Viktoria knöpft Magdeburg die Punkte ab

Über dreitausend Anhänger des 1. FC Magdeburg hatten den Weg nach Berlin, in den Jahnsportpark gefunden. Sie wurden vor dem Spiel mit Ihrer Hymne begrüßt und der Stadionsprecher erinnerte vor Bekanntgabe der Mannschaftsaufstellungen an die große Tradition des aktuellen Spitzenreiters der 3. Liga. 1974 gewann der 1. FCM überraschend den Europapokal der Pokalsieger unter dem legendären Trainer Heinz Krügel. In Rotterdam wurde vor einer Minuskulisse von nur 4.644 Zuschauern der Titelverteidiger AC Mailand mit 2:0 geschlagen. Es war die Mannschaft um Kapitän Manfred Zapf, zusammen mit Jürgen Sparwasser, Wolfgang „Paule“ Seguin, Joachim Streich und und. Unter denen, die sich am 4. April 2022 in der Fan-Kurve im Jahnsportpark eingefunden hatten, waren viele 1974 noch nicht auf der Welt.

Ein kleines bisschen ähnelten sich die äußeren Umstände, Flutlicht, kein gutes Wetter, ein für die Anzahl der Zuschauer zu großes Stadion und ein klarer Favorit traf auf einen Außenseiter. Offiziell waren es 4.334 Fußballfreunde, die bereit waren, eine Eintrittskarte zu kaufen. Viktorias Trainer Farat Toku hatte sich eine dicht gestaffelte Defensive ausgedacht. Es war über weite Strecken ein 5-4-1 System, den Magdeburgern wurde sogar großzügig das Mittelfeld überlassen. Vor dem eigenen Strafraum ging es dann ordentlich zur Sache. Im Tor der Viktorianer stand Philip Sprint. Die eigentliche Nummer eins, Julian Krahl laboriert seit dem Spiel in Osnabrück an einer Patellasehnenreizung.

Der 1. FCM ergriff sofort die Initiative und ließ die Himmelblauen nicht über die Mittellinie. Es dauerte bis zur 15. Minute, da fasste sich Moritz Seiffert ein Herz und holte einen Eckball für Viktoria heraus. Nur drei Minuten später startete Viktoria den zweiten Versuch, den Ball in die Magdeburger Hälfte zu bringen. Dabei wird Franck Evina von den Beinen geholt, Freistoß halblinks aus 25 m Torentfernung. Der Gefoulte bringt den Ball gefühlvoll in den Strafraum und dort steht Jakob Lewald gold-richtig, kann seine 1,94 m Körpergröße einsetzen, sein Kopfball landet im Tor. Das war die völlig überraschende Führung.

Die Magdeburger versuchten zu antworten und vergaben gute Möglichkeiten. Bis zur Halbzeitpause hatte Magdeburgs Keeper Dominik Reimann einige Mühe, sich warmzuhalten. Beim Gang in die Halbzeitpause zeigte die große Anzeigetafel die überraschende 1:0 Führung für Viktoria an.

In der Halbzeit schwor Toku seine Truppe noch mehr auf die Defensive ein, „versucht, so lange wie möglich ein Gegentor zu verhindern, dann könnte heute was drin sein.“ Dass die zweite Halbzeit dann so optimal für seine Mannschaft beginnen sollte, hätte er sich schöner nicht denken können.

Kaum war das Spiel wieder angepfiffen, da stand es 2:0 für Viktoria. Ballverlust im Mittelfeld, Cebrails Makreckis eroberte den Ball und schickte sofort Soufian Benyamina auf die Reise und der trifft. Das war sehenswert, gekonnte Ballmitnahme in vollem Lauf und überlegt abgeschlossen. Sein Bruder Karim saß auf der Tribüne und der Daumen ging nach oben.

Jetzt dehnte sich jede Sekunde für die Viktoria-Fans zu einer Minute. Magdeburg drückte und Viktoria stemmte sich gegen die Angriffswellen. Selbst die Balljungen versuchten mitzuhelfen und postierten sich mit den Ersatzbällen auf der Mitte der Laufbahn und nicht wie üblich an der Rasenkante. Ein Magdeburger Betreuer übernahm, leicht wütend, wenigstens auf Höhe der Magdeburger Bank den Job der Balljungen.

