Pressearbeit im Wandel der Zeit

Chefredakteur Christian Zschiedrich Foto: Sportick

Die Medienabteilungen von Hertha BSC und dem 1.FC Union stellten sich den Mitgliedern des Deutschen Sportjournalisten Verbandes (VDS) zu den Fragen zum Thema „Miteinander oder Gegeneinander“. Bekanntlich tragen gute Arbeitsbedingungen und die vereinsseitige Unterstützung und Zuarbeitung dazu bei, eine informative, niveauvolle Berichterstattung zu gewährleisten. Auf dem Podium saßen Marcus Jung, Leiter Kommunikation und Medien von Hertha BSC, Christian Arbeit, Geschäftsführer Kommunikation des 1.FC Union Berlin, Matthias Koch, freier Journalist und Fotograf, Jörn Meyn, Sportredakteur der Berliner Morgenpost, sowie die beiden Moderatoren Johannes Nedo vom Tagesspiegel und Ronny Blaschke, freier Journalist/Deutschlandradio. Kam denn bei der Diskutiererei überhaupt etwas dabei heraus, ändert sich vielleicht etwas? Es sollte um Fragen gehen, so das Ziel dieser Diskussionsrunde, wie Hertha BSC und der 1.FC Union die Berliner Fußballjournalisten und deren Berichterstattung sehen, welche Bedeutung die klassischen Medien noch für die Vereine haben und andererseits, wie die Sportjournalisten die Zusammenarbeit mit den beiden Clubs sehen? Erarbeitet werden sollten Ergebnisse, welche Schwierigkeiten beide Seiten meistern müssen. Außerdem sollte geklärt werden, welche Möglichkeiten beiden Clubs das Vereins-TV und soziale Medien bieten und welche Herausforderrungen sich dadurch für die Sportjournalisten ergeben.

Christian Zschiedrich, Chefredakteur des Portals Sportick.eu (vormals TV Sport in Berlin), bedankte sich für die tatkräftige Unterstützung seitens des Journalisten-Verbandes für seine Mitglieder und führte den Ausschluss seiner Person von Hertha BSC an. Der Fall eigne sich, um konkret die zuvor genannten Zusammenhänge weiter zu beleuchten. Das wäre wohl zu konkret geworden, jedenfalls verhinderte Zschiedrich mit seinem Auftritt selbst, Konkretes aufzuarbeiten. Nicht weil es Schnee von gestern gewesen wäre, sondern weil es leider immer noch gilt. Zschiedrich wollte nicht dankbares Opfer sein und vor allem deshalb, weil der neue Leiter Kommunikation von Hertha BSC, Marcus Jung – mit sympathischem Auftritt – neue Vorgehensweisen in der Zusammenarbeit versprach. Das Wort „Neuanfang“ machte die Runde. Ebenso überzeugte Christian Arbeit für den 1.FC Union mit ehrlichen Antworten auf Vorhaltungen und Wünsche der anwesenden VDS-Mitglieder. Die vorgesehenen anderthalb Stunden waren schnell vorbei. Die Nachspielzeit war erforderlich, was im Fußball nicht unbedingt ein Nachteil ist.

Veröffentlicht von

Christian Zschiedrich

Er kann von sich mit Fug und Recht behaupten, immer ein Leben für und durch den Sport geführt zu haben. Er spielte Fußball, nicht mal untalentiert, brachte es dabei zu einigen Ehren, studierte Sport in Leipzig, arbeitete als Sportlehrer und trainierte Fußballmannschaften. Zwischendurch erwarb er beim DFB seine Trainerlizenz. Nach und nach entdeckte er dabei sein Herz für den Sportjournalismus, schrieb Artikel für verschiedene Zeitungen und hob in Berlin eine eigene Sportsendung im Lokal-TV aus der Taufe. Über 2.000 Sendungen wurden unter seiner Leitung produziert. An`s Aufhören verschwendet er keinen Gedanken, schließlich bietet das Internet viele neue Möglichkeiten.

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