Erste Saison-Niederlage für die BR Volleys

Foto: Eckhard Herfet

Vor 6.632 Zuschauern lieferten sich die BR Volleys und der VfB Friedrichshafen am Sonntag in der Max-Schmeling-Halle einen spannenden Schlagabtausch, ein nervenaufreibendes Spektakel. Coach Roberto Serniotti setzte zunächst auf die selbe Formation des Champions-League-Auftakts, startete mit Kapitän Robert Kromm und Steven Marshall im Außenangriff, den beiden Mittelblockern Aleksandar Okolic, Graham Vigrass, mit Sebastian Kühner als Zuspieler, Wouter ter Maat auf der Diagonalposition sowie Libero Luke Perry. Die Hausherren starteten furios. Mit starken Aufschlägen von Kühner und drei Monsterblöcken in Serie gingen die Berliner bis zur ersten technischen Auszeit in Führung (8:4) und hielten Friedrichshafen dank konstantem Service, stabiler Abwehr und variablen Angriffen in der Anfangsphase in jedem Satz auf Abstand ( Zwischenstände jeweils 12:8, 16:11, 18:12). Das aber reichte nicht gegen die sich mehr und mehr steigernden Gäste. Über 20:15, dann 21:19, war der VfB bei 22:21 bis auf einen Zähler dran. Dennoch, Kromm & Co holten sich die ersten Satzbälle (24:22), doch Friedrichshafen glich zum 24:24 aus. Vier weitere Male hatten die Berliner die Chance zum Satzgewinn, vier weitere Male machten ihnen die Friedrichshafener einen Strich durch die Rechnung. Im entscheidenden Moment behielt das Team von Trainer Vital Heynen die Nerven und brachte schließlich im dritten Anlauf per Block von Georg Klein den Durchgang ins Ziel (32:30). Insgesamt neun Mal, in allen Spielabschnitten hatten die Hauptstädter selbst die Chance zum Satzgewinn (30:32, 25:27, 27:29). Am Ende abgeklärter nutzten die Friedrichshafener ihre Möglichkeiten und verwandelten den alles entscheidenden Matchball durch Armin Mustedanovic (29:27).

Christian Zschiedrich

BR Volleys Saison 2016/17 – 0-3 Niederlage gegen Friedrichshafen

Erste Saison-Niederlage für die Berliner ! Das „Duell der Giganten“ hielt einmal mehr, was es versprach und bot ein nervenaufreibendes Spektakel. Vor 6.632 Zuschauern lieferten sich die BR Volleys und der VfB Friedrichshafen am Sonntagnachmittag in der Max-Schmeling-Halle einen Schlagabtausch, in dem die stark aufspielenden Häfler am Ende – wie schon beim Supercup – mit 3:0 triumphierten. Der Matchverlauf war allerdings enger, als es das Ergebnis vermuten lässt. Insgesamt neun Mal hatten die Hauptstädter selbst die Chance zum Satzgewinn (30:32, 25:27, 27:29).

