Bei insgesamt sieben Mannschaften aus Berlin im Teilnehmerfeld der Regionalliga Nordost warten spannende Ortsderbys. Bereits am 1. Spieltag empfing die VSG Altglienicke den Aufsteiger Tennis Borussia, leider unter Ausschluss der Öffentlichkeit, im Jahn-Sportpark. Schiedsrichter der Partie war Lasse Koslowski vom Frohnauer SC, tags zuvor hatte er das Freundschaftsspiel des 1. FC Union gegen Dynamo Dresden geleitet. Am Sonntag ging es um Punkte in der Regionalliga.
Der Aufsteiger aus Charlottenburg machte den favoritisierten Altglienickern das Leben schwer. Es wäre dem Aufsteiger, vor 10 Jahren spielten sie zuletzt in dieser Spielklasse, fast eine kleine Überraschung geglückt. Bis zur vierten Minute der Nachspielzeit stand es 2:2. Zweimal gingen die Tennis Borussen in Führung kassierten aber postwendend den Ausgleich. Das Halbzeitergebnis hielt. Die Entscheidung fiel durch einen Foulelfmeter, den der TeBe-Torwart verschuldet hatte. Tolcay Cigerci, Neuzugang vom BAK, ließ sich die Chance nicht nehmen und verwandelt zum 3:2 Sieg für die VSG. Unmittelbar danach erfolgte der Schlusspfiff. Es ist natürlich bitter, so zu verlieren.
Der Jahn-Sportpark bleibt ein Ort des Schreckens für die Tennis Borussen, im Juni 2011 hatten sie dort den Verbleib in der Oberliga gegen den SC Borea Dresden mit einer 1:2 Niederlage in der Verlängerung verspielt. In den Jahn-Sportpark mussten sie damals umziehen, da das Mommsenstadion im Eichkamp vom Weltverband Fifa gesperrt wurde. In Deutschland fand die WM der Frauen statt und das Stadion war als Trainigsstätte für die Mannschaft aus Kanada vorgesehen. Es war der zweite Abstieg in Folge. 2010 mussten sie die Regionalliga nicht aus sportlichen Gründen verlassen. Tebe ging in die Insolvenz und wurde bis in die Berlin-Liga durchgereicht.
Jetzt soll alles besser werden. Die Chance – TeBe ist ja bekanntlich durch eine Entscheidung am grünen Tisch aufgestiegen, allerdings verdient, sie waren Spitzenreiter bei Saisonabbruch – soll genutzt werden. TeBe will in der Liga bleiben. Der Auftritt gegen Altglienicke, die eine Woche zuvor den BFC Dynamo im Pokalhalbfinale förmlich vom Platz gefegt hatten, gibt Hoffnung.
Hans-Peter Becker
Spieldaten
| Aufstellung Tennis Borussia: | Fikisi – Sakran, Franke, Bilbija, Matt (77. Samardzic) – Cakmak (77. Steinbauer), Oschmann, Gelici (64. Sennur) – Ndualu, Elezi, Iraqi |
| Aufstellung VSG Altglienicke: | Bätge – Lemke, Zeiger, Pütt, Brehmer – Inaler (25. Häußler) – Breitkreuz, Cigerci, Skoda, Meyer – J. Manske (72. P.-V. Manske) |
| Schiedsrichter: | Lasse Koslowski (Frohnauer SC) |
| Tor(e): | 0:1 (29.) Ndualu, 1:1 (31.) Lemke, 1:2 (41.) Ndualu, 2:2 (45.) J. Manske, 3:2 (90.+5, FE) Cigerci |
| Zuschauer: | keine |
| Gelbe Karte(n): | Lemke, Breitkreuz – Gelici, Ndualu |
