Eisbären siegen – Krefeld schlussendlich auf verlorenem Posten

Die Pinguine aus Krefeld konnten auch bei Ihrem zweiten Auftritt in der Hauptstadt dem Gastgeber wenig entgegensetzen. Im Anfangsdrittel gelangen den Eisbären zwei Tore. Tor Nummer Eins fiel im Powerplay bereits nach fünf Minuten durch Christopher Foucault und in der 13. Minute war Jonas Müller mit einem Schuss aus dem Hinterhalt gegen seinen ehemaligen Mannschaftskameraden Marvin Cüpper erfolgreich. Die Statistik des 1. Drittels sprach eine deutliche Sprache, 13 zu 3 Schüsse auf das Tor zugunsten der Eisbären.

Das 2. Drittel begann mit einem Powerplay für die Pinguine, Marcel Noebels musste wegen Beinstellens auf die Sünderbank und siehe da, der Puck zappelte im Eisbären-Tor. Martin Schymanski hatte getroffen. Das Überzahlspiel ist in dieser Saison keine Paradedisziplin der Krefelder, lediglich eine Erfolgsquote von 10 % schlug bisher zu Buche. In diesem Spiel nutzten sie gleich ihre erste Chance. Der Anschlusstreffer beflügelte den Tabellenletzten. Das Spiel wurde ausgeglichener. In der 33. Minute nutzten die Eisbären erneut ein Powerplay. Diesmal überlistete Lukas Reichel den Krefelder Goalie. Den entscheidenden Pass gab Marcel Noebels, der damit in 14 Spielen in Folge scoren konnte. Er übertraf damit u.a. die Bestmarke der Eisbärenlegende Steve Walker. Das Drittel ging mit einem Unentschieden in die Pause.

Was sich im Anfangsdrittel angedeutet hatte, eine deutliche Niederlage, zeichnete sich im Schlussdrittel mehr und mehr ab. Eine doppelte Powerplay Chance ließen die Eisbären liegen. Matt White traf in der 46. Minute zum 4 : 1. Wer weiß, wie das Spiel ausgegangen wäre, hätte zwei Minuten später Lucas Lessio einen Alleingang erfolgreich abschließen können. Er scheiterte an Mathias Niederberger. So verging die Spielzeit. Krefeld steckte nie auf, die Moral stimmte, das spielerische Vermögen war dem Gegner letztlich nicht gewachsen. In der 58. Minute schlugen die Eisbären zum dritten Mal im Powerplay zu. Zachary Boychuk sorgte für das 5 : 1 und knappe 30 Sekunden vor der Schlussirene traf Kapitän Frank Hördler zum Endstand 6 : 1. Sein Assist zum 3:1 war gleichbedeutend mit seinem 315. Punkt in Deutschlands höchster Spielklasse, zudem erzielte er mit dem 6:1 sein 80. Tor in der DEL.

Hans-Peter Becker

Stimmen:

Serge Aubin (Trainer Eisbären Berlin)

„Ich bin sehr zufrieden, wie wir heute aufgetreten sind. Im ersten Drittel haben wir gut und kraftvoll gespielt. Im Mitteldrittel haben wir aber etwas nachgelassen, deutlich zu viele Strafen genommen und uns aus dem Rhythmus bringen lassen. Im Schlussdrittel haben wir das aber wieder besser gemacht, was auch mit den Anpassungen zusammenhing, die wir vorgenommen haben. Unser Powerplay war heute sehr gut. Wir haben solide gespielt und die Chancen genutzt, die wir bekommen haben.“

Marcel Noebels (Stürmer Eisbären Berlin):
„Mit Blick aufs gesamte Spiel war es ein verdienter Sieg, wenn auch etwas zu hoch. Vierzig Minuten haben wir gutes Eishockey gespielt. Wir sind gut ins Spiel
gekommen und auch in Führung gegangen, was sehr wichtig war. Das Mitteldrittel war nicht unser bestes Drittel, da haben wir Krefeld wieder etwas ins Spiel kommen lassen. Den Clubrekord aufzustellen macht mich stolz, ist aber Nebensache. Der Mannschaftserfolg steht im Vordergrund, aber natürlich freue ich mich sehr darüber.“

Jonas Müller (Verteidiger Eisbären Berlin):

„Mit der Mannschaftsleistung können wir heute zufrieden sein, auch wenn wir im zweiten Drittel wieder zu viele Strafen genommen und Krefeld so wieder ins Spiel gebracht haben. Im Schlussdrittel haben wir aber wieder zu unserem Spiel gefunden, Krefeld nicht wirklich eine Chance gelassen und das Spiel gut zu Ende gebracht. Gegen Köln erwartet uns ein schweres Spiel, wir wissen aber, wie wir gegen sie spielen müssen. Wenn wir uns an unseren Plan halten, haben wir gute Chancen, auch dieses Spiel zu gewinnen.“

DEL 18. Spieltag 17.02.2021 MB-Arena Berlin 18:30 Uhr
EHC Eisbären Berlin – Krefeld Pinguine 6:1 (2:0/1:1/3:0)

Aufstellungen:
Eisbären Berlin: M. Niederberger (Ancicka) – Ramage (A), Müller; Wissmann (A), Hördler (C), McKiernan; Mik – Foucault, Zengerle, Tuomie; Pföderl, Reichel, Noebels; Fiore, Boychuk, White; Labrie, Streu, Dietz; Olver – Trainer: Serge Aubin

Krefeld Pinguine: Cüpper (Quapp) – Sacher, C. Braun; Bappert, Bindulis; Gläßl, Mass; Bull – Karsums, Olson (A), L. Braun (A); Tyanulin, Blank, Schymainski (C); Lessio, Postel, L. Niederberger; Buncis, Petrakov, Shatsky – Trainer: Clark Donatelli

Torfolge:
1:0 – 04:23 – Foucault (Fiore, White) – PP1
2:0 – 12:52 – Müller (Noebels, Ramage) – EQ
2:1 – 22:26 – Schymainski (Tyanulin, Petrakov) – PP1
3:1 – 32:48 – Reichel (Noebels, Hördler) – PP1
4:1 – 45:45 – White (Ramage, Müller) – EQ
5:1 – 57:18 – Boychuk (Noebels) – PP1
6:1 – 59:31 – Hördler (Ramage, Boychuk) – EQ

Strafen: Eisbären Berlin: 8 (0, 6, 2) Minuten -Krefeld Pinguine: 14 (4, 4, 6) Minuten

Schiedsrichter: Aleksander Polaczek, Andre Schrader (Maksim Cepik, Jonas Merten)

Ein Gedanke zu „Eisbären siegen – Krefeld schlussendlich auf verlorenem Posten“

  1. Hallo liebes Sportick-Team. Habt Ihr eine Kontaktmöglichkeit via Mail ? wir würden Euch gerne was bezüglich der Eisbären Berlin zu Eurer Kenntnis übermitteln. Gerne könnt Ihr uns die Kontaktmöglichkeit via E-Mail schicken !!!! Liebe Grüsse

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.