Erst in der 76. Minute gelang der Anschlusstreffer im Anschluss an eine Ecke. Die Zeit dehnte sich weiter, für Viktoria wollte sie überhaupt nicht vergehen. Die Angriffsversuche des Tabellenführers wurden immer verzweifelter. In der Nachspielzeit hatte dann Viktorias Torwart seinen großen Auftritt, er kratzte einen gefährlichen Kopfball von der Linie.

Kurz vor 21 Uhr war es dann vollbracht, der langersehnte Schlusspfiff von Schiedsrichter Richard Hempel erlöste den FC Viktoria und seine Anhängerschaft. Nicht nur für die Akteure, auch für den Schiedsrichter war es ein hartes Stück Arbeit, neun Gelbe Karten musste er insgesamt verteilen, sechs davon sahen die Himmelblauen. Egal, Freudentänze beim FC Viktoria und mittendrin Sportdirektor Rocco Teichmann, der just an diesem Tag seinen 36. Geburtstag feierte.

Mit diesem Sieg rutscht der Aufsteiger wieder auf einen Platz über dem Strich und schöpft neue Hoffnung im Kampf um den Klassenerhalt. Wie einst 1974 in Rotterdam, bestätigte sich die alte Weisheit, dass im Fußball nichts unmöglich ist.

Fußball 3. Liga

32. Spieltag 04.04.2022 19:30 Uhr Jahnsportpark Berlin

FC Viktoria 1889 Berlin – 1. FC Magdeburg 2:1 (1:0)

Mannschaftsaufstellung Viktoria

Sprint – Lewald – Makreckis – Benyamina (71. Falcao) – Ezeh – Kapp – Evina (46. Jopek) – Gunte – Seiffert (60. Theisen) – Pinckert (85. Yamada) – Menz

Viktoria Berlin hat einen neuen Trainer

Farat Toku (Mitte) ist neuer Cheftrainer von Viktoria Berlin. Fotocredit: Viktoria Berlin

Die Himmelblauen haben einen neuen Cheftrainer: Der 41-jährige Bochumer Farat Toku übernimmt ab sofort das Berliner Drittliga-Team und wird dabei von den Co-Trainern David Pietrzyk und Richard Krohn, Athletik-Trainer Roman Steinweg, Torwart-Trainer Marco Sejna und Physiotherapeut Javier Cordero unterstützt. In der 3. Liga stehen für Viktoria Berlin noch elf Spiele auf dem Programm. Hinzu kommt der Berliner Landespokal-Wettbewerb.

Rocco Teichmann, Sportdirektor der Himmelblauen, erklärt: „Im Rahmen unserer Suche konnten wir aus einer Vielzahl von Bewerbern und Empfehlungen einen kleinen Kandidatenkreis formen. Erstmals in der Geschichte von Viktoria Berlin mussten wir einen Trainer mit Pro Lizenz und der damit notwendigen Qualifikation für die 3. Liga finden. Farat passt mit seinem Temperament und seinen Qualitäten optimal zu uns.“

„Menschlich und fußballerisch lassen sich sehr viele Parallelen zu Viktoria Berlin ziehen. Ich stehe für vieles, wofür der Klub auch steht und habe das Gefühl, dass es zwischen uns passt. Wir wollen nun fleißig sein und in den kommenden Tagen und Wochen intensiv arbeiten, um unser Ziel, den Klassenerhalt, frühestmöglich zu erreichen. Ich freue mich sehr auf diese neue Herausforderung“, sagt Viktorias neuer Cheftrainer Farat Toku.

Peer Jaekel, Geschäftsführer von Viktoria Berlin, ergänzt: „Es ist uns gelungen, mit Farat Toku einen Trainer zu gewinnen, von dem wir uns kurz-, mittel- und langfristig die Weiterentwicklung der Mannschaft und jedes einzelnen Spielers sowie das Erreichen der sportlichen Ziele erhoffen. In vielen intensiven Gesprächen hat er uns mit seiner emotionalen und direkten Ansprache überzeugt.“

Farat Toku war von Januar 2015 bis Oktober 2019 Trainer des Regionalligisten SG Wattenscheid 09. Zwischenzeitlich übernahm er dort auch die Funktion des Sportlichen Leiters. Im März 2020 begann Toku den Lehrgang zum Fußball-Lehrer, den er im Mai 2021 erfolgreich abschloss.

