Im Auftaktmatch an der Dorfkirche sah es am Freitag zwischen Stern Marienfelde und Al-Dersimspor lange nach einer torlosen Punkteteilung aus, bis zur Schlussminute. Sahin erzielte in der 89. Minute das 1:0 für die Gäste.
Erwartet gewannen die Füchse Berlin an der Sömmeringstraße gegen Gastgeber Brandenburg 03 mit 3:1. Die Platzherren starteten mit der für Berlin-Liga Verhältnisse spektakulären Trainerverpflichtung Edson David Reynal Landaveri in die Saison, der Bolivianer, der zuletzt die B-Jugend von Rayo Vallecano in Madrid trainierte, die UEFA-Pro-Lizenz besitzt (seit Oktober 2020) und damit eigentlich für diese Spielklasse überqualifiziert ist. Die UEFA-Pro-Lizenz ist dem Fußballlehrer gleich gestellt. Er könnte mit dieser Ausbildung auch Profimannschaften bis zur Champions-League trainieren. Die auch von uns als ein Meisterschaftsfavorit eingestuften Füchse ließen sich davon nicht beeindrucken, gingen durch Rüdiger bereits in der 4. Minute in Führung. Nahmen allerdings nach genau einer halben Stunde den 1:1-Ausgleich durch Bushay hin und schlugen noch vor der Halbzeit, in Minute 44, durch Haubitz zurück. Die 03er waren in Gedanken mit dem Unentschieden bereits in der Kabine. Im 2. Durchgang traf Werbelow (54.) zum 3:1 für die Füchse.
Sechs Tore gab es in Biesdorf, eins für Aufsteiger Fortuna, allerdings erst als Sparta Lichtenberg bereits mit 5:0 führte. Zur Pause hieß es 0:3 am Grabensprung für die Gastgeber. Lang verwandelte in der 41. einen Elfer zum dritten Treffer für Sparta, Hänisch (65.) und Cicek (85.) erhöhten auf 4:0 und 5:0. Lindemann gelang in der 87. Minute der bereits erwähnte Ehrentreffer zum Endstand 1:5. Sparta Lichtenberg ist der Auftakt-Tabellenführer.
Ein Tor mehr erlebten die Zuschauer beim 4:3 der Spandauer Kickers über den TSV Rudow. Gempf brachte den TSV in der 10. Minute in Führung. Die Spandauer ließen sich jedoch die Butter nicht vom Brot nehmen, Tastan verwandelte in der 19. Minute einen Strafstoß zum 1:1 Ausgleich und Saleh legte in der 32. Minute zur 2:1-Führung nach. Saleh erhöhte in der 45. Minute auf 3:1. Nach dem Wechsel verkürzten die Rudower durch Dräsel auf 3:2 (63.), doch abermals Tastan verwandelte den nächsten Elfmeter zum 4:2 (85.). Günther brachte mit seinem Treffer in der Schlussminute Spandau wieder auf ein Tor heran – doch die Zeit reichte nicht mehr für einen weiteren Gästetreffer.
Der 1. FC Wilmersdorf besiegte SD Croatia 3:2, führte durch Ohadi (3.) und Bahceci (26.) bereits mit 2:0, um schließlich das 1:2 (28.) Schedlinski und das 2:2 (73.) Runge hinnehmen zu müssen. Die Gäste waren sogar dem Siegtor nahe, das aber erzielte Agyei-Yeboah (90 + 2) zum 3:2 Heimsieg in der Nachspielzeit. Am Freitag, 6. August muss der 1.FC Wilmersdorf zu den Füchsen an den Wackerweg, wo in dieser Saison die Trauben hoch hängen sollen.
1:1 Unentschieden trennten sich der Berliner SC und der SC Charlottenburg. Die Torfolge: 1:0 (7.) Hoffmann, 1:1 (29.) Horchert.
Bleibt, die Partie Türkiyemspor – SV Empor, ein knapper 0:1-Auswärtssieg des SV Empor durch eine verwandelten Elfmeter von Kempter in der 60. Minute.
Ein überraschendes Resultat gab es beim Aufeinandertreffen des 1.FC Novi Pazar aus Neukölln gegen Berlin Hilalspor 1987. Die Gäste entführten mit dem 2:0 die drei Punkte am grünen Tisch, ohne gespielt zu haben. Novi wollte wegen eines Corona-Verdachtsfalls nicht antreten. Der BFV sagte laut Staffelleiter Frank Godau: „Ein Verdachtsfall reicht nicht aus“ und wertete die Partie mit zwei Toren für Hilalspor.
Die ausgefallene Partie TuS Makkabi – Berlin Türkspor wurde neu angesetzt und wird am 11. August, 18 Uhr, Julius-Hirsch-Sportanlage nachgeholt.
Christian Zschiedrich
