
Das Image Berlin-Liga hat sich in den letzten Jahren gebessert und wurde aufgewertet. Wie der Name verrät, spielen in dieser Liga ausnahmsweise Berliner Vereine. Deshalb kann mit Recht von Berlins höchster Spielklasse gesprochen werden. „Das ist den Fußball-Fans leider zu wenig bewusst“, beklagen Club- und Liga-Verantwortliche kritisch genug. Als TeBe (z.Z. Oberliga) bis zur 6.Liga abgestiegen war, erhöhten sich spontan die Zuschauerzahlen in der Berlin-Liga. In dieser Saison sind abermals namhafte Clubs aus der Landesliga aufgestiegen, der SCC, der Frohnauer SC, Türkiyemspor und Berolina Stralau. Nach zwei Spieltagen zeichnet sich bereits ein Trend ab: Türkiyemspor und der SCC schafften immerhin einen Punkt (Platz 14 und 15). Berlin-Türkspor, ehemals Hellas Nordwest, hatte bereits in der letzten Saison große Schwierigkeiten und das scheint sich heuer trotz eines erfolgreichen Trainers, Daniel Volbert, fortzusetzen. An letzter Stelle rangiert mit ebenfalls null Punkten der Frohnauer SC. „Das hat noch gar nichts zu sagen“ wird von Koryphäen durch die Vereinsbrille behauptet. Doch! Zumindest lässt sich schlussfolgern, in der Berlin-Liga wird guter bis ansehnlicher Fußball gespielt und Aufsteiger haben es erst einmal schwer, sich an die neue Gangart zu gewöhnen. Natürlich gibt es Ausnahmen. Dazu könnte Berolina Stralau zählen – bisher ein Sieg und ein Unentschieden. Ich bin gespannt, wie sich das künftig entwickeln wird. Der Wunsch nach mehr Medienpräsenz bleibt bestehen.
Christian Zschiedrich
