Am letzten Augustwochenende 2026 hatten die Eisbären zu einem Festival rund um den Welli eingeladen. Der Höhepunkt war ein Freundschaftsspiel gegen den Kooperationspartner aus Weißwasser. Vor dem Spiel wurde Andre Rankel, nein, nicht verabschiedet, sondern an den DEB verliehen. Eine letzte Welle mit den Fans und ab jetzt viel Glück im neuen Job.

Die Zeiten als beide in einer Liga spielten, sind lange her. Beide stritten sich zu Zeiten der DDR, als Dynamo-Vereine in einer Mini Liga um den Meistertitel. In der DEL waren sie für zwei Spielzeiten Liga-Konkurrenten. So brachten beide Fanlager im Wechsel ihre Dynamo-Rufe in den ehrwürdigen Welli. Heute heißt die Realität Lausitzer Füchse und EHC Eisbären.
Das Wetter passte nicht ganz zu der Sportart. Das Thermometer lag oberhalb der 20 Grad, dazu erhöhte Luftfeuchtigkeit, leicht verschwitzt und in luftiger Kleidung wohnten die Zuschauer dem Spiel bei. Der Welli war ausverkauft, darunter eine stattliche Anzahl von Anhängern aus der Lausitz. Der amtierende Meister dominierte das Spiel und ließ nur wenig zu. Die Füchse waren in der Defensive beschäftigt und Goalie Anthony Morrone stellte mehrmals unter Beweis, dass er einer der Besten seines Fachs in der DEL 2 ist. Er musste sich nur dreimal geschlagen geben. In der 7. Minute nach einem Schuss von Yannick Veilleux, in der 35. Minute nutzten die Eisbären ein Powerplay, Ty Ronning vollendete und in der 55. Minute vollendete Jonas Müller eine mustergültige Kombination. Eine Minute zuvor war Verteidiger Alex Brännstam mit einem verdeckten Schuss aus dem Rückraum erfolgreich.
In der ersten Hälfte stand Jack Lafontaine im Eisbären-Tor, dann durfte Jonas Neffin ran. Der Eisbären-Trainer hat sich, wie er in einem Gespräch mit der Presse nach dem Spiel verriet, aktuell noch nicht für klare Nummer Eins entschieden. Das Rennen zwischen den beiden Neuen auf der neuralgischen Goalie-Position ist eng. Im Testspiel machten beide eine gute Figur, wurden allerdings wenig gefordert.
Beide Trainer ließen konsequent mit vier Reihen spielen, um möglichst viele Eindrücke zu bekommen. Für den Trainer der Lausitzer, Christoph Kreutzer, bot sich zusätzlich die Gelegenheit, die Förderlizenzler der Eisbären zu beobachten. Sie werden, je nach Personalsituation bei den Eisbären, in Weißwasser zum Einsatz kommen. Bei den Eisbären fehlen Patrick Khodorenko, Lean Bergmann und Frederik Tiffels wegen Verletzungen.
Am kommenden Wochenende (4.9. bis 6.9.2026) beginnt für die Eisbären die Champions-League mit zwei Spielen in der Schweiz, gegen Servette Genf am Freitag und am Sonntag gegen den HC Davos.
Éric Dubois (Trainer Eisbären Berlin): „Hinter uns liegt eine intensive Trainingswoche, sodass der ein oder andere sicher auch etwas müde war. Wir wollten uns heute auf einige kleine Details in unserem Spiel fokussieren. Das ist uns im Großen und Ganzen gelungen. Jetzt freuen wir uns auf den Start der Champions Hockey League.“
Yannick Veilleux (Stürmer Eisbären Berlin): „Es war eine gute Partie. Weißwasser hat von Beginn an sehr körperbetont gespielt. Wir haben unser Spiel aber einfach gehalten und gut dagegengehalten. Im Mitteldrittel wurde das Tempo dann etwas ruhiger und wir haben es gut zu Ende gespielt. Die Stimmung im Welli war herausragend. Unsere Fans sind grandios. Es war so laut, dass es teilweise schwierig war, die eigenen Mitspieler zu verstehen. Wir haben eine gute Vorbereitung absolviert und sind bereit für den CHL-Start.“
Endergebnis
Eisbären Berlin – Lausitzer Füchse 3:1 (1:0, 1:0, 1:1)
Aufstellungen
Eisbären Berlin: LaFontaine (ab 31. Spielminute: Neffin) – Müller, Mik; Smith, Reinke; Geibel, Wissmann (C); Kretzschmar, Has – Kirk, Fontaine, Ronning; Hördler, Eder, Pföderl; Kirk; Veilleux (A), Vikingstad, Krestan, Saffran, Wiederer, Griva – Trainer: Éric Dubois
Lausitzer Füchse: Morrone (Neiße) – Heyter, Brännstam; Freis, Humberstone; Schindler, Hannon; Braun, Elwing – Schmidt-Svejstrup, Lemos, Dosch; Breitkreuz, Brady, Kraus; Saakyan, Rundqvist, Broda; Sager, Theodore, Anders – Trainer: Christof Kreutzer
Tore
1:0 – 06:14 – Veilleux (Fontaine, Wissmann) – EQ
2:0 – 34:58 – Ronning (Pföderl, Kirk) – PP1
2:1 – 53:09 – Brännstam (Schmidt-Svejstrup) – EQ
3:1 – 54:32 – Müller (Vikingstad) – EQ
Strafen
Eisbären Berlin: 4 (0, 2, 2) Minuten – Lausitzer Füchse: 6 (0, 6, 0) Minuten
Schiedsrichter
Kilian Hinterdobler, Achim Moosberger (Lukas Pfriem, Maksim Cepik)
Zuschauer
4.227
Hans-Peter Becker/EHC Eisbären Berlin
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