Schafft er die Trendwende? Aktuell stehen die Himmelblauen nur knapp über dem Strich. Am Mittwoch, 2. März lieferten sie in Halle im Nachholspiel zwar eine gute kämpferische Leistung, unterlagen in der Schlussphase deutlich mit 1:4. Es fehlten im Angriff die berühmten Mittel. Es gelang zwar der Führungstreffer, mehr allerdings nicht.

Quelle: Viktoria Berlin

Viktoria Berlin verpflichtet Mittelfeldspieler Martin Gambos

Kurz vor Ende der aktuellen Winter-Transferperiode verpflichtet Viktoria Berlin den slowakischen Mittelfeldspieler Martin Gambos. Der 24-Jährige kommt vom slowakischen Erstligisten Zlate Moravce und spielte darüber hinaus für die slowakischen U-Nationalmannschaften (U18-U21).

„Martin ist sehr talentiert, hat ein überragendes Positionsspiel und kann eine gute Balance in ein Spiel bringen. Er durfte in der Slowakei in der ersten Liga spielen und auch international schon Erfahrung sammeln. Ich bin davon überzeugt, dass Martin sehr gut in unser Profil passt und unsere Spielidee schnell verstehen wird. Er macht einen sehr smarten Eindruck. Ich freue mich, dass er unser Mittelfeld verstärken wird“, betont Chefcoach Benedetto Muzzicato.

Martin Gambos sagt über seinen neuen Verein: „Aufgrund meiner Vergangenheit bei 1860 München habe ich die 3. Liga immer mal wieder verfolgt. Dabei ist mir Viktoria Berlin als Neuling in der Liga auch positiv aufgefallen. Ich sehe den Klub als einen guten Verein, um mich weiterzuentwickeln. Ich freue mich sehr über diese Chance, wieder in Deutschland Fußball zu spielen. Bisher wurde ich großartig aufgenommen, jeder versucht mir meinen Start in der neuen Stadt zu erleichtern. Ich möchte in dieser Saison so viele Spiele wie möglich machen und der Mannschaft dabei helfen in der Tabelle möglichst weit oben zu stehen.“

Sportdirektor Rocco Teichmann sagt über den Neuzugang: „Martin Gambos war bereits seit einiger Zeit Thema bei uns. Mit Björn Jopek, Christoph Menz und mittlerweile auch Diren Günay hat Martin sicherlich auch Konkurrenz auf seiner Position, aber genau dort wollten wir im Winter noch einmal nachbessern und das ist uns mit seiner Verpflichtung gut gelungen.“

Gambos wurde in der Slowakei geboren, kam mit zwölf Jahren nach Deutschland, spielte bei Jahn Regensburg und viele Jahre beim aktuellen Drittligisten 1860 München. Für eine Leihe kehrte er in die Slowakei zurück, spielte dann noch eine Saison bei den Münchnern, ehe er die letzten vier Jahre in der Slowakei bei den Erstligisten MSK Zilina, Spartak Trnava, FK Senica und zuletzt Zlate Moravce unter Vertrag stand.

Unterdessen wird die Leihe von US-Amerikaner Bryang Kayo, der im Sommer vom VfL Wolfsburg zu den Himmelblauen kam, mit sofortiger Wirkung beendet. Er kehrte zunächst zu den Wölfen zurück und geht von dort auf Leihbasis zum Regionalligisten 1. FC Nürnberg II.
Auch die Leihe von Torhüter Elian Clasen zu Union Fürstenwalde wird beendet. Bis zum Saisonende kehrt er in seine Heimatstadt zurück und spielt per Leihgeschäft bei Altona 93 in der Regionalliga Nord.

Quelle: FC Viktoria 1889 Fußball

Fotocredit: Viktoria Berlin

Cebrail Makreckis wechselt von Borussia Dortmund II zu Viktoria Berlin

Die Himmelblauen verpflichten in der Winter-Transferperiode mit Cebrail Makreckis einen weiteren Spieler. Der Mittelfeldspieler kommt von der U23 von Borussia Dortmund zu den Himmelblauen. 

„Ich freue mich sehr auf meine neue Herausforderung bei Viktoria Berlin und darüber, weiterhin in der 3. Liga an den Start zu gehen. Jeder im Klub macht einen sehr engagierten Eindruck. Hier passiert viel im Hintergrund und auch die Mannschaft ist hoch motiviert. Ich möchte in der restlichen Saison nun dabei helfen, dass wir möglichst weit oben mitspielen, will viele Scorerpunkte sammeln und meinen Beitrag dazu leisten, dass wir die Saison erfolgreich abschließen“, sagt Cebrail Makreckis über seinen Wechsel zu Viktoria Berlin.