Union Berlin will schwarze Serie beenden

Grafik: Sportick

Der 1. FC Union will am kommenden Freitag eine Serie beenden. Es soll endlich mal ein Heimspiel gegen Greuther Fürth gewonnen werden. Zuletzt gelang dies am 28. August 2003, am 4. Spieltag der Saison 2003/04, der Trainer hieß Mirko Votava und Salif Keita erzielte beim 3:0 Sieg alle Tore für die Eisernen. Das ist ferne Vergangenheit. Seit dem Wiederaufstieg 2009 konnte kein Heimspiel gegen die Kleeblätter gewonnen werden. Unter dem neuen Trainer Jens Keller wurden bereits einige schwarze Serien beendet. Warum soll das gegen Fürth nicht fortgesetzt werden ? „Unter dem Strich entscheiden wir das Spiel, mit unserer Leistung vor unserem Publikum.“ Die Fürther haben kürzlich den Trainer gewechselt und am letzten Spieltag eine – sicherlich nicht geplante – 0:2 Heimniederlage gegen Schlusslicht FC St. Pauli hinnehmen müssen. Den Eisernen fehlte in Heidenheim die Frische, am Ende wurde es eine klare Niederlage. Die physische Fitness ist da. Es waren wohl mehr mentale Probleme. „Nach dem hoch-intensiven Spiel gegen Braunschweig waren nur 3 Tage Zeit, trotzdem müssen wir in der Lage sein, 2 Spiele auf diesem Niveau innerhalb einer Woche zu machen. Das ist uns nicht gelungen. Ein Grund mehr, gegen Fürth alles rauszuhauen.“ Personell sieht es so aus, dass Dennis Daube und Philipp Hosiner länger fehlen werden. Fabian Schönheim wird ebenso ausfallen. Ihn plagen muskuläre Probleme. Innenverteidiger-Kollege Toni Leistner wurde inzwischen Vater einer Tochter und dürfte motiviert ans Werk gehen. Es sind noch Restkarten für den Freitagabend, Anpiff 18:30 Uhr im Stadion An derAlten Försterei, verfügbar. Nach Aussage von Hannes Hahn, dem stellvertretenden Pressesprecher des 1. FC Union, werden ca. 19.500 Zuschauer  erwartet. Aus Fürth werden etwa 300 Schlachtenbummler anreisen. Anschließend ist für die Zweitligisten das Spieljahr 2016 beendet. Die Fans und sicher einige Spieler treffen sich noch zum traditionellen Weihnachtssingen.

Hans-Peter Becker

Christian Zschiedrich – meine Vereine

Christian Zschiedrich (links im Bild) als Trainer von Union 06. Foto: Union 06

Wie geht es denn „meinen“ ehemals von mir trainierten Berliner Vereinen? 1972 kam ich wieder nach Berlin. Vorher hatte ich in Duisburg Wedau 1962 bei Dettmar Cramer meine Fußball-Lizenz B als jüngster Teilnehmer und mit einer Sondergenehmigung des DFB gemacht. Meine erste Trainerstelle war sofort im Anschluss bei Viktoria Buchholz, einem Bezirksklassenverein. Beruflich verschlug es mich nach Bonn. Mein Wohnort verlagerte sich nach Waldorf/Remagen am Fuße der Eifel. In Rheinland-Pfalz blieb ich keinen Tag ohne nebenberufliche Trainer-Tätigkeit. Hatte dabei auch einige Erfolge, so u.a. der Aufstieg mit dem VfR Waldorf. Selbst als ich mein Sportlehrerstudium in Mainz vollendete, trainierte ich den dortigen Postsportverein, er war damals der mitgliederstärkste in der Region. Zurück in Berlin nahm ich – trotz mancher Warnungen – sofort ein Angebot am Heckerdamm, bei Hellas Nordwest, an. Die Mannschaft war überaltert und konnte den Abstieg aus der Verbandsliga gerade noch verhindern. Ich muss anschließend vieles richtig gemacht haben. Der Verein erlebte seine Wiedergeburt und mit dem Erreichen des Berliner Pokalfinales gegen Wacker 04 an der Plumpe, den größten Erfolg seiner Vereinsgeschichte. Natürlich verfolge ich bis heute, wo mein Verein derzeit steht. Er lebt, er spielt in der Landesliga, 1. Abteilung, aktuell mit einem 3. Tabellenplatz sehr aussichtsreich dar. In Hennef machte ich bei Karl-Heinz Heddergott meine DFB-A-Lizenz. Ich erhielt vom Spandauer Sportverein, nach Abstieg aus der 2.Liga, das Angebot, die Mannschaft als Trainer in der Oberliga (damals dritthöchste Spielklasse) 1976 zu übernehmen. Tatsächlich gelang es mir, die Mannschaft 1977 wieder an die Tabellenspitze zu führen. Etwas unverständlich, 5 Spiele vor dem Saisonende, wurde ich trotz des sportlichen Erfolgs, wir waren Spitzenreiter, von meinem Vorgänger Lothar Berger, inzwischen Vorsitzender des SSV, entlassen. Den Prozess vor dem Arbeitsgericht gewann ich mit Pauken und Trompeten. Leider ist der SSV im aktuellen Berliner Spielbetrieb in keiner Liga mehr auffindbar. Tragisch, im 122. Jahr des Bestehens wurde der Verein aus dem Vereinsregister gelöscht. Bedauerlicherweise verschwand damit ein Stück Berliner Sportgeschichte und Fußball-Tradition. Mehr als schade. Und wie ging es mit mir weiter

