Erfolgreiches Wochenende für die Eisbären – Sieg gegen Herning

Teil zwei des Heimspielwochenendes in der Champions Hockey League für die Eisbären Berlin. Wieder war der Welli der Austragungsort, zu Gast war der Meister aus Dänemark, die Herning Blue Fox. Herning, eine Stadt mit etwa 90.000 Einwohnern im Norden Dänemarks ist ein traditionsreicher Eishockey-Standort. Seit der Gründung im Jahre 1947 konnte 17 Meistertitel errungen werden. Vor der letzten Meisterschaft lag allerdings eine Durststrecke von 14 Jahren. So sind die „Blauen Füchse“ ein Neuling in der Champions Hockey League. Die beiden Spiele in Finnland gingen verloren, am vergangenen Freitag, 11.09.2026, konnte in Liberec der erste Punkt, nach einer SO-Niederlage erkämpft werden.

Die Eisbären ließen von ersten Bully an keinen Zweifel aufkommen, wer hier Herr im Welli ist. Jonas Neffin, der heute das Eisbären-Tor hütete, bekam nach sechs Minuten mal den Puck in seinen Handschuh. Den Eisbären waren bis dahin bereits einige verheißungsvolle Angiffe geglückt. Der Dänische Meister verteidigte geschickt und ab der 10. Minute ein Powerplay. Eisbär Rihards Griva saß wegen Hakens auf der Strafbank, jetzt kamen auch die zu zwei Abschlüssen. Bis zur ersten Drittelpause wurde der Keeper aus Herning reichlich mit Schüssen eingedeckt. In der Schlussminute des 1. Drittels musste Neffin kräftig zupacken. Es blieb bei einem torlosen Anfangsdrittel. Die Statistik verzeichnete 22 Torschüsse für die Eisbären, davon gingen 11 direkt auf den Kasten, allerdings müssen bei der Beurteilung der Qualität einige Abstriche gemacht werden.

Wann wird der Abwehrriegel der Dänen geknackt? Eine Chance im Powerplay hatten die Eisbären ab der 29. Minute und endlich, endlich zappelte der Puck im Netz. Es lief die 30. Minute und der Topscorer Leonard Pföderl bekam nach einem Schuss von Ty Ronning noch die Kelle ran. Liam Kirk darf sich ebenso einen Assist-Punkt anschreiben. Einen Alleingang schloss Eric Hördler in der 33. Minute zum Zwischenstand von 2:0. Das war eine tolle Einzelleistung. Der Dänenriegel war geknackt. Ein weiterer Treffer fiel nicht im Mittelabschnitt.

Im Schlussabschnitt versuchten die Gäste im Rahmen ihrer Möglichkeiten dem Spiel eine Wende zu geben. Neffin hatte ein wenig mehr zu tun. Die spielbestimmende Mannschaft blieben die Eisbären. In dem mit 3.315 Zuschauern nicht ganz ausverkauften Welli, brachten die Eisbären den Sieg nicht über die Zeit. In der 54. Minute schlugen die Dänen im Powerplay zu. Torschütze war Hjalte Kruse Thomsen. 35 Sekunden vor dem Ende fand ein weiterer Treffer der Dänen keine Anerkennung. Nach Sichtung der Videobilder wude eine Torhüterbehinderung anerkannt. Der Eisbären-Trainer Eric Dubios hatte eine Challenge gefordert. Drei weitere Punkte waren auf der Habenseite. Die Eisbären hatten sich das Leben unnötig schwer gemacht. Zum Spielschluss bekam Garth Murray noch eine Strafe, er hatte sich heftig über das aberkannte Tor beschwert.

Hans-Peter Becker

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Foto: © Stephan Wenske

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