„Cebo ist jung, hat eine gute Ausbildung genossen und verfügt über Drittliga-Erfahrung aus der Hinserie. Bei Borussia Dortmund hat er auf einem sehr guten Level trainiert“, sagt Chefcoach Benedetto Muzzicato über den Mittelfeldspieler und erklärt: „Für uns ist Cebo ein sehr flexibler Spieler, den ich gerne im zentralen Mittelfeld sehen möchte, auch wenn er bei Dortmund aufgrund seiner Dynamik und Schnelligkeit auf den Außenbahnen eingesetzt wurde. Ich mag es aber auch, dynamische Spieler in der Mitte zu haben und Cebo hat bewiesen, dass er technisch gut ist, in Drucksituationen effektiv Lösungen finden kann und einen guten Abschluss hat. Er wird uns sicherlich bereichern, wenn es uns gelingt, sein Potenzial auszuschöpfen.“

„Ich freue mich, dass wir gemeinsam mit den Verantwortlichen von Borussia Dortmund II diese Einigung finden konnten. Cebo ist ein Spieler, der aufgrund seiner Mentalität einen hohen Mehrwert in unser Team bringt. Wenn man bedenkt, dass er in seinen Kurzeinsätzen ein Tor und einen Assist gemacht hat, ist das schon einmal ordentlich. Wir wissen aber auch, dass noch mehr in ihm steckt“, sagt Sportdirektor Rocco Teichmann.

Cebrail Makreckis wurde in der Jugend bei Bayer Leverkusen ausgebildet. Nach einer Leih-Saison bei Bergisch Gladbach 09 spielte er noch eine Saison in der U19 von Bayer Leverkusen, ehe er im Juli 2020 zum Bonner SC wechselte. Vom Bonner SC ging es für Makreckis dann zur U23 von Borussia Dortmund, wo er in der Hinrunde der Saison 2021/22 auf 15 Einsätze kam.

Quelle: FC Viktoria Berlin/Vera Krings

Fotocredit:© Viktoria Berlin

Von Königsblau zu Himmelblau – Brooklyn Ezeh wechselt zur Viktoria

Berlins Drittligist hat auf dem Transfermarkt zugeschlagen. Bisher konnten lediglich Abgänge vermeldet werden.

Der 20-jährige Brooklyn Ezeh wechselt vom Regionalligisten Schalke 04 II zu Viktoria Berlin. Bei den Himmelblauen soll der linke Verteidiger die Mannschaft des Drittligisten auf seiner Position verstärken. Am Montag, dem 17. Januar 2022 startete Brooklyn Ezeh bereits mit den Himmelblauen ins Training.

„Ich habe mich für Viktoria Berlin entschieden, da es ein toller Verein ist, um sich weiterzuentwickeln. Ich habe den Eindruck, dass Viktoria Berlin ein Klub ist, der viele Ambitionen hat, auch wenn er noch nicht lange in der 3. Liga spielt. Man erkennt die Ambitionen, den Klub aufzubauen, erfolgreich zu sein und vielleicht auch einmal höher zu spielen. Ich möchte allen zeigen, was ich drauf habe, so viele Spiele wie möglich machen und mit der Mannschaft möglichst viele Erfolge einfahren“, sagt der Hamburger über seinen neuen Klub und seine Ziele bei Viktoria Berlin.

Für Cheftrainer Benedetto Muzzicato ist der Transfer von Brooklyn Ezeh ein Gewinn für alle Beteiligten: „Brooklyn stand bereits einmal bei mir im Fokus, hat sich damals aber für die Aussicht entschieden, bei den Profis von Schalke mitzutrainieren. Er ist ein sehr interessanter Junge mit einer starken Physis, viel Tempo und einem starken linken Fuß. Mit ihm gewinnen wir einen Spieler, der gefährliche Standards schlagen kann. In den Gesprächen konnte man spüren, dass er sich verbessern will, hungrig ist und dass er ein Spieler ist, den man eher bremsen als motivieren muss. Es gilt nun, ihm zeitnah unsere Spielidee näherzubringen, ihm aber auch Zeit zu geben, diese zu verinnerlichen. Ich freue mich, dass wir ihn sportlich inspirieren konnten und er sich für uns und den Schritt in die 3. Liga entschieden hat.“

„Brooklyn ist ein hochtalentierter Junge mit sehr viel Potential. Er bringt viel Energie mit und entspricht genau dem Profil, das wir gesucht haben, um auf seiner Position für uns Mehrwerte zu schaffen. Brooklyn soll auf der linken Seite einen gewissen Konkurrenzkampf aufleben lassen, der dazu dient, dass man sich in der Leistungsfähigkeit steigert“, sagt Sportdirektor Rocco Teichmann über den Neuzugang.