Ich verstand die Welt nicht mehr, hatte die Nase gestrichen voll vom Trainer-Job und fand Trost bei anderen Trainern: „Klar, das erste Mal, da tut es noch weh“. Ja,ja, der Trainer ist das schwächste Glied im Verein. Auch als geschasster Trainer mit sonst gutem Image gab es genügend Angebote. Doch ich baute mittlerweile gegenüber von Spandau auf der anderen Havelseite. Da rannte mir, dem Bauherrn, der SC Heiligensee die Bude ein. Ich konnte zu dieser Zeit nur noch Trainerämter mit weniger Zeitaufwand (mit wöchentlich zweimal Training) übernehmen. Und der Verein musste in der Nähe sein, am besten direkt vor der Tür. Der sportliche Erfolg setzte sich fort. Mit dem SC Heiligensee gelang eine Sensation. Der Verein aus der C-Klasse warf einen Oberligisten aus dem Pokal. Wann hat es das schon einmal gegeben… Apropos Pokal: Mit dem SSV war ich ein Jahr zuvor noch Berliner Hallen-Pokalsieger geworden. Zur Pokalsensation gab es, gewissermaßen als Zugabe, den Aufstieg. Mit dem SC Tegel fusioniert findet sich der SC Heiligensee als Nordberliner SC in der Berlin-Liga, meist im Mittelfeld platziert, wieder. Beruflich stand wieder mal ein Ortswechsel an. Ich wurde nebenbefruflich Jugendtrainer bei den Reinickendorfer Füchsen und eine Saison später wieder zum Männertrainer des BSC Hota, Sportplatz Reginhardstraße. Ich unterrichtete am Bertha-von-Suttner-Gymnasium in der Reginhardstraße. Dieter Dolgner, in Berlin kein Unbekannter, engagierte sich ebenfalls dort. Nach einer Saison verlor ich den Club aus den Augen. Später verließen viele der guten Spieler den Verein. Inzwischen heißt der Club BSC Reinickendorf und spielt, um mehrere Klassen abgestürzt, in der Kreisklasse C – 1. Abteilung, aktuell Tabellenplatz 5. Mehrere Sponsoren lockten mich zu den Sportfreunden nach Kladow. Zu meinem ersten Training boten die Kladower ganze sechs Spieler auf. Mir ist es heute noch ein Rätsel, weshalb ich den langen Fahrtweg aus Tegel-Ort auf mich nahm. Die Sache hatte sein Gutes. Ich lernte dort meine zweite Frau kennen und sportlich war auch wieder Erfolg da, nämlich der Aufstieg mit der Mannschaft. Der VfB Hermsdorf im Norden Berlins hatte viel mehr zu bieten. Unvergessen bleibt ein Polterabend mit den partylustigen, öfter zum Feiern geneigten Spielern, eine Turnier-Fahrt nach Westdeutschland und regelmäßige Besuche in der Sauna. Eine fehlende profihafte Einstellung zum Fußball bemängelte ich, vielleicht zu oft. Der Aufstieg war auch nicht das Ziel. Dennoch sahen Webers und Co. in der Seebadstraße oft spannenden Angriffsfußball, packende Torszenen und Tore. Zu der Zeit wurde die Entscheidung dringender denn je: Will ich nun weiter Trainer sein oder widme ich mich mehr sportjournalistischen Aufgaben. Die Erfahrung zeigte, beides ging nicht. Über meine Anfänge in den Medien habe ich in meinem Buch „Von Weltkrieg bis Web-TV“ ausführlich berichtet. Wer es genauer wissen will, das Buch kann bestellt werden, einfach eine Mail schreiben, an redaktion@sportick.de.

