Knapp und hart erkämpft – Eisbären gewinnen gegen Augsburg

Deutsche Eishockey Liga

11. Spieltag

23.10.2026 19:30 Uhr Uber-Arena Berlin

EHC Eisbären Berlin – Augsburger Panther 2:1 (0:0/1:1/1:0)

Es war der letzte Heimspieltag des „Pink in the Rink“ Monats. Zu Gast waren die Augsburger Panther. Die Gäste aus Bayern sind so lala in die Saison gestartet. In Bayerisch-Schwaben liebäugeln sie mal wieder mit einer Teilnahme an den Playoffs. Im Tor der Gäste stand ein in Berlin nicht Unbekannter, Tobias Ancicka, mit den Eisbären zweimal Meister geworden und hatte nach seinem Weggang aus Berlin einen kleinen Karriereknick.

Das Spiel begann mit einer Riesenchance für die Gäste und nach knapp 90 Sekunden durften die Eisbären gleich ihr Spezialteam auf das Eis schicken. Ein Tor fiel in diesem Powerplay nicht. In der folgenden Zeit sammelten die Eisbären fleißig Torschüsse. Sie hatten die besseren und mehr Chancen für den Torerfolg. Ein Treffer gelang nicht. Fünf Minuten vor dem Drittelende saß Eric Mik auf der Strafbank. Die Gäste hatten eine Großchance, ein Treffer sprang nicht heraus. Immer wieder schlichen sich Ungenauigkeiten in das Passspiel ein. So verging das Anfangsdrittel torlos.

Eine Steigerung wurde nötig. Liam Kirk meinte im Pauseninterview, dass dem Spiel der Eisbären bisher die Schnelligkeit fehlte. Beide Trainer konnten mit dem 1. Drittel nicht zufrieden sein. Die Gäste witterten mit Beginn des Mittelabschnitts etwas Morgenluft und verstärkten ihre Angriffsbemühungen, die Eisbären dagegen hatten weiter Mühe, so richtig in das Spiel zu finden. In der 27. Minute wäre den Gästen fast der Führungstreffer gelungen. Ein wenig die Kelle des Goalies und dann der Außenpfosten retteten. In der 31. Minute parierte Jonas Neffin zwei Schüsse. Die Fans wurden lauter, ihre Mannschaft brauchte Unterstützung. Das Torschussverhältnis änderte sich jetzt zugunsten der Panther und immer wieder Neffin. Die Glücksminute der Eisbären trug die 35, in dieser Minute setzte Yannick Veilleux den Puck unter die Latte. Endlich konnten die Schals gewedelt werden. Ty Ronning hatte in der 38. Minute noch eine Riesenchance, sein Schuss landete in der Fanghand von Ancicka. 25 Sekunden vor dem Drittelende fiel der nicht unverdiente Ausgleich. Der Torschütze war Cameron Wright. Eine handgreifliche Auseinandersetzung gab es dazu. Es war einfach nicht gut genug, was die Eisbären boten. Ihr Spiel war mit zu vielen Fehlern behaftet.

Finden die Eisbären noch einen Weg, dieses Spiel zu gewinnen? Der Schlussabschnitt war ein offener Schlagabtausch. In der 46. Minute schlugen die Eisbären durch Manuel Wiederer zu und gingen mit 2:1 in Führung. Trainer Eric Dubois hatte seine Reihen neu geordnet, versuchte so, von der Bank zu helfen. Exakt bei 11:11 auf der Spieluhr war der Puck im Tor der Gäste, es folgte ein langer Videobeweis und das Tor zählte nicht. Der Goalie wurde behindert. Schade, dass der Treffer nicht zählte. Tobias Krestan hatte im Angriffsdrittel den Puck stiebitzt und selbst vollendet. Er war ein Lichtblick in dem sonst mauen Auftritt der Eisbären. Er hat mit 12:40 Minuten bisher die längste Eiszeit.

Es rauchten in den letzten zehn Minuten die Fäuste und es wurden Strafen wegen unnötiger Härte verhängt. Die Arena war ausverkauft und das Spiel bis in die Schlussminuten hinein nicht vorentschieden. In den beiden letzten regulären Spielminuten versuchten die Eisbären, möglichst viel in Puckbesitz zu bleiben. Eine empty net Situation sollte möglichst verhindert werden. Es gelangt bis in die letzte Spielminute. Die entscheidenden Bullys dann 35 Sekunden und 13 Sekunden vor dem Ende. Es reichte für einen knappen Sieg. Schön, auch wenn es mal nicht so richtig läuft und trotzdem gewonnen wird.

Éric Dubois (Trainer Eisbären Berlin): „Heute war eines dieser Spiele, bei denen man nicht der verdiente Sieger ist. Wir haben jedoch einen Weg gefunden, die Partie für uns zu entscheiden. Augsburg hat die ersten beiden Drittel sehr gut gespielt. Unser Forecheck war nicht vorhanden. Im Schlussabschnitt wurde es dann etwas besser und wir sind noch einmal davongekommen. Jonas Neffin hat sehr stark gehalten. Wir müssen besser spielen. Wir nehmen die drei Punkte mit, werden aus der Partie lernen und blicken bereits aufs nächste Spiel am Sonntag.“  

Manuel Wiederer (Stürmer Eisbären Berlin): „Natürlich freuen wir uns über den Sieg. Es war aber kein gutes Spiel, wir waren weit von unserer Bestleistung entfernt. Schlussendlich haben wir einen Weg gefunden, die Partie zu gewinnen. Bei meinem Treffer habe ich von Liam Kirks überragender Vorarbeit profitiert.“

Andreas Eder (Stürmer Eisbären Berlin): „Wir haben heute nicht so gespielt, wie wir es können. Jonas Neffin hat uns mit seiner Leistung im Spiel gehalten. In den Drittelpausen ist der Trainer auch etwas lauter geworden.“

Hans-Peter Becker

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Fotos: Stephan Wenske

Spieldaten

Endergebnis
Eisbären Berlin – Augsburger Panther 2:1 (0:0, 1:1, 1:0)

Aufstellungen
Eisbären Berlin: Neffin (LaFontaine) – Müller, Wissmann (C); Geibel, Mik; Davidson, Smith; Stocker – Tiffels (A), Kirk, Ronning; Pföderl, Eder, Foudy; Veilleux (A), Vikingstad, Krestan; Hördler, Wiederer, Griva – Trainer: Éric Dubois       

Augsburger Panther: Ancicka (Jones) – Hoefenmayer, McCrea; Mayhew, Wood; Button, Pilu; Glötzl – Lambert, Krauß, Busdeker; Blank, Wohlgemuth, Wright; Elias, Henriquez, Parkes; Zwickl, Scheel, Hanke – Trainer: Bill Peters

Tore
1:0 – 34:22 – Veilleux (Müller) – EQ
1:1 – 39:36 – Wright (McCrea) – EQ
2:1 – 45:47 – Wiederer (Kirk) – EQ

Strafen
Eisbären Berlin: 10 (2, 4, 4) Minuten – Augsburger Panther: 8 (2, 2, 4) Minuten 

Schiedsrichter

Jan Hribik, Zsombor Pálkövi (Lukas Pfriem, Tobias Treitl)

Zuschauer
14.200

Fotogalerie von Stephan Wenske

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