Der gebürtige Hamburger Brooklyn Ezeh wurde beim Hamburger SV ausgebildet. Er wechselte im Juli 2020 dann zu den Königsblauen. In der U23 von Schalke 04, die in der Regionalliga West spielt, kam Ezeh seitdem auf insgesamt 42 Einsätze.

Quelle: FFC Viktoria Berlin/Vera Krings

Pressefoto: © Viktoria Berlin

Offensivspieler Tolcay Ciğerci verlässt Viktoria Berlin Richtung Türkei

Tolcay Ciğerci im Spiel gegen den 1. FC Kaiserlautern © Foto: Viktoria Berlin

Tolcay Ciğerci, der bei den Himmelblauen von seinen Offensivqualitäten zu überzeugen wusste, wechselt gegen Ablöse zum türkischen Zweitligisten Samsunspor. Dort erhält er einen Vertrag bis 2023.

„Nach intensiven Gesprächen haben wir Tollis Wunsch nach einem Wechsel in die Türkei zugestimmt. Wenn zudem bestimmte wirtschaftliche Angebote gemacht werden, die wir als aufstrebender Drittligist nicht ablehnen können, stehen wir einem Transfer auch nicht im Wege“, sagt Rocco Teichmann, Sportdirektor von Viktoria Berlin und erklärt: „Wir verstehen uns als Verein, der Spieler ausbildet, besser macht und ihnen den Weg in höhere Ligen ebnet, sei es in Deutschland oder im Ausland. Das ist Teil unserer Vereinsphilosophie. Tolli ist sehr talentiert und technisch versiert. Er hat uns mit seiner hohen offensiven Qualität bereichert. Wir freuen uns, dass er die Chance bekommt, sich in der zweiten Liga in der Türkei unter Beweis zu stellen und wünschen ihm viel Erfolg bei Samsunspor.“

Tolcay Ciğerci betont: „Ich hatte eine sehr gute Zeit bei Viktoria Berlin und habe mich hier sehr wohlgefühlt, was sicherlich auch anhand meiner Leistungen zu erkennen war. Der Ehrgeiz und die Visionen des Klubs sind beeindruckend. Nichtsdestotrotz geht für mich mit dem Wechsel in die Türkei ein langgehegter Traum in Erfüllung und ich freue mich sehr auf diese neue Herausforderung. Ich danke den Verantwortlichen von Viktoria Berlin für das Vertrauen der vergangenen Monate und wünsche dem Klub, dass er sich im Profifußball etabliert.“

Der 26-jährige Ciğerci kam im Sommer 2021 zu Viktoria Berlin. Er absolvierte insgesamt 14 Spiele für den Klub in der 3. Liga, ist mit sieben Toren und sieben Vorlagen Topscorer der Himmelblauen. Der derzeit achtplatzierte Klub Samsunspor ist die erste Station für Ciğerci in der Türkei. In Deutschland wurde er beim VfB Peine und VfL Wolfsburg ausgebildet. Anschließende Stationen waren der HSV, die SpVgg Greuther Fürth, der Berliner AK, die VSG Altglienicke und schließlich Viktoria Berlin.

Quelle: Viktoria Berlin/Vera Krings

© Foto: Viktoria Berlin

Viktoria Berlin leiht US-Talent Bryang Kayo

Die Himmelblauen verstärken sich per Leihgeschäft mit dem 19-jährigen Mittelfeldspieler bis zum 30. Juni 2022. Bryang Kayo kommt vom VfL Wolfsburg, spielte dort mit der zweiten Mannschaft in der Regionalliga Nord und trainierte zuletzt bei den Wölfen in der ersten Mannschaft mit.