Christian Zschiedrich

Berliner Fußballer standen diesmal total neben den Schuhen

Herthas Heim- und Unions Auswärts-Niederlage sind nicht die einzigen Negativmeldungen. Blicken wir (wie bei uns regelmäßig) in die Regionalliga Nordost und eine Klasse tiefer, in die NOFV Oberliga Nord. Der Berliner AK verliert allmählich die Bindung nach oben. Das Heimspiel gegen RB Leipzig II wurde – bei beachtlichem Zuschauerrückgang (248) – mit 3:5 verloren. Herthas Zweite unterlag dem 1.FC Lok Leipzig zu Hause vor 591 Zuschauern 1:2. Der Tabellenführer Carl Zeiss Jena gewann vor 4.106 Zuschauern 2:0 gegen den BFC Dynamo, der auf den siebenten Tabellenplatz abrutschte. Eine Berliner Mannschaft aber gewann und das auswärts, mit 2:0 bei Union Fürstenwalde. Den Sieg sahen nur 242 Zuschauer. Gemeint ist Viktoria, sie rücken mit beachtlichen 28 Punkten nach 17 Spielen auf Platz fünf vor. Mit 17 Spielen ist die Hinrunde absolviert. Jena ist mit 42 Punkten souveräner Herbstmeister. Es gab eine Begegnung mit über 4.000 Zuschauern. Energie Cottbus – FC Oberlausitz, sahen genau 4.003, Endergebnis 3:1, Tabellenplatz 2 für das Team von Pele Wollitz mit 35 Punkten. In der NOFV Oberliga Nord verlor Tennis Borussia am Freitagabend im Mommsenstadion 0:1 gegen Anker Wismar. Lange Zeit sah es nach einer Punkteteilung aus. In der 90. Minute erzielte Zakharchenko für die Gäste den Siegtreffer. Der zweite Charlottenburger Verein in der Oberliga, Hertha 06, bekam vom Malchower SV mit 2:6 ordentlich einen eingeschenkt. Das Derby zwischen Tabellenführer und Herbstmeister Altglienicke und Lichtenberg 47 endete äußerst knapp 1:0. In der NOFV OL Nord gibt es nur 16 Vereine, die Hinrunde ist nach 15 Spielen beendet. Da Optik Rathenow mit 31 Punkten unangefochten Vize-Herbstmeister ist, sie können Altglienicke (14 Spiele, 33 Punkte) und einer ausstehenden Begegnung die Herbstmeisterschaft nicht mehr streitig machen. Auch hier gewann eine Berliner Mannschaft, (Ademi 17. + 86. und Zellner 41.) auswärts 3:1 in Rostock. Es ist der Verein, der zur Winterpause den Trainer wechseln wird, Hertha 03 Zehlendorf. Auf der Habenseite stehen nunmehr 24 Punkte, TeBe schaffte die selbe Anzahl. Sie teilen sich Tabellenplatz vier und fünf.

Christian Zschiedrich

Hat Hertha ein Ultraproblem?

Es rauscht ein bisschen im Blätterwald. Hertha plant ein neues Stadion zu bauen und im Februar wird dazu eine Machbarkeitsstudie vorgelegt. Ein Umzug vor die Stadtgrenzen von Berlin soll in den Überlegungen eine Rolle spielen. Einigen Ultra-Gruppierungen passt die ganze Richtung nicht. „Wer die Mitglieder nicht ehrt, ist bei Hertha verkehrt – Gegenbauer raus“, so stand es auf einem Banner. Laut Berliner Morgenpost war dafür die Ultra-Gruppierung „Hauptstadtmafia“ zuständig. Es geht dabei nicht nur um den geplanten Stadionneubau, es gibt auch unterschiedliche Auffassungen über den Umgang mit RB Leipzig. Sind es nur die Ultras oder gärt es auch unter den anderen Anhänger von Hertha BSC ? Könnte aus den ultra-kleinen Problem ein ultimativ großes werden ? Sportlich läuft es ja glänzend.

