainer: Uwe Krupp

Torfolge:

0:1 – 06:41 – Ma. Müller (Sheppard, F. Tiffels) – EQ

1:1 – 11:53 – Pföderl (Noebels, Reichel) – EQ

1:2 – 15:42 – Ma. Müller (F. Tiffels, Sheppard) – EQ

2:2 – 17:11 – Pföderl (Reichel, Müller) – EQ

3:2 – 50:10 – Noebels (Reichel) – EQ

4:2 – 59:43 – Reichel (Wissmann) – EQ/EN

Strafen:

Eisbären Berlin: 4 (2, 2, 0) Minuten –

Kölner Haie: 4 (0, 2, 2) Minuten

Schiedsrichter: Benjamin Hoppe, Marian Rohatsch (Maksim Cepik, Wayne Gerth)

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