Éric Dubois in Berlin

Der Nachfolger des in die Schweiz abgewanderten Serge Aubin hat sich in einer Presserunde vorgestellt. Éric Dubois hatte sichtlich seine Freude an diesem Termin. Als er im Sommer 2025 nach Ingolstadt als Assistent von Mark French wechselte, war sein Plan, länger in Bayern zu bleiben. Von 2016 bis 2025 war er als Assistenz-Coach für den Club Manitoba Moose in der American Hockey League unterwegs. In einem auf youtube zugänglichen Video erklärte er ausführlich seine Beweggründe nach Europa zu wechseln. Es geht ihm um neue Perspektiven und eine Horizonterweiterung. Dass ihm zwölf Monate später ein Angebot von den Eisbären Berlin erreichen wird, hatte er so nicht auf dem Schirm. Die Zusammenarbeit mit Mark French in Ingolstadt war auf eine längerfristige Perspektive angelegt.

Der Anruf aus Berlin war eine große Überraschung. Er weiß, dass der Schritt vom Assistent zum Chef ein großer ist. Bei den Eisbären folgt er auf einen der erfolgreichsten Trainer der Vereinsgeschichte. Unter seiner Führung soll schnelles, gut strukturiertes Eishockey gespielt werden. Eine Grundvoraussetzung ist dabei eine stabile Defensive. Ebenso wichtig ist ein gutes Führungsteam. Ein neuer Assistenz-Coach wird noch kommen und Andre Rankel zur Seite gestellt werden. Der Neue soll sich vor allem die Special-Teams kümmern, das Powerplay ist verbesserungswürdig.

Dubois ist ein anerkannter Eishockeyfachmann, seine bisherigen Verdienste liegen im Bereich der Entwicklung von Spielern, ihr Heranführen an die Profiteams. In dem Gespräch betonte er extra, sich immer als Lehrer gesehen zu haben und diese Rolle nie ganz loszuwerden. Als Trainer musste man hart aber immer fair sein. Die Spieler müssen sich ihre Rolle im Team und damit verbundene Eiszeiten verdienen.

Was die sportliche Leitung der Eisbären da plant, klingt, wenigstens ein bisschen, nach einem Experiment. Angesprochen darauf, dass es auch schiefgehen kann, zog Stephane Richer einen Vergleich zu Don Jackson. „Das war ja schließlich auch kein großer Name.“

Vor Eric Dubois steht eine große Herausforderung. Gedanken macht er sich über das erste Zusammentreffen mit der Mannschaft. Aus dem aktuellen Kader kennt er nur Yannik Veilleux aus der AHL. Er zitierte dabei den Spruch von der zweiten Chance, die man nie hat einen guten ersten Eindruck zu machen.

Beeindruckt ist er von der Arena und der Stimmung, die die Fans bei den Spielen verbreiten. Sie ist vergleichbar mit der NHL Arena in Winnipeg. In Ingolstadt war das eine Nummer kleiner. Hinter der Bande steht ein sympathischer Zeitgenosse, der hoffentlich Erfolg haben wird und eine längere Amtszeit in Berlin.

Text und Foto: Hans-Peter Becker

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