Füchse verlieren beim SC Magdeburg 32:36
Zweites Spiel gegen den SC Magdeburg innerhalb von 12 Tagen. Nach dem Supercup gab diesmal die Bundesliga-Partie. In der nach der 1:0-Führung der Gäste zunächst der deutsche Meister spielbestimmend war. Da die Füchse in den ersten Minuten dreimal am Torhüter der Elbestädter scheiterten, konnten der SCM schnell auf drei Tore davonziehen – 6:3/14. Fortan bekamen die Füchse das Spiel besser in den Griff.
Sie setzten dabei auf ihr bewährtes Tempospiel. In Kombination mit einem sich steigernden Lasse Ludwig im Kasten und einer stabilen Deckung kamen die Hauptstädter zum Ausgleich und gingen mit dem 9:8/23. durch Matthias Gidsel wieder in Führung. Es war die beste Phase der Berliner in dieser Partie. Die taktische Maßnahme des 7:6-Überzahlspiels zeigte Wirkung und brachte Magdeburg etwas aus dem Tritt.
Ein agiler Matthes Langhoff, sowie Gidsel und der sichere Siebenmeter-Werfer Tim Freihöfer bauten mit ihren Treffern den Vorsprung sogar auf plus drei aus. Der Rückschlag fürs Füchse-Spiel kam eine Minute vor der Pause, als Freddy Simak nach einem Foul Rot sah. Statt einer komfortablen Führung gingen die Gäste nur mit einem knappen Vorsprung in die Pause – 14:13/30.
Trainer Nicolej Krickau resümierte nach der Partie: „Wir waren in der ersten Hälfte in der Abwehr unfassbar gut. Mit dem Sieben-gegen-Sechs hatten wir eine starke Kontrolle im Spiel. Die rote Karte von Freddy kurz vor der Pause tat uns dann natürlich weh. Nach dem Wechsel erhöhten die Gastgeber den Druck und wandelten ihren Rückstand schnell in eine Führung um – 17:16/35.
Zunehmend machte sich im Füchse-Abwehr-Verbund nun das Fehlen von Simak bemerkbar. Zwar hielten die Gäste das Spiel noch einige Zeit in der Waage, konnten jedoch nach eigenen Toren einige Male die schnellen Konter des Meisters nicht verhindern. Als sich noch Fehler beim Abschluss – u.a. Marsenic frei vor dem Tor, Freihöfer mit vergebenem Siebenmeter – einschlichen, kippte die Partie endgültig zugunsten der Magdeburger – 28:23/48. Das merkte auch Coach Krickau an. „Im zweiten Durchgang waren es dann die Kleinigkeiten, die uns in Schwierigkeiten gebracht haben“.
Auch Matthes Langhoff, der in Abwehr und Angriff überzeugte, analysierte das Spiel. „….unser Rückzug war in der zweiten Hälfte leider nicht mehr so gut. Da ist es einfach schwer gegen Magdeburg durchzuhalten.“ Kämpferisch gaben die Füchse bis in die Schlussphase hinein ihr Bestes, mussten jedoch am Ende eine 32:36-Niederlage hinnehmen. Die nächste Bewährungsprobe wartet am Sonntag beim Auswärtsspiel in Stuttgart.
Für die Füchse dabei: Ludwig (10 Paraden), Palicka (1); Darj (1), Prantner, Simak, Ariño, Grøndahl (5/1), Gidsel (7), Freihöfer (4/3), Pichiri, Langhoff (6), Kusche, av Teigum (3), Marsenić (6).
Herbert Schalling