„Ich freue mich sehr auf Bryang und darüber, dass wir mit dem VfL Wolfsburg diese Einigung erzielen konnten. Er ist ein Spieler, den wir so noch nicht in unserem Kader haben. Er bringt eine unglaubliche Dynamik mit und hat gestern einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Bryang wird mit seiner Art, dieses Spiel zu spielen gut in unsere Philosophie passen. Bei uns wird er die Möglichkeit haben, sein Können zu zeigen und er wird hier definitiv auch für sich den nächsten Schritt machen. Wir geben ihm Zeit, weil er uns und die 3. Liga noch kennenlernen muss, aber wir dürfen mit Bryang jetzt einen frischen, jungen und dynamischen Spieler in unseren Reihen begrüßen“, sagt Cheftrainer Benedetto Muzzicato über den 19-Jährigen.

Bryang Kayo startete am gestrigen Donnerstag mit hoher Motivation in seine erste Trainingseinheit bei den Himmelblauen und erklärte anschließend: „Ich bin sehr dankbar, ein Teil dieses Vereins sein zu dürfen. Nachdem ich vergangene Saison Erfahrungen in der Regionalliga sammeln durfte, freue ich mich sehr auf die Herausforderungen der 3. Liga und natürlich auch auf Berlin. Ich kann es kaum erwarten, in die Saison einzusteigen und dem Team dabei zu helfen, Spiele zu gewinnen und wichtige Punkte zu holen.“

Sportdirektor Rocco Teichmann betont: „Mit der Leihe von Bryang haben wir wieder einen wichtigen Teil unserer Philosophie erfüllt und geben damit einem jungen Spieler eine Perspektive zur Weiterentwicklung. Das gehört zu unseren Prinzipien und darauf sind wir sehr stolz.“

Bryang kam im Sommer 2020 nach Deutschland, spielte im Jahr zuvor noch bei der U17-WM in Brasilien für die US-Nationalmannschaft. Beim VfL Wolfsburg II kam er als U19-Spieler auf acht Einsätze in der Regionalliga Nord, ehe diese pandemiebedingt abgebrochen werden musste. Mittelfristig soll Bryang Kayo Teil der U20-Nationalmannschaft der USA werden. Bei Viktoria Berlin kann er nun Profi-Erfahrung sammeln.

Quelle: Viktoria Berlin

Viktoria verpflichtet Soufian Benyamina

Auf der Suche nach einem Stürmer ist Viktoria Berlin fündig geworden. Soufian Benyamina, geboren in Berlin, hat bei den Himmelblauen einen Vertrag für zwei Jahre unterschrieben. Der 31-Jährige war zuletzt vereinslos, trainiert aber bereits seit einigen Wochen mit der Mannschaft von Cheftrainer Benedetto Muzzicato mit.

„Als waschechter Berliner ist es für mich etwas Besonderes für einen Berliner Club im Profifußball zu spielen. Mit meiner Familie und meinen Freunden im Hintergrund ist das natürlich auch eine Extra-Motivation. Man merkt deutlich, was derzeit im Verein entsteht, wie sich die Strukturen verbessern und dass hier ein klarer Plan verfolgt wird“, sagt Soufian Benyamina über seine neue Aufgabe und betont: „Ich möchte meine Erfahrungen einbringen in diese recht junge Truppe und möchte dabei helfen, dass Viktoria Berlin sich im Profibereich hinter Hertha und Union etablieren kann. Ich habe richtig Bock auf dieses spannende Projekt und wünsche mir, dass wir mit mutigem und schönem Fußball den Klassenerhalt sichern können.“

Rocco Teichmann, Sportdirektor der Himmelblauen, sagt: „Soufian ist bereits fast seit Vorbereitungsbeginn in das Team integriert und alle Parteien waren sich einig, dass uns diese Personalie sportlich und menschlich sehr weiterhelfen wird. Er wird uns mit seiner Drittliga-Erfahrung in der einen oder anderen Phase der kommenden Saison definitiv bereichern können. Darüber hinaus bringt Soufian eine Mentalität mit, die ihm auch Führungsqualitäten bescheinigt und er ist natürlich auch torgefährlich, was für uns eine wichtige Rolle spielt bei den Partien, die auf uns zukommen werden.“

Soufian Benyamina wurde in der Jugend von Hertha BSC und Union Berlin ausgebildet, sammelte dann Drittliga-Erfahrung bei Carl-Zeiss Jena, spielte beim VfB Stuttgart II und kam auch zu Bundesliga-Einsätzen mit der ersten Mannschaft. Nach Stationen bei Dynamo Dresden, Preußen Münster, Wehen Wiesbaden und Hansa Rostock ging es für ihn dann in die polnische erste Liga. Zuletzt stand er beim VfB Lübeck unter Vertrag.

