Die Situation für den 1. FC Union ist nicht einfach. Am 27. Spieltag stellt sich der Aufsteiger Jahn Regensburg in der Alten Försterei vor. Der letzte Auftritt der Regensburger in der Wuhlheide liegt schon eine Weile zurück, am 26.04.2013 sorgte ein von Torsten Mattuschka verwandelter Foulelfmeter für den 1:0 Sieg der Eisernen am 31. Spieltag. Für den Aufsteiger Jahn Regensburg bedeutete das, den sofortigen Abstieg. Am Samstag reisen die Regensburger wieder als Aufsteiger an. Die Gefahr des sofortigen Abstiegs besteht für sie in dieser Saison nicht. Im Gegenteil, der Jahn ist mit 39 Punkten Tabellenvierter, die Eisernen haben erst deren 35 auf der Habenseite.
Unter Woche gab der Präsident des 1. FC Union Dirk Zingler der Berliner Zeitung ein Interview. Er beantwortete auch Fragen zur Zukunft des Trainers Andre Hofschneider.
„Da brauchen wir gar nicht drum herum reden. Einen Trainerwechsel vollzielt man, um danach bessere Ergebnisse zu erzielen. Der Trainerwechsel führte nicht zu dem Effekt, den die Vereinsführung erzielen wollte. Das ist Fakt….Nur so viel kann ich sagen: André wird auch nach dem Spiel gegen Regensburg noch Trainer sein.“
Ein Blick auf die Tabelle zeigt, die Mannschaften muss punkten, um nicht vollends in den Abstiegskampf zu geraten und es geht um den Job des Trainers in der nächsten Spielzeit. “Das wird davon abhängen, wie wir die nächsten acht Spiele gestalten. Im Moment stellen wir uns diese Frage nicht, da wir nicht den Fehler begehen wollen, dass wir uns schon jetzt mit den Fragen aus dem Sommer beschäftigen. Das führt nämlich zu einer mangelhaften Konzentration auf das Heute. Und die aktuelle Situation sollten wir alle ernst nehmen. Wer das nicht tut, bekommt Ärger.“
Mit Regensburg kommt eine Mannschaft, die in diesem Jahr noch keinen Auswärtssieg holen konnte. „Wir wollen dort bestehen und etwas Zählbares mitnehmen“, so ließ sich Jahn Trainer Achim Beierlorzer vernehmen. Größere personelle Probleme im Regensburger Lager sind nicht bekannt. Bei den Eisernen dagegen steht wieder ein Fragezeichen hinter Simon Hedlund. Die auf Konter ausgelegte Spielweise der Gäste könnte Hofschneider dazu verleiten, es mit einem offensiven 4-2-3-1 System zu versuchen. Hinter Philipp Hosiner als Sturmspitze könnte Marcel Hartel zentral als hängender Stürmer spielen und an den Seiten Akaki Gogia und Steven Skrzybski. Im defensiven Mittelfeld ist Felix Kroos gesetzt. Wer kommt daneben zum Einsatz, Grischa Prömel oder Stephan Fürstner. In der Innenverteidigung steht Frage, ob nicht Toni Leistner für Marvin Friedrich wieder in die Startformation rücken könnte. Es geht darum, Freistoßmöglichkeiten in torgefährlicher Nähe für die Regensburger zu verhindern. Mit dem gebürtigen Berliner Marvin Knoll haben die Regensburger einen Meister der ruhenden Bälle in ihren Reihen. Seine bisher 5 Saisontore resultieren sämtlich aus Frei- und Strafstößen.
Wie das gehen könnte, gegen Regensburg zu gewinnen hat Union in dieser Saison bereits gezeigt. Am 10. Spieltag kehrten sie mit einem 2:0 Sieg aus Bayern zurück. Das Spiel beginnt am Samstag um 13:00 Uhr. Das Stadion ist fast ausverkauft. Schiedsrichter der Partie wird Guido Winkmann sein.
Hans-Peter Becker
