Eisbären verlieren nach Verlängerung gegen Augsburg

DEL Saison 2025/26

14. Spieltag

25.10.2025 20:00 Uhr Uber-Arena Berlin

EHC Eisbären Berlin – Augsburger Panther 3:4 n.V. (2:1/0:1/1:1/0:1)

Vor dem Spiel wurde an den kürzlich verstorbenen ehemaligen Vereinspräsidenten Helmut Berg gedacht. Ohne seinen Einsatz in der wilden Zeit Anfang der 90er Jahre würde es die Eisbären in ihrer heutigen Form wohl nicht mehr geben.

Eine weitere Ehrung gab für den Eisbären Stürmer Leonard Pföderl, bringt es inzwischen auf die stolze Zahl von 700 absolvierten Spielen in der DEL. Das Spiel, ungewöhnlicher Tag und Zeit, zur besten Fernsehzeit am Samstagabend, war beim Blick auf die aktuelle Tabelle durchaus ein Spitzenspiel. Augsburg mit einer bemerkenswerten Siegesserie und ebenso die Eisbären, deren Serie allerdings am Spieltag zuvor in München unterbrochen wurde. Seit vier Spielen in Folge ungeschlagen und Fünfter der Tabelle mit dieser Empfehlung traten die Augsburger in Berlin an. Ihre letzte Niederlage hatten sie ausgerechnet, in der Overtime, gegen die Eisbären kassiert.

Den besseren Start erwischten die Eisbären. Nach nur fünf Minuten durfte das erste Mal gejubelt werden. Neuzugang Jean-Sebastien Dea gab mit seinem Tor zum 1:0 einen gelungenen Einstand. Die Vorlage lieferte Ty Ronning. Sollte es gar ein Galaabend werden, nur drei Minuten später stocherte Markus Vikinstad den Puck ins Tor. Vorsichtshalber wurde der Treffer per Video überprüft, es war alles regelgerecht. Die Gäste waren wenig beeindruckt und kämpften. In der 13. Minute jubelte der Augsburger Anhang. Alexander Blank versenkte den Puck im Eisbären-Tor. Eine Strafzeit mussten die Eisbären noch überstehen und dann ging es mit der knappen Führung in den Mittelabschnitt.

Im Mittelabschnitt mussten die Eisbären zunächst den Ausgleich hinnehmen. In der 26. Minute kassierte Eisbären-Kapitän Jonas Müller eine Strafe wegen eines hohen Stocks und jetzt nutzten die Gäste ihr Powerplay. Donald Busdeker traf und die Partie begann quasi wieder von vorn.

Die Augsburger beeindruckten mehr und mehr durch ein enormes Tempo. Nach dem Ausgleichstreffer bekamen sie deutlich Oberwasser. So gut es mit dem Toreschießen in den ersten zehn Minuten funktionierte, desto verhinderter war es für die Eisbären im Mittelabschnitt. Selbst eine 5 zu 3 Überzahl konnte nicht für was Zählbares genutzt werden. So ging der Mittelabschnitt an die Gäste und der Zwischenstand verzeichnete ein 2:2.

Härter arbeiten, dann geht auch wieder einer rein, diese Ansage von Manuel Riederer im Pauseninterview versuchten sie gleich in die Tat umzusetzen. Ganze 30 Sekunden waren im Schlussdrittel gespielt, da ließ es Andreas Eder krachen, nach seinem Schlagschuss landete der Puck im Tor. Die Freude über die erneute Führung währte nicht lange. Nur drei Minuten später glichen die Gäste durch Cody Kunyk wieder aus.

Sie machten es spannend in der restlos ausverkauften Arena. Eine Vorentscheidung zeichnete sich lange nicht ab. Es wurde aus allen Lagen geschossen, es fehlte die letzte Präzision. Die Entscheidung fiel nicht mehr in der regulären Spielzeit.

Das bessere Ende erwischten die Gäste. Sie holten sich den zweiten Punkt und drehten den Spieß um. In Augsburg hatten sie in der Verlängerung verloren. Das Tor erzielte Alexander Blank.

Hans-Peter Becker

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Fotos: Stephan Wenske

Spieldaten

Aufstellungen
Eisbären Berlin: Hildebrand (Stettmer) – Müller (C), Wiederer; Mik, Reinke; Smith, Lancaster; Kretzschmar – Tiffels (A), Dea, Ronning; Noebels, Kirk, Pföderl; Bergmann, Vikingstad, Eder; Veilleux (A), Leden, Hördler – Trainer: Serge Aubin       

Augsburger Panther: Jones (Dietzschold) – Mayhew, Bowey; Button, Schemitsch; van der Linde, Renner; Pilu – Kunyk, Wohlgemuth, Busdeker; Louis, Grenier, Blank; Cramarossa, Damiani, F. Elias; Zwickl, Henriquez Morales, Hanke – Trainer: Bill Peters

Tore
1:0 – 04:56 – Dea (Ronning, Tiffels) – EQ
2:0 – 07:27 – Vikingstad (Müller, Bergmann) – EQ
2:1 – 12:32 – Blank (Grenier) – EQ
2:2 – 27:23 – Busdeker (Wohlgemuth, Mayhew) – PP1
3:2 – 40:30 – Eder (Müller, Bergmann) – EQ
3:3 – 43:39 – Kunyk (Wohlgemuth, Busdeker) – EQ
3:4 – 62:39 – Blank (Grenier) – EQ

Strafen
Eisbären Berlin: 6 (2, 2, 2, 0) Minuten – Augsburger Panther: 6 (0, 6, 0, 0) Minuten 

Schiedsrichter

Andris Ansons, Ghislain Herbert (Tobias Treitl, Kenneth Englisch)

Zuschauer
14.200

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