Hans-Peter Becker

KSC holt einen Punkt gegen den USC Münster

Ganz schön spannend war es am Samstagabend in der Köpenicker Hämmerlinghalle: die heimischen KSC Schmetterlinge holten sich schlussendlich einen sehr verdienten Punkt gegen die gut besetzten und mit einer Favoritenstellung in das Spiel gegangenen Unabhängigen aus Münster.

Der KSC begann hochkonzentriert – der erste Satz war ein hochklassiges Match zweier Teams, die sich nichts schenkten und beide mit wenigen Fehlern den Gegner jeweils ungemein unter Druck setzten. Selten gab es im ersten Satz in Köpenick eine solche Zusammenballung von außergewöhnlich langen und intensiven Ballwechseln. Die Schmetterlinge machten die entscheidenden Punkte und sicherten sich den Erfolg. Die Sätze 2 und 3 gingen dann an die Gäste aus Münster – im dritten Satz brachte der KSC einfach keine Angriffe erfolgreich durch, immer war noch die Abwehr der Gäste zur Stelle. Diese holten sich verdient die Satzführung. Im vierten Satz wechselte einige Male die Führung, der KSC befreite sich immer wieder aus dem Rückstand, kam zurück und holte sich den Satzausgleich. Mit einer Aufschlagserie von Erica Wilson (acht Punkte am Stück) zogen die Unabhängigen im fünften Satz uneinholbar in Richtung Matchgewinn.

Münsters Trainer Andi Vollmer hatte sich zwar drei Punkte aus der Hämmerlinghalle versprochen, war aber dann doch froh, nur einen Punkt für die Tabelle zu verlieren. „Egal mit welcher Mannschaft ich hier war, ob damals Wiesbaden oder jetzt Münster, das waren immer kämpferische Spiele gegen den KSC, in denen uns nichts geschenkt wurde und wir für unseren Erfolg ganz schön viel zu tun hatten.“ So auch gestern: Linda Dörendahl, Ines Bathen und Co. hatten harte Abwehrarbeit zu verrichten. Im Angriff punkteten die Amerikanerinnen Jennifer Keddy und Erica Wilson sowie die Ukrainerin Bogdana Anisova am erfolgreichsten.

Köpenicks Trainer Rieke war dagegen nach der ersten Enttäuschung „grundsätzlich zufrieden, auch wenn es immer wieder Details zu korrigieren gibt. Die Mannschaft hat sich den Punkt im wahrsten Sinne des Wortes erkämpft, hat Münster immer wieder unter Druck gesetzt. Allerdings waren uns die Gäste heute in Aufschlag und Annahme überlegen. Wir wussten, dass bei zu anspruchslosen Aufgaben Münster mit dem ersten Tempo ungemein gefährlich ist.“ Entsprechend hatte er für das Team die Aufgabe abgeleitet, „mit den Aufschlägen mehr Druck auszuüben, aber die damit verbundenen Risikoaufschläge gingen zu häufig nicht ins Feld.“ Auf KSC-Seite punkteten drei Spielerinnen mit je 14 Treffern: Alle drei, sowohl Nicole Walch, Nele Iwohn wie auch Pia Riedel, haben sich in dieser Saison gegenüber den ersten Ligavergleichen deutlich gesteigert.

Der KSC ist am nächsten Samstag in Erfurt zu Gast, nach den Weihnachtsfeiertagen folgt am 28. Dezember ein Höhepunkt mit dem Spiel gegen Supercup-Sieger Stuttgart in Köpenick.

