DEL 11. Spieltag 15.10.2023 15:15 Uhr
EHC Eisbären Berlin – RB München 6:2 (2:0/2:1/2:1)
Am 11. Spieltag stellte sich der amtierende Meister RB München in der Heimstätte der Eisbären vor. Die Münchner sind im Gegensatz zu den Eisbären schlecht in die Saison gestartet. Zudem hatten ihre Stürmer Ladehemmung. Mit 120 torlosen effektiven Spielminuten waren sie nach Berlin gereist, den Torbann konnten sie nach 144 Minuten brechen, benötigten dafür allerdings ein 5 zu 3 Überzahlspiel. Das Tor durch Austin Ortega bedeutet lediglich den Zwischenstand von 1:2 aus Sicht der Münchner. Im ersten Drittel hatten Yannick Veilleux in der 10. und Zachary Boychuk in der 19. Minute für einen Vorsprung von zwei Toren für die Eisbären gesorgt.
Die Freude der Münchner währte nur kurz, eine Minute später leistete sich der Münchner Goalie Mathias Niederberger einen Riesenklops und ermöglichte Marcel Noebels den Treffer zum 3:1. In der 30. Minute stellte der glänzend aufgelegte Veilleux auf eine 4:1 Führung. Den Münchnern, die sich zwar bemühten, war die Verunsicherung aus den vorangegangenen Niederlagen anzumerken. Es fehlte zudem am sprichwörtlichen Scheibenglück. Die Eisbären wirkten konzentrierter als im vorangegangenen Spiel gegen Straubing.

Der Zwischenstand zu Beginn des Schlussabschnitts war ernüchternd für die Gäste, zumal sie in Unterzahl beginnen mussten. Ein schnelles Tor hätte die Bullen vielleicht in das Spiel zurückbringen können. So lief ihnen die Zeit davon. In der 53. Minute und in der 56. Minute schraubten Blaine Byron und Boychuk das Ergebnis weiter in die Höhe. Durch Halle schallte es Niederberger, Niederberger und „ihr wollt Deutscher Meister sein“. Der Münchner Goalie hatte nicht seinen besten Tag.
Für etwas Ergebniskosmetik konnten die Münchner in der 57. Minute sorgen, Markus Eisenschmid brachte den zweiten Treffer unter. Riesenjubel bei der Schlussirene, München wurde mit 6:2 geschlagen. Die Sorgenfalten beim amtierenden Meister werden nicht kleiner, die Eisbären sind weiter obenauf.
Hans-Peter Becker
Aufstellungen
Eisbären Berlin: Hildebrand (Stettmer) – Melchiori, Finkelstein; Müller, Wissmann (C); Geibel, Ellis (A); Mik – Noebels (A), Boychuk, Pföderl; Tiffels, Byron, Ronning; Veilleux, Cormier, Heim; Bartuli, Wiederer, T. Eder – Trainer: Serge Aubin
EHC Red Bull München: Niederberger (Allavena) – Daubner, Blum; Abeltshauser, Bittner; Almquist, McKiernan; MacWilliam – Krämmer, A. Eder, Ortega; Varejcka, Street, Parkes; DeSousa, Hager, Kastner; Oswald, Heigl, Eisenschmid – Trainer: Toni Söderholm
Tore
1:0 – 09:54 – Veilleux (Cormier, Melchiori) – EQ
2:0 – 18:06 – Boychuk (Pföderl, Noebels) – EQ
2:1 – 22:35 – Ortega (Blum, DeSousa) – PP2
3:1 – 23:44 – Noebels – 4-4
4:1 – 29:24 – Veilleux (T. Eder, Cormier) – EQ
5:1 – 52:24 – Byron (Tiffels, Finkelstein) – EQ
6:1 – 55:16 – Boychuk (Finkelstein, Noebels) – PP1
6:2 – 56:38 – Eisenschmid (Almquist, Parkes) – EQ
Strafen
Eisbären Berlin: 10 (2, 4, 4) Minuten – EHC Red Bull München: 10 (0, 4, 6) Minuten
Schiedsrichter
Sean MacFarlane, Lasse Kopitz (Nikolaj Ponomarjow, Tobias Treitl)
Zuschauer
14.200