Quelle: Viktoria Berlin

Weiterhin unangefochten FC Viktoria 89 und überraschende Berliner Siege

In der Regionalliga Nordost fielen zwei Spiele der Corona-Pandemie zum Opfer – ausgerechnet die Berlin-Derbys Tennis Borussia gegen den BFC Dynamo und die Partie der VSG Altglienicke gegen Hertha BSC II. Altglienicke steht dennoch mit 22 Punkten weiter auf Platz 2 der Tabelle, jetzt mit 11 Punkten weniger als Viktoria (33 Punkte nach 11 Spielen). Viktoria hat 2 Spiele mehr ausgetragen als die VSG.

Ebenfalls nur neun absolvierte Partien hat BFC Dynamo, Tabellenplatz 8 mit 14 Punkten. Das ist zwar ärgerlich, aber die Freude, überhaupt noch spielen zu können überwiegt. Die Tabelle ergibt mehr und mehr ein schiefes Bild. Auf 10 Spiele kommen Carl Zeiss Jena (21 P.), Hertha BSC II (13 P.), Tennis Borussia (9 P.) und Schlusslicht Bischofswerdaer FV.

Strahlende Gesichter bei Viktoria 89, nicht nur bei Cheftrainer Benedetto Muzzicato und Sportdirektor Rocco Teichmann. Kein Wunder bei der makellosen Bilanz von elf Spielen, 33 Punkten, alles bisher gewonnen. Vor 655 Zahlenden wurde zuletzt das Heimspiel gegen Babelsberg 03 mit 3:0 gewonnen. Die Tore fielen: 1:0 (48.) Fardjad Azad, 2:0 (66.) Küc, 3:0 (85.) Hovi.

Aus Berliner Sicht weiter erfreulich das 3:0 des Berliner AK 07 auswärts in Cottbus. Der BAK kletterte auf Platz 5 der Tabelle. Ein Sieg in dieser Deutlichkeit war in Cottbus nicht erwartet worden. Zuschauer waren in Cottbus nicht erlaubt. Der Ex-Cottbusser Beyazit tat sich Tor-Schütze hervor. In der 6. und 48. Minute erzielte er das 1:0 und das 2:0. Der Vorlagengeber El-Jindaoui erhöhte in der 85. Minute auf den Endstand zum 3:0 für die Berliner aus dem Poststadion.

Eine kaum erwartete Erfolgsmeldung kam aus Lichtenberg, Vor 966 Zuschauern siegten die 47er im Zoschke gegen den 1. FC Lok Leipzig mit 3:2. Früh, bereits in Minute 2, erzielte Rausch die 1:0 Führung. Der 1:1-Ausgleich fiel kurz nach Wiederbeginn in der 49. Minute durch Sirch. Gözüsirin brachte vier Minuten später die erneute Führung zustande, die Grüneberg (55.) auf 3:1 ausbaute. Abderrahmane brachte die Leipziger in der 68. Minute auf 2:3 heran. So blieb es bis zum Abpfiff von Schiri Rauschenberg, der in Minute 28 dem Lok-Spieler Ziane nach einem groben Foul die Rote Karte zeigte.  

So es das Virusgeschehen ermöglicht, steht eine englische Woche an. Der Berliner AK empfängt am Mittwoch, 29.10. 2020 bereits um 14.00 Uhr die VSG Altglienicke und Viktoria muss zeitgleich bei Union Fürstenwalde ran. Um 19.00 Uhr empfängt Hertha BSC II Aufsteiger Tennis Borussia und der BFC Dynamo spielt im Jahn-Sportpark gegen Lichtenberg 47.

Ein weiteres Berlin-Derby soll am Samstag, 31.10.2020 13.30 Uhr, zwischen Lichtenberg 47 und Hertha BSC II ausgetragen werden. Zeitgleich will Spitzenreiter Viktoria sein Heim-Spiel gegen den 1. FC Lok Leipzig austragen.

Am Sonntag, 1.11.2020, 13.30 Uhr, steht Tennis Borussia vs Berliner AK auf dem Programm und der BFC Dynamo soll in Meuselwitz antreten.

Christian Zschiedrich