Endergebnis:

Köpenicker SC Berlin – USC Münster 2:3 (25:22, 22:25, 13:25, 25:23, 7:15)

Quelle: Burkhard Kroll/KSC

Eisbären holen einen Punkt gegen Wolfsburg

Foto: Stefan Wenske

Mit den Grizzlys aus Wolfsburg stellte sich ein aktuelles Spitzenteam vor. Die Mannschaft hat einen Lauf, außerdem kamen sie mit der Empfehlung, nach den Münchnern, das zweitstärkste Auswärtsteam zu sein in die Arena am Ostbahnhof. Von den bisher 13 Auswärtsauftritten hatten sie 8 gewonnen. Am Freitagabend in Berlin fügten sie Auswärtssieg Nummer 14 dazu. 28 Sekunden vor Ablauf der Overtime gelang Jeremy Dehner der entscheidende Treffer. Es wurde ein 2-Punkt Sieg. In den regulären 60 effektiven Spielminuten hatten die Grizzlys einen 2:0 Vorsprung verspielt. Es stand nach zwei gespielten Dritteln nicht gut für die Eisbären. Die Grizzlys nutzen zwei Überzahlspiele. Bereits in der 2. Spielminute schlug es ein. Nach einer Minute und 29 Sekunden wurde die erste Strafzeit gegen die Eisbären verhängt und nach einer Minute und 33 Sekunden fiel das erste Tor im Spiel. Getroffen für die Grizzlys hatte Robert Bina, ganze 4 Sekunden vom Anspiel bis zum Einschlag. Der Sünder für die Eisbären, Julian Talbot, hatte sich gerade so hingesetzt. Das Drittel ging zu Ende mit erfolglosen Torschussversuchen der Eisbären. Im Mittelabschnitt ging es so weiter. Die Eisbären versuchten über den Kampf in das Spiel zu kommen. In der 28. Minute fiel das 2:0 für die Grizzlys. Die Eisbären waren nur zu dritt auf dem Eis. Erst gab es eine umstrittenen Bankstrafe wegen eines Wechselfehlers und dann leistete sich Bruno Gervais eine Strafe wegen Haltens. Den Treffer besorgte Brent Aubin. Im Schlussabschnitt wurden die Eisbären für ihren unermüdlichen Einsatz endlich belohnt. In der 46. Minute schloss Florian Busch einen Angriff erfolgreich ab. Felix Bückmann im Grizzly-Tor war in der 19. Minute bezwungen worden, nach Videobeweis gaben die Schiedsrichter das Tor. Spencer Machacek hatte zu aktiv seinen Schlittschuh eingesetzt, das entsprach nicht den Regeln. In der 52. Minute war der Puck nach einen Gewühl im Torraum erneut drin. Das Tor wurde nicht gegeben, nach Videobeweis, das Spiel war bereits unterbrochen. Es gab Penalty, der gefoulte Spieler muss ausführen. Nicolas Petersen musste antreten und verwandelte mustergültig. In den verbleibenden 8 Spielminuten hatten beide Chancen zur Entscheidung. Es blieb beim Unentschieden und den Punkt hatten sich beide redlich verdient. Den 12.526 Zuschauern wurde am Freitagabend noch das Spektakel einer Overtime geboten. Seit dieser Saison wird die Overtime 3 gegen 3 ausgespielt. Die Entscheidung fiel 28 Sekunden vor Ablauf der Overtime. Ein Schuss von Jeremy Dehner fand den Weg ins Ziel. Wenigstens einen Punkt konnten die Eisbären mitnehmen.

Hans-Peter Becker

 

Spieldaten

Ort MB Arena Berlin

09.12.2016 19:30 Uhr

Zuschauer 12.526

 

Schiedsrichter Köttsdorfer, Rohatsch

 

Eisbären Berlin

Tor Vehanen, Petri – Cüpper, Marvin

1. Reihe Rankel, André – Wilson, Kyle – Tallackson, Barry – Braun, Constantin – Gervais, Bruno

2. Reihe Busch, Florian – Olver, Darin – Petersen, Nick – Adam, Maximilian – DuPont, Micki

3. Reihe MacQueen, Jamie – Talbot, Julian – Machacek, Spencer – Baxmann, Jens – Wissmann, Kai

4. Reihe Braun, Laurin – Fischbuch, Daniel – Ziegler, Sven

Trainer Uwe Krupp

 

