BR Volleys machen Finaleinzug perfekt

Foto: Eckhardt Herfet

Zum achten Mal in Folge stehen die Berlin Recycling Volleys in den Endspielen um die Deutsche Meisterschaft. Nach zwei knappen ersten Sätzen gewannen die Hauptstädter das zweite Playoff-Semifinale bei den United Volleys Rhein-Main mit 3:0 (28:27, 27:25, 25:16). Parallel war auch der VfB Friedrichshafen in seinem zweiten Halbfinale gegen die Alpenvolleys Haching erfolgreich – damit ist das Traumfinale perfekt.

Beide Mannschaften begannen in den Formationen, die sich schon im ersten Satz in Berlin nach der Verletzung von Patrick Steuerwald einen harten Kampf lieferten (einzig Escher ersetzte Krick bei Frankfurt). Besagten Fight bekamen auch die Zuschauer in der Fraport in den ersten zwei Sätzen geboten.  Nach verhaltenem Start (3:5) wurde ein Okolic-Block der Auftakt für eine starke Aufschlagserie von Graham Vigrass, mit der die BR Volleys die Führung übernahmen (8:6). Insgesamt schwächelten beide Teams aber gewaltig am Service, weshalb sich kein hochklassiger Durchgang entwickelte (16:14, 21:20). Den ersten Satzball erarbeiteten sich dennoch die BR Volleys: Carroll vergab eine große Chance nach erfolgreicher Abwehr, doch Vigrass nutzte den vierten Satzball zur 1:0-Führung (28:26).

Der Kanadier war auch im zweiten Satz ein immens wichtiger Faktor der Moculescu-Mannschaft, erzwang mit seinem Service nicht nur die nächste Führung (8:6), sondern half seiner Mannschaft auch aus der darauffolgenden Schwächephase (9:12, 13:13). Steven Marshall ersetzte in der Folge Kapitän Kromm. Bei den Frankfurtern trumpfte insbesondere Routinier Sebastian Schwarz groß auf, aber Carroll hatte per Ass die passende Antwort (18:18). Um den nächsten Rückstand aufzuholen, brachte Moculescu Kyle Russell für den Block, der direkt zupackte (21:21). Adam White platzierte den wichtigen Aufschlag zum nächsten Satzball (24:23) und Vigrass mogelte den Ball schließlich am Block vorbei (27:25). Damit hatten die Hauptstädter den Gastgebern den Zahn gezogen und dominierten im dritten Satz von Beginn an. Wiederum ein Vigrass-Aufschlag eröffnete den Reigen und Carroll war sowohl im Block (7:3) als auch Angriff zur Stelle (13:10). Auch mit Kromm vergrößerte Moculescu noch einmal erfolgreich den Block zum Punktgewinn, ehe Vigrass wieder zweimal zur Stelle (18:12, 20:14) war. Konzentriert beendeten die Berliner mit einem stabilen „Sports&Travel MVP“ Luke Perry das Match durch einen raffinierten „Leger“ von Pujol (25:16).

Stelian Moculescu war anzumerken, dass er trotz des klaren Erfolgs nicht ganz zufrieden war: „Wir haben uns intensiv vorbereitet und dennoch oft falsch reagiert. Zeitweise waren wir auch fahrig in der Annahme. Über den Aufschlag haben wir das Spiel dann doch gewonnen. Ich bin froh, dass das heute gutgegangen ist, denn es war nicht einfach.“ Weil auch der VfB Friedrichshafen sein zweites Halbfinale mit 3:0 gegen die Alpenvolleys Haching gewann, ist das „Duell der Giganten“ perfekt. Moculescu freut sich auf die Finalserie gegen seinen Ex-Verein: „Zuerst einmal sind wir glücklich über das heutige Weiterkommen, dann werden wir den nächsten Versuch unternehmen, Friedrichshafen zu bezwingen.

Christof Bernier

Veröffentlicht von

Christian Zschiedrich

Er kann von sich mit Fug und Recht behaupten, immer ein Leben für und durch den Sport geführt zu haben. Er spielte Fußball, nicht mal untalentiert, brachte es dabei zu einigen Ehren, studierte Sport in Leipzig, arbeitete als Sportlehrer und trainierte Fußballmannschaften. Zwischendurch erwarb er beim DFB seine Trainerlizenz. Nach und nach entdeckte er dabei sein Herz für den Sportjournalismus, schrieb Artikel für verschiedene Zeitungen und hob in Berlin eine eigene Sportsendung im Lokal-TV aus der Taufe. Über 2.000 Sendungen wurden unter seiner Leitung produziert. An`s Aufhören verschwendet er keinen Gedanken, schließlich bietet das Internet viele neue Möglichkeiten.

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