Es war bereits der Sieg Nummer 4 in Folge. Zufriedene Gesichter im Lager der Eisernen, mit 3 : 1 wurde die Spielvereinigung Greuther Fürth geschlagen. Zur Halbzeitpause führten die Gastgeber mit 2 : 0. Ein frühes und ein spätes Tor (3. und 41. Min. Torschützen waren Kurzweg und Gogia) ließen kaum Zweifel aufkommen, dass der Sieger nur Union Berlin heißen kann.
Das Stadion war mit 21.344 Zuschauern fast ausverkauft. Aus Fürth hatten etwa 200 Zuschauer auf die 900 km lange Hin- und Rückreise gemacht. Sie konnten einem leidtun. Ihre Mannschaft war trotz des Anschlusstreffers (57. Min Torschütze Wittek) chancenlos. Man muss sich Sorgen um die dienstälteste Zweitliga-Mannschaft machen. Sie spielen ihre 29. Saison in Liga Zwei und führen die ewige Tabelle an. Sie galten bisher als der Angstgegner der Eisernen, die Bilanz mit nur 2 Siegen, 9 Unentschieden und 9 Niederlagen spricht eine deutliche Sprache. Seit 2003 hatten sie in der Wuhlheide nicht mehr verloren.
In der 2. Halbzeit blieb nur etwas Restspannung, weil Union mit seinen Torchanchen schlampig umging. Den Deckel machte in der 76. Minute Simon Hedlund drauf. Union spielte bis auf Peter Kurzweg in der gewohnten Formation. Kurzfristig war Kristian Petersen verletzungsbedingt ausgefallen. Kurzweg, von der Tribüne direkt in die Startformation, feierte mit seinen Tor einen Einstand nach Maß.
In der Pressekonferenz nach dem Spiel lobte Fürths Trainer Damir Buric das Spiel der Unioner. „Mit dieser Art und Weise Fußball zu spielen hat es Union verdient, oben zu stehen. Für uns war es nach dem frühen Rückstand schwer. Wir haben versucht zurückzukommen, mussten dadurch Union Räume überlassen, die sie zum kontern nutzten. Insgesamt haben die Zuschauer ein interessantes, gutes Fußballspiel gesehen.“ Greuths Torwart Sascha Burchert sah das Spiel für seine Mannschaft als kleinen Fortschritt. „Ich habe so viele klare Chancen für Union nicht gesehen, Union hat dann eben die Tore gemacht.“ Eine ziemlich exklusive Meinung des gebürtigen Berliners für einen chanchenlosen Auftritt seines Teams.
Den Eisernen bleibt jetzt wenig Zeit zur Regeneration. Am Dienstag geht es weiter, in der 2. Runde des DFB-Pokals wartet Bayer 04 Leverkusen. Die Führter auch noch im Pokal dabei und haben Dienstag Heimrecht gegen den Liga-Konkurrenten Ingolstadt.
Hans-Peter Becker
