Bei den Eisbären sehnt man die kleine Pause durch den Deutschland-Cup (8. bis 11. November in Krefeld) herbei. Das Verletzungspech schlägt weiter. Das Positive, zuletzt wurden 6 Punkte geholt, dem Auswärtssieg in Bremerhaven folgte im Heimspiel gegen die Nürnberg Ice Tigers ein hart erkämpftes 5:4. In Bremerhaven zog sich Sean Backmann einen Muskelfaseriss zu und im Spiel gegen Nürnberg erwischte es Danny Richmond mit einer Verletzung. Die Liste wird immer länger, Thomas Oppenheimer, Jamie MacQueen, Jonas Müller und Mark Olver sowie Goalie Marvin Cüpper sind bereits seit längerem verletzt, Constantin Braun nicht einsatzfähig und jetzt neu Sean Backman und Danny Richmond.

Die bisherige Saisonbilanz nach 15 von 52 zu absolvierenden Spielen in der Hauptrunde läßt noch vieles erhoffen. Neun Siege und dementsprechend sechs Niederlagen bedeuten aktuell Platz sechs in der Tabelle. Dieser Platz würde die direkte Qualifikation für das Viertelfinale in den Playoffs bedeuten. Bis dahin ist der Weg noch weit. Es hilft nichts, über das Verletzungspech zu lamentieren. Der einsatzfähige Kader muss es stemmen. Gegen Nürnberg bot die Sturmreihe um den Nachwuchs-Center Charlie Jahnke zusammen Maximilian Adam und Verteidiger Vincent Hessler einige gute Aktionen. Jahnke und Adam hatten zusammen neun Wechsel im Spiel und fast wäre Jahnke sogar sein erstes DEL Tor gelungen. Sein gelungener Alleingang zählte leider nicht, weil das Spiel vorher durch einen Pfiff unterbrochen war. Nicht alle Spieler hatten das unmittelbar mitbekommen. Eisbären Kapitän Andre Rankel klärte die Pressevertreter nach dem Spiel auf. „Ich habe den Pfiff gehört und dachte mir gleich, schade, das Tor zählt nicht.“
Bis zur Pause sind noch zwei schwere Spiel zu absolvieren. Am kommenden Donnerstag, 01.11. steht der schwere Gang zum amtierenden Meister RB München an. Sie haben, wie Eisbären ein 6 Punkte Wochende absolviert und sind nach anfänglichen Startschwierigkeiten besser in die Spur gekommen. Es wird schwer, dort zu punkten. Am darauffolgenden Sonntag, 04.11. stellt sich der Tabellenletzte aus Schwenningen vor. Waren die Schwäne aus Schwenningen in der vergangenen Saison eine positive Überraschung, so läuft es aktuell überhaupt nicht, ganze zwei Siege konnten erst errungen werden. Die sportliche Leitung im Schwarzwald hat jetzt die Reißleine gezogen und Trainer Pat Cortina freigestellt. Bis ein neuer Trainer gefunden ist, wird der sportliche Leiter Jürgen Rumrich die Mannschaft führen.
Hans-Peter Becker
