Eisbären starten mit einem Sieg ins neue Jahr

DEL

33. Spieltag 03.01.2025 19:30 Uhr Uber-Arena Berlin

EHC Eisbären Berlin – Iserlohn Roosters 3:2(0:2/2:0/1:0)

Zum ersten Spiel im neuen Jahr 2025 kreuzten die Iserlohn Roosters in der Uber-Arena auf. Die Eisbären wollten ihre kleine Siegesserie fortsetzen, während die Sauerländer jeden Punkt für den Klassenerhalt benötigen. Bei der Konstellation in dieser Saison wird es wohl den Tabellenletzten erwischen und der Abstieg in die DEL 2 könnte folgen. Für die ersten sieben Spielminuten blieb ein Teil der Hartmut Nickel Kurve dem Geschehen fern. Dem Management der Eisbären sollte erneut signalisiert werden, dass man mit der geplanten Preiserhöhung für die Eintrittskarten nicht einverstanden ist. In der Halle anwesend waren die Fußballprofis von Holstein Kiel, die für das Wochenende ein Testspiel beim 1. FC Union vereinbart hatten.

Die Fußballprofis mussten mitansehen, wie ihre Profikollegen von den Eisbären das Drittel in den Sand setzten. In der Anfangsphase konnten den Eisbären leichte Vorteile bescheinigt werden. Die Gäste hatten mit Hendrik Hane einen gut aufgelegten Goalie mitgebracht. Er verhinderte mit drei guten Saves einen Rückstand. Dafür trafen die immer mutiger werdenden Gäste. In der 16. Minute traf Taro Jentzsch zum 1:0 und in der 19. Minute kassierten die Eisbären eine dumme Strafe wegen zu vielen Spielern auf dem Eis. Die Überzahl konnten die Gäste für ihren zweiten Treffer nutzen. Tyler Boland erwischte mit seinem Schuss Jake Hildebrand in der kurzen Torwartecke. Die Statistik nach dem 1. Drittel sprach eindeutig für die Eisbären, allerdings zählen nur die Tore.

Der Mittelabschnitt bot das gleiche Bild, bemühte, aber glücklose Eisbären. Selbst eine Strafzeit für die Iserlohner verging fruchtlos. Der Puck wollte nicht über die Linie. Höllisch aufpassen mussten die Eisbären auf die Konter der Gäste. In der 36. Minute schwächten sich die Gäste selbst. Innerhalb einer Minute wanderten drei Iserlohner auf die Strafbank. Endlich, ein PP2 Powerplay konnten die Eisbären zum Anschlusstreffer nutzen. Den Ausgleich konnten die Roosters in Unterzahl noch verhindern. Dafür klappte es bei voller Besetzung der Gäste. Gabriel Fontaine überwand Hendrik Hane. Er fälschte einen Schuss von Frederik Tiffels unhaltbar für den Goalie ab.

In der letzten Drittelpause wurde der Ex-Unioner und jetzt bei Holstein Kiel unter Vertrag stehende Steven Skrzybski vor das Mikro gebeten. Ein sehr schwer auszusprechender Name für den zweiten Hallensprecher. Es wurden drei Varianten angeboten und keine war korrekt.

Dafür war der Auftakt zum Schlussdrittel korrekt. Nach nur 34 Sekunden stoppte die Spieluhr im Torschrei. Geburtstagskind Liam Kirk erzielte seinen zweiten Treffer in der Partie. Die Gäste blieben gefährlich. Ein Alleingang von Brayden Kirk endete, zum Glück für die Eisbären, am Torpfosten. Die knappe Führung hielt bis in die Schlussphase. Jeder Punkt zählt, mehr für die Gäste, die Eisbären wollen wieder die Tabellenspitze erobern.

In der 55. Minute musste Zachary Boychuk wegen eines Stockchecks auf die Strafbank. Nach einer Auszeit versuchten die Iserlohner, einen Punkt und mehr zu retten. Die Strafzeit verging ohne eine Torchance. In der Schlussminute versuchten die Iserlohner ihren Goalie vom Eis zu nehmen. Es gelang erst in der Schlussminute. Ein Tor fiel nicht mehr. Die Eisbären holen sich die ersten drei Punkte im neuen Jahr.

Iserlohns Trainer Dough Shedden war nach dem Spiel enttäuscht. Das erste Drittel ist so gelaufen, wie wir uns das vorgestellt hatten. Im Mittelabschnitt dürfen uns drei Strafen innerhalb so kurzer Zeit nicht passieren. Trotzdem sind wir mit einem 2:2 in das Schlussdrittel gegangen. Leider sind wir dann sofort durch einen individuellen Fehler in Rückstand geraten und konnten das nicht mehr ausgleichen.

Serge Aubin hat die drei Punkte gern mitgenommen, sonst war die Leistung nicht zufriedenstellend. Das Spiel muss gründlich analysiert werden.

Hans-Peter Becker

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Fotos: Stephan Wenske

Spieldaten

Aufstellungen
Eisbären Berlin: Hildebrand (Brandt) – Tiffels, Wissmann (C); Geibel, Müller; Galipeau, Mik – Ronning, Boychuk (A), Pföderl; Fontaine, Kirk, Bergmann; Noebels (A), Byron, Veilleux; Schneider, Wiederer, Hördler – Trainer: Serge Aubin           

Iserlohn Roosters: Hane (Jenike) – Labrie, Osburn; Gormley, Ugbekile; Quaas, Jobke; Dietz – Broda, Cornel, Virtanen; Alberg, Boland, Burke; Ziegler, Gersich, Jentzsch; Saffran, Rutkowski, Bussmann – Trainer: Doug Shedden

Tore
0:1 – 15:35 – Jentzsch (Gersich, Ziegler) – EQ
0:2 – 18:29 – Boland (Ugbekile, Gersich) – PP1
1:2 – 34:30 – Kirk (Ronning, Wissmann) – PP2
2:2 – 38:05 – Fontaine (Tiffels) – EQ
3:2 – 40:34 – Kirk (Geibel, Fontaine) – EQ

Strafen
Eisbären Berlin: 4 (2, 0, 2) Minuten – Iserlohn Roosters: 8 (0, 8, 0) Minuten 

Schiedsrichter

Marian Rohatsch, Roman Gofman (Wayne Gerth, Tobias Treitl)

Zuschauer
14.200   

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