Nur ein Punkt für die Eisbären

Am 38. Spieltag der Saison 2019/20 empfingen die Eisbären den ERC Ingolstadt. In der Tabelle trennten vor dem Spiel beide Mannschaften nur ein Punkt, allerdings haben die Ingolstädter ein Spiel mehr als die Eisbären absolviert. Abstand halten und somit den Platz Vier in der Tabelle verteidigen im ausverkauften Heimspiel war die klar umrissene Aufgabe für die Eisbären nach dem vorangegangenen Auswärtswochenende.

Da einige Stürmer nicht einsatzfähig waren, musste Constantin Braun als linker Flügelstürmer in der dritten Spielreihe ran. Wieder mit dabei war Mark Olver, während u.a. Sean Backman und Louis-Marc Aubry weiter fehlten. Den besseren Start erwischten die Gäste, die in der 7. Minute durch Brett Olson in Führung gingen. Sie nutzten einen Abwehrfehler der Eisbären, es war C. Braun, der den Puck vor dem eigenen Slot vertändelte. Die Eisbären waren um den Ausgleich bemüht und der gelang in der 19. Spielminute. Kapitän Andre Rankel, gab die Vorlage für Pierre-Cedric Labrie. Strafminuten gab es im Anfangsdrittel keine. Dafür begann das Mitteldrittel mit einer Überzahl für die Gäste und war erfolgreich. In der 23. Minute schlug es erneut im Eisbärentor ein, Michael Collins war der Torschütze, zuvor waren die Eisbären nah dran an einem shorthander. In Unterzahl waren sie aufgerückt und dann nicht schnell genug zurück in ihrer Verteidigungsformation. Anschließend ging es Schlag auf Schlag und die Eisbären drehten, sehr zur Freude ihrer Fans, das Spiel, es fiel der Ausgleich und zwischenzeitlich lagen die Hausherren mit 4:2 vorn. Das Drittel endete mit 4:3.

Fotos: © Stephan Wenske

Den knappen Vorsprung ins Ziel zu retten gelang den Eisbären nicht. Es fehlten nur knapp zwei Minuten. Die Ingolstädter nahmen während eines Überzahlspiels zusätzlich ihren Torwart vom Eis und belagerten mit sechs Feldspielern das Angriffsdrittel der Eisbären. Das Risiko zahlte sich aus. Wayne Simpson hämmerte den Puck nach 58 Minuten und 13 Sekunden unter die Latte. Mit 4:4 endete die reguläre Spielzeit. Die anschließende Overtime verstrich ohne ein Tor, dabei vergaben die Eisbären einen Penalty. Austin Ortega scheiterte an Jochen Reimer im Ingolstädter Tor.

Reimer war es auch, der anschließenden Penaltyschießen den Zusatzpunkt für die Gäste sicherte. Er meisterte die Penaltys von Marcel Noebels und James Sheppard. Sein Gegenüber im Tor der Eisbären Justin Pogge machte keine so gute Figur und konnte die Einschläge nicht verhindern. Für Ingolstadt trafen Tim Wohlgemuth und Christopher Foucault. Nach Punkten zogen die Ingolstädter mit den Eisbären gleich. Auf Grund des besseren Torverhältnisses verdrängten sie die Eisbären auf Tabellenplatz fünf.

Jetzt haben die Eisbären drei Auswärtsaufgaben in Folge vor der Brust. Am kommenden Sonntag, 19.01. müssen sie in Schwenningen ran. Als kleine Randnotiz: Eisbären Kapitän Andre Rankel absolvierte gegen Ingolstadt sein 850. Spiel für die Eisbären.

Hans-Peter Becker

DEL 38. Spieltag

Freitag, 17.01.2020 19:30 Uhr MB-Arena Berlin

EHC Eisbären – ERC Ingolstadt 4:5 n.P.

Zuschauer: 14.200 (ausverkauft)

Torfolge:

0:1 Olson 06:52 (Collins)

1:1 Labrie 18:16 (Rankel)

1:2 Collins 24:32 (Edwards) PP1

2:2 Ferraro 27:30 (Olver)

3:2 Ortega 31:52 (Noebels,Kettemer)

4:2 Noebels 34:51 (Sheppard,Ortega) PP1

4:3 Findlay 37:35 (Edwards,Sullivan)

4:4 Simpson 58:13 (Edwards,Foucault) PP1 6-4 empty

4:5 Wohlgemuth 65:00 PS

Strafminuten:

Berlin – 6

Ingolstadt – 10

Torschüsse: 

Berlin – 29

Ingolstadt – 30