Letzte Zweifel beseitigen

Der 1. FC Union empfängt zum vorletzten Heimspiel der Saison den FC Heidenheim. Nach dem Auswärtssieg auf St. Pauli soll gleich „nachgewaschen“ werden und mit einem Erfolg alle Restzweifel mit dann hoffentlich erreichten 43 Punkten beseitigt werden. Die Ausgangslage ist bei beiden Teams nahezu identisch. Die Heidenheimer haben lediglich 3 Punkte weniger auf dem Konto und stecken so etwas mehr in Abstiegsnöten. Sie reisen mit der Empfehlung eines 3:1 Erfolges über Spitzenreiter Fortuna Düsseldorf in die Hauptstadt. „Entscheidend wird sein, wer den größeren Willen auf den Platz bringt. Zuletzt haben wir bewiesen, dass wir es können. Wir können nur an uns selber scheitern.“ Diese Worte des Heidenheimer Trainers Frank Schmidt können 1 zu 1 auf die Eisernen übertragen werden.

Unter der Woche gab es wieder einige geheime Trainingseinheiten in der Wuhlheide. Gegen den FC St. Pauli war das ein erfolgreiches Rezept. Auf jeden Fall fehlen auf Seiten der Eisernen werden Marvin Friedrich (Sperre nach rot-gelb in St. Pauli) und Grischa Prömel wegen einer Verletzung. Eventuell für einen Platz im Kader reichen könnte es für Michael Parensen. Ob es bei der zuletzt praktizierten 3er Abwehrkette bleiben wird, ließ Andre Hofschneider offen. Bei den Heidenheimern ist davon auszugehen, dass sie im zuletzt erfolgreich praktizierten 4-2-3-1 System auflaufen werden. Der Ex-Unioner Maxi Thiel wird nicht spielen können. Er kassierte im Spiel gegen Düsseldorf seine 5 gelbe Karte. Das Selbe trifft auf seinen Mittelfeld-Kollegen Kolja Pusch zu. Trotzdem sieht Trainer Frank Schmidt die personelle Situation als verbessert an. So könnte der torgefährlichste Stürmer der Heidenheimer, John Verhoek (9 Saison-Tore) zumindest wieder auf der Bank sitzen und gut sieht es aus für einen Einsatz von Sebastian Griesbeck.

Das Stadion wird bei zu erwartenden fast hochsommerlichen Wetter ausverkauft sein und dazu fest in der Hand der Fans der Eisernen. Nur knapp 300 Fans des Teams aus der schwäbischen Alb hatten sich bis Donnerstag entschlossen, die weite Reise nach Berlin anzutreten. Vor dem Spiel sollen zudem 20.000 rote Shirts verteilt werden, zu besonderen Umrahmung der Begegnung.

Was darf man von dem Spiel erwarten? Es geht für beide noch um die restlichen Punkte für den Klassenerhalt, angesichts der Tabellensituation ist gemütliches Austrudeln der Saison nicht drin. Trotz des schönen Wetters wird es kein Sommerfußball werden. Der Heimvorteil spricht für die Eisernen, zumal die Heidenheimer zusammen mit Kaiserslautern und Fürth die drei auswärtsschwächsten der Saison sind. Nur 2 Siege konnte Heidenheim bisher in der Fremde feiern. Das Hinspiel in Heidenheim bot eine Menge Spektakel, Union verlor mit 3:4, gern darf es am Samstag umgekehrt sein. Als Schiedsrichter der Partie ist Benedikt Kempkes eingeteilt. Er pfeifft in dieser Saison Union bereits zum 3. Mal, davor auswärts in Regensburg und Braunschweig.

Hans-Peter Becker

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