Grizzlys Wolfsburg

Tor Brückmann, Felix – Vogl, Sebastian

1. Reihe Furchner, Sebastian – Haskins, Tyler – Fauser, Gerrit – Dehner, Jeremy – Sharrow, Jimmy

2. Reihe Pfohl, Fabio – Voakes, Mark – Aubin, Brent – Wurm, Armin – Likens, Jeff

3. Reihe Dibelka, Lubor – – Weiß, Alexander – Krupp, Björn – Bina, Robbie

4. Reihe Karachun, Alexander – Mulock, Tyson – Riefers, Philip

Trainer Pavel Gross

Niederlagen für Berliner Proficlubs

Glücklicherweise haben Fußballspiele öfter einen unerwarteten Ausgang. Beide Proficlubs aus Berlin lieferten einen anschaulichen Beweis für diese These. Am Freitagabend kehrten die Eisernen mit einer 0:3 Packung aus der Ostalp zurück. Da ging eigentlich gar nichts. Die Niederlage schmerzt, die Heidenheimer sind jetzt, mit einem Punkt mehr, an den Eisernen in der Tabelle vorbeigezogen. In der 58. Minute verletzte sich Dennis Daube an der Schulter und musste ausgewechselt werden. In der Innenverteidigung ersetzte Fabian Schönheim den werdenden Vater Toni Leistner. Man muss nicht lange drumherum reden, „Glückwunsch an Frank Schmidt und den 1. FC Heidenheim, das war heute ein hochverdienter Sieg. Nach so einem Spiel brauche ich nicht viel zu analysieren, wir waren von Anfang an nicht richtig im Spiel. Ich sage jede Woche, dass es extrem schwer ist, wenn die Bereitschaft nicht stimmt. Heute hat es an vielem gefehlt. Wir haben verdient mit 0:3 verloren“, so das kurze Fazit von Jens Keller auf der Pressekonferenz nach der Partie.

Hertha BSC versuchte es reichlich 24 Stunden später besser zu machen. Der Lokalrivale quittierte ebenso eine verdiente Niederlage. Werde Bremen kam im Berliner Olympiastadion zum ersten zu Null Sieg in dieser Saison. Es war ein Spiel für Liebhaber der Fußball-Taktik. Leider hatten die Bremer die taktischen Absichten der Berliner sehr schnell durchschaut. Dazu hatten sich die Herthaner mal einen schlechten Tag gegönnt. Normalerweise endet so ein Spiel als Nullnummer. Ein individueller Fehler eines Herthaners entschied die Partie. Niklas Stark verzettelte sich und wird in der Nacht zum Sonntag nicht allzu gut geschlafen haben. Er steht noch ganz am Anfang und kann daraus nur lernen. In der 41. Spielminute, war es passiert. Max Kruse war der Nutznießer und erzielte das einzige Tor im Olympiastadion. Anschließend stellten beide Mannschaften eindrucksvoll unter Beweis, dass sie nicht zu den Anwärtern auf einen Platz in der Champions-League gehören werden. Das war höchstens biederer Bundesligadurchschnitt, was beide am Samstagabend zelebrierten. Bremens Serge Gnabry lieferte einen Menge Argumente dafür , warum sein Arbeitgeber Weder Bremen heißt und nicht mehr Arsenal London. Seien wir nicht ungerecht, immerhin hat er bisher 5 Tore für Werder erzielt. Fast hätte Vedad Ibisevic der Hertha einen Punkt gerettet. Er traf immerhin den Außenpfosten. Da wird ein alter Bekannter im Bremer Tor, Jaroslav Drobny mal tief durchgeatmet haben. Hertha bleibt trotzdem Tabellendritter, die Verfolger klauten sich gegenseitig die Punkte. Die Eisernen beschließen das Jahr mit dem Heimspiel gegen Greuther Fürth am kommenden Freitag. In der ersten Liga sind noch 2 Spieltage (15. und 16. Spieltag) zu absolvieren, bevor es in die Weihnachtsruhe geht. Am kommenden Samstag reist Hertha nach Leipzig. Den Neuling hat es erwischt, in Ingolstadt setzte es die erste Saisonniederlage. Jetzt ist keine Mannschaft aus dem Teilnehmerfeld mehr ungeschlagen. Mal was die Alte Dame dort reißen kann. Vielleicht war ja die unerwartete Heimniederlage ein Weckruf.

Hans-Peter Becker

USC Münster kommt nach Köpenick

Letztes Spiel der englischen Woche für den Köpenicker SC Berlin: Am Samstag, den 10. Dezember 2016 begrüßen die Berliner Schmetterlinge um 19:00 Uhr in der Hämmerlinghalle um 19:00 Uhr den USC Münster. Der neunmalige deutsche Meister kommt mit der Empfehlung frischer Siege gegen Potsdam und Wiesbaden in die Hauptstadt und strebt erneut in die Play-offs der Liga. Der Verein dürfte auch in der jetzigen Saison für so manches Spitzensport-Spektakel auf dem Feld gut sein. Für den USC Münster hieß es nach der letzten Saison, die Mannschaft neu aufzubauen. Erfahrene und sehr erfolgreiche Athletinnen wie Michala Kvapilova, Amanda Sa, Sarah Petrausch und Ashley Benson verließen das Team genau wie die Nachwuchstalente Irina Kemmsies, Pia Leweling und Julia Schäfer. Trotz etwas weniger Etat in der Schatulle gelang es, erneut ein schlagkräftiges Team zusammenzustellen. Auf der Diagonalen ist jetzt eine alte Berliner Bekannte im Einsatz: Erica Wilson, 2014/15 noch beim KSC als Mittelblockerin unter Vertrag, entwickelt sich auf der neuen Position zur Scorerin. Im Mittelblock ist neu neben der früheren Dresdnerin Juliane Langgemach die US-Amerikanerin Jennifer Keddy im Einsatz. Im Zuspiel wirken zwei unterschiedliche Charaktere auf dem Feld: Britt Bongaerts (NL) ist durch ihre Größe stark am Netz sowie im Block und auf dem besten Wege, den ersten Berufungen zur niederländischen Nationalmannschaft weitere folgen zu lassen. Kaisa Alanko (FIN) ist dagegen langjährige Nationalspielerin und schon sehr erfahren sowie zudem super schnell – und am Netz stark, obwohl sie eher klein ist. Ein wichtiger Scorer des USC war in den bisherigen Spielen die erst achtzehnjährige Hanna Orthmann, die sich auf den Außenpositionen zu einer sehr druckvollen Angreiferin entwickelt. Der KSC traf bereits beim Vorbereitungsturnier in Dippoldiswalde auf den USC, den Sieg holten sich damals die Westfalinnen. In der Liga überzeugte Münster auch in seinen Spielen gegen Dresden und Aachen. Dass auch Münster noch Reserven hat, offenbarte die in der Deutlichkeit überraschende Niederlage gegen Vilsbiburg (aus KSC Sicht: Wie sich doch die Bilder gleichen!). Doch trotz dieses Ausrutscher glaubt Berlins Trainer Manuel Rieke, „dass Münster wohl als klarer Anwärter für die direkte Qualifikation zu den Play-offs anzusehen sein dürfte. Wir haben mit dem Spiel am Samstag eine erneute Standortbestimmung vor uns und wollen uns so teuer wie nur möglich verkaufen.“

In Berlin geht es wieder um wichtige Punkte und der KSC möchte den Aufwärtstrend der letzten Spiele bestätigen. Erneut gilt es, mit den Westfälinnnen mitzuhalten, so dass den Zuschauern wieder attraktiver spannender Volleyball geboten werden kann. Das KSC Team freut sich auf regen Besuch des Spiels – wir sehen uns in der Hämmerlinghölle!

Quelle: Burkhard Kroll/KSC