8. Spieltag

Im Mittelpunkt des achten Spieltages stand die Begegnung im Poststadion zwischen dem Berliner AK und Tabellenführer Energie Cottbus. Es war tolles, ein fesselndes Spiel vor 1.357 Zuschauern. Leider hat sich der Stadionsprecher völlig daneben benommen. Eine weitere Gelegenheit wird er nicht bekommen. Übrigens sahen 1.748 Zuschauer in Babelsberg das Spiel gegen Altglienicke, 1.987 Zuschauer waren beim Spiel ZFC Meuselwitz gegen Chemie Leipzig und 1.633 Zuschauer lockte der BFC Dynamo gegen Budissa Bautzen an. Diese Zahlen ragen im Vergleich zu den anderen Begegnungen mit jeweils nur etwas mehr als 300 Zuschauern heraus.

Ins Amateurstadion zum Spiel Hertha BSC II – TSG Neustrelitz (Vorletzter) waren nur 353 Zuschauer gekommen, um Valentin Lazaro (von RB Salzburg gekommen) bei seinem Debüt zu sehen. Er hinterließ, als die erhoffte Verstärkung, eine Stunde lang einen großartigen Eindruck. Bereits in der 15. Spielminute schoss er mit einem sehenswerten Tor die Ante Covic-Truppe auf die Siegerstraße – mit bewundernswerter Technik und einem kernigen Schuss ins obere rechte Toreck. Voraus ging eine geschickte, schnelle Mitnahme des Balles. Herthas Zweite muss bereits am kommenden Freitag ins Stadion der Freundschaft zu Energie Cottbus. Allerdings könnte Pal Dardai Valentin Lazaro am Donnerstag mit nach Schweden zum Euro-League-Spiel gegen den schwedischen Pokalsieger Östersund nehmen. Herthas Zweite muss in der Woche sogar zweimal ran. Vor dem Cottbus-Spiel hat Herthas U 23 anlässlich des Premier League International Cup am Mittwoch zuvor bei Leicester City anzureisen.

Energie Cottbus, souveräner Tabellenführer, 8 Spiele, 24 Punkte, wird sicher kein leichtes Spiel gegen Herthas Reserve haben. Die Mannschaft von Trainer Claus Dieter Wollitz wirkt stabiler und abgezockter als im letzten Jahr. Der 1:0-Sieg (69. Schlüter) ist der Beweis dafür, dass die mutig nach vorn spielenden 07er Schützlinge von Markus Zschiesche von den Gästen aus Cottbus auswärts hauchdünn besiegt werden konnten. BAK bleibt bei 11 Punkten, wie Viktoria 89. Thomas Herbst verlor mit seinem Team (defensiv schwach) gar mit 1:4 in Fürstenwalde. Ansonsten sind aus Berliner Sicht noch zwei Siege und ein Unentschieden zu vermelden. Aufsteiger Altglienicke, jetzt 12 Punkte, erkämpfte sich mit dem 1:1 in Babelsberg verdientermaßen einen Punkt. Hertha II – TSG Neustrelitz endete 3:1 und der BFC Dynamo zerlegte Budissa Bautzen 5:0. Gäste-Trainer Torsten Gütschow: „Der BFC hat uns heute eine Lehrstunde erteilt.“ BFC-Coach Rene‘ Rydlewitz hofft auf eine Wiederholung dieser Leistung am Freitag beim VfB Auerbach (spielte in Halberstadt 2:2).

Christian Zschiedrich

Regionalliga Nordost 7. Spieltag

Energie Cottbus marschiert und konnte die Tabellenführung weiter ausbauen. Das Spitzenspiel Erster gegen Zweiter entschieden sie vor 8.102 Zuschauern mit 3:1 (2:0) für sich, schüttelte den BFC Dynamo als engsten Verfolger  weiter ab. Dennoch bleibt der BFC Dynamo mit 13 Punkten (jeweils einen vor Nordhausen und Babelsberg) auf Tabellenplatz 2. Trotz einer 3:4-Niederlage zu Hause gegen Babelsberg bleibt Viktoria 89 mit 11 Punkten auf Tabellenplatz 5. Allerdings sind die sechs Mannschaften von Platz 5 bis 10 punktgleich, darunter der Berliner AK mit 11 Punkten infolge des 1:0-Sieges in Neustrelitz.  Küc 0:1 (13.) erzielte auch zur Freude von Trainer Zschiesche den frühen Siegtreffer.

Das wohl „verrückteste“ Spiel an diesem Wochenende, 3 : 4 (0:2), sahen 828 Zuschauer im Stadion Lichterfelde zwischen Viktoria 89 und Babelsberg 03. Einen 0:3-Rückstand glich Viktoria durch Schünemann (63.), Kargbo (81.) und Gladrow (83.) per Eigentor zum 3 : 3 aus. Dann schlug T. Schmidt (85.) