6. Spieltag Hockey Champions League CHL
EHC Eisbären Berlin – KAC Klagenfurt 2:1 (0:0/2:0/0:1)
Die Eisbären waren bereits nach dem 5. Spieltag für die erste Ko.-Runde qualifiziert. Für den bisher sieglosen Vertreter aus Österreich war dieses Ziel nicht mehr zu erreichen. Ein Spiel um die sprichwörtliche goldene Ananas? Immerhin ging es für die Eisbären noch um einen besseren Tabellenplatz und um die Frage, wer könnte der Gegner im ersten Ko.-Spiel sein?
Auf ein Wiedersehen mit einem Ex-Eisbärenspieler mussten die Fans im Welli verzichten. Nick Petersen absolvierte 125 DEL-Spiele im Trikot der Eisbären und war der Top-Scorer in den Playoffs 2018. Für die Kärntner hat in inzwischen über 300 Spiele absolviert. Er konnte wegen einer Verletzung nicht an alter Wirkungsstätte auflaufen.
Es waren erst zweieinhalb Minuten vergangen, da musste Eisbär Adam Smith wegen einer Behinderung auf die Strafbank. Daraus resultierten drei Abschlüsse für die Gäste, die Jack Lafontaine meistern konnte. Die Rotjacken, so werden die Klagenfurter von ihren Fans genannt, wollten sich in Berlin nicht als Kanonenfutter präsentieren. Sie im 1. Drittel einige hochkarätige Möglichkeiten und wußten mit ihrem Tempo zu gefallen. Glücklicherweise war ihr Powerplay nicht sehr effektiv. Zwei weitere Strafminuten gegen die Eisbären brachte nichts auf die Anzeigetafel. So war das 0:0 nach den ersten zwanzig effektiven Spielminuten folgerichtig. Das erste Powerplay der Eisbären brachte nichts ein.
Um diesen Gegner zu bezwingen musste eine Leistungssteigerung her. Nach fast 30. Minuten erwischte es Eisbärenkapitän Kai Wissmann mit einer 2+2 Strafe, erst Stockcheck und unsportlichen Verhaltens. Bis dahin hatte das Spiel keinesfalls an Qualität zugelegt. Den Vorteil machten sich die Gäst selbst zunichte, durch eine Strafe wegen Beinstellens. Der Welli wartete weiter auf ein Tor. Es fiel in der 34. Minute durch Liam Kirk nach Vorarbeit von Ty Ronning. Es gab bis zur endgültigen Anerkennung des Treffers einige Diskussionen. Er zählte, der erste Stockschlag kam von Clemens Unterweger, der dafür auf die Strafbank musste. Der Torbann löste sich endgültig in der 37. Minute Freddy Tiffels traf und wieder gab Ronning die Vorlage. Die Gäste trafen Sekunden vor dem Drittelende nur den Pfosten.
Im Schlussabschnitt ging es für die Eisbären darum, sich möglichst nicht mehr die sprichwörtliche Butter vom Brot nehmen zu lassen. Es blieb ein offener Schlagabtausch mit Vorteilen für die Eisbären. In der 50. Minute erzielten die Gäste den nicht unverdienten Treffer zum 1:2 Anschluss. Der Torschütze war der Kapitän der Klagenfurter Thomas Hundertpfund. Fünf Minuten vor dem Ende scheiterte Jean-Luc Foudy am guten Klagenfurter Schlussmann Mareks Mitens. Aus allen Lagen wurde jetzt gefeuert. In den beiden letzten Spielminuten verzichteten die Gäste auf den Goalie und dazu eine Auszeit eine Minute vor dem regulären Ende. Im ausverkauften Welli, 4.227 Zuschauer, blieb es spannend. Es reichte, die Eisbären brachten den knappen Vorsprung ins Ziel.
Hans-Peter Becker
Fotos: Stephan Wenske
