Eisbären machen das Viertelfinale perfekt und haben Straubing vor der Brust

DEL Saison 2025/26

52. Spieltag

15.03.2026 14:00 Uhr Uber-Arena Berlin

EHC Eisbären Berlin – Red Bull München 5:1 (1:0/3:1/1:0)

Es hatte sich ein Finale furioso am letzten Spieltag der Hauptrunde der DEL-Saison 2025/26 angebahnt. Die Eisbären brauchen einen Sieg um Platz sechs zu verteidigen, Schützenhilfe aus Bremerhaven von den dort gastierenden Eislöwen ist höchst unwahrscheinlich. Mit einem Erfolg bei den Eisbären und passenden Ergebnissen wäre für München noch Platz zwei möglich. Soweit die Ausgangslage vor dem Spiel in aller gebotenen Kürze.

Mit dem Eröffnungsbully war dem Spiel anzumerken, dass es für beide Teams um viel ging. Es ging in bester Manier rauf und runter. In der sechsten Minute verpassten die Eisbären eine Riesenchance zur Führung. In der zehnten Minute war es dann so weit. Nach Vorlage von Adam Smith hämmerte Manuel Wiederer den Puck an Antoine Bibeau vorbei ins Tor. Im Anschluss hatten die Gäste ihre Möglichkeit, nach einem Puckverlust in der Verteidigungszone trafen sie nur den Pfosten. Die Münchner legten ein schnelles, kombinationssicheres Angriffsspiel auf das Eis und versuchten früh die Angriffsbemühungen der Eisbären zu stören. Die Eisbären hielten dagegen und hatten zwei Minuten vor dem Drittelende eine Chance im Powerplay. Phillip Sinn musste wegen Hakens auf die Strafbank. Er konnte die kompletten zwei Minuten dort absitzen. Es blieb bis zu ersten Pausensirene bei der knappen Führung. Die Torschussstatistik nach dem ersten Drittel sprach mit 9 zu 6 für die Eisbären. Es zeichneten mehr und mehr Probleme mit dem guten Vorcheck der Münchner ab.

Die Gäste brauchten im Mittelabschnitt keine ganze Minute. Es war Christopher Desousa, der aus dem Gewühl heraus den Puck über die Linie drückte. In der 26. Minute kassierte Eisbären Kapitän Kai Wissmann eine Doppelstrafe, erst übertriebene Härte und das Spiel lief weiter, dann ein Bandencheck. Der Käptǹ durfte sich freuen, in Unterzahl erzielte Frederik Tiffels die erneute Führung. Anschließend gab es Riesenchancen. München musste eine knappe Minute mit zwei Spielern weniger auskommen, Brady Ferguson und Konrad Abeltshauser saßen einträchtig nebeneinander auf der Bank. Ein Tor brachten die Eisbären leider nicht zustande. Ja, das Powerplay der Eisbären, es schlug dann doch zu. In der 37. Minute traf Andreas Eder zum 3:1. (endlich mal ein Powerplay-Tor meinte er scherzhaft) Es kam noch besser, Ty Ronning schraubte das Zwischenergebnis auf 4:1 für die Eisbären.

Im Schlussabschnitt stellte sich nur eine Frage, können die Eisbären die so begehrten drei Punkte in das Ziel bringen? Ein Schlussabschnitt hat den großen Vorteil, jede Sekunde die vergeht, bringt das begehrte Ergebnis ein Stück näher. Als das letzte Powerbreak vorüber war, standen noch neun effektive Minuten auf der Uhr. Es waren fünf Minuten auf der Uhr und das 4:1 hielt. Im Übereifer kassierten die Eisbären eine Bankstrafe wegen eines Spielers zu viel auf dem Eis. Ty Ronning durfte sich ausruhen. In der 59. Minute schlug dann Yannick Veilleux zu und stellte den Endstand von 5:1 her.

Der Gegner im Viertelfinale kommt aus Bayern, es sind die Straubing Tigers.

Hans-Peter Becker

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Foto: Stephan Wenske

Spieldaten

Aufstellungen
Eisbären Berlin: Stettmer (Neiße) – Müller, Wissmann (C); Niemeläinen, Mik; Kretzschmar, Smith – Tiffels (A), Pföderl, Ronning; Noebels, Dea, Kirk; Veilleux (A), Vikingstad, Eder; Hördler, Wiederer, Lancaster – Trainer: Serge Aubin       

EHC Red Bull München: Bibeau (Wolf) – Smits, Pokka; Wagner, Murphy; Sinn, Abeltshauser; Eisenschmid – DeSousa, Ferguson, Kastner; Ehliz, Hager, McKenna; Rieder, Brooks, Hirose; Schreiner, Heigl, Krening – Trainer: Oliver David

Tore
1:0 – 09:47 – Wiederer (Smith) – EQ
1:1 – 20:43 – DeSousa (Murphy, Brooks) – EQ
2:1 – 24:13 – Tiffels (Kirk, Niemeläinen) – SH1
3:1 – 36:45 – Eder (Lancaster, Tiffels) – PP1
4:1 – 37:55 – Ronning (Tiffels, Müller) – EQ
5:1 – 58:05 – Veilleux (Vikingstad, Eder) – EQ

Strafen
Eisbären Berlin: 12 (0, 6, 6) Minuten – EHC Red Bull München: 10 (2, 8, 0) Minuten 

Schiedsrichter

Sean MacFarlane, Jackson Kozari (Maksim Cepik, Patrick Laguzov)

Zuschauer
14.200

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