An das Hinspiel am 3. September in Göteborg hatten die Eisbären keine gute Erinnerung. Sie verloren im Scandinavium mit 1:7. Das Rückspiel im Wellpalast ließ zum Beginn ähnlich schlimmes erwarten. In Schweden lagen sie bereits nach 35 Sekunden mit 0:1 hinten, dauerte es Donnerstagabend, am 8. September, immerhin 89 Sekunden bis Schweden trafen. Verteidiger Tom Nielson war der Torschütze, der eine mustergültige Kombination für die Schweden vollendete. Sehr zum Jubel der mitgereisten Fans aus Schweden. Sie mussten sich kräftig schütteln, die Hausherren des Wellis, es dauerte bis zur 5. Spielminute und dem ersten Torschuss der Eisbären, abgegeben von Manuel Wiederer.
Die Eisbären, angetrieben von 2.230 Zuschauern, steigerten sich. Ein weiterer Treffer fiel nicht mehr bis zur ersten Pausensirene. Der Ausgleich gelang den Eisbären in der 24. Minute durch Marco Baßler, die Vorlage kam von Kapitän Frank Hördler. Ein weiteres Verteidiger-Tor brachte in der 31. Minute Göteborg erneut in Front. Christian Folin war der Torschütze. Nur knapp zwei Minuten später nutzten die Eisbären eine Überzahlchance und stellten die Partie wieder pari. Matt White war für das Spezial-Team erfolgreich und ließ dem jungen dänischen Nationaltorwart Frederik Dichow im Tor von Frölunda Göteborg keine Chance der Abwehr.

Mit dem 2:2 ging es in den Schlussabschnitt. Ein offener Schlagabtausch, mit einigen Monstersafes von Eisbären-Goalie Juho Markkanen ging für die Eisbären unglücklich zu Ende. Es waren noch 39 Sekunden auf der Spieluhr, da sprang der Puck unglücklich vom Plexiglas zurück auf den Schläger von Jonas Müller, Ryan Lasch, der Flügelstürmer der Gäste stocherte mit, das Streitobjekt landete im Tor vor der Gästetribüne. Die aus Sicht der Eisbären unglückliche 2:3 Niederlage war besiegelt.
Serge Aubin, der Eisbären-Trainer, in seiner Wertung des Spiels: „Wir haben heute gut gespielt und hart gekämpft. Ein Punkt wäre verdient gewesen, in dieser engen Partie. Wir haben uns in allen Bereichen verbessert. Juho Markkanen hat sehr gehalten. Bei Göteborgs Siegtreffer hatten wir Pech, dass der Puck unglücklich von der Bande abgeprallt ist. Es hat unheimlich viel Spaß gemacht, vor unseren Fans zu spielen. Ihre Stimmung war grandios.“
Am Samstag, 10. September, geht es bereits weiter. Erneut im Welli wird der französische Meister aus Grenoble erwartet. Das Hinspiel hatten die Eisbären gewonnen und sind nach der Niederlage bereits zum Siegen verdammt, um die Playoff-Chancen zu wahren.
Hans-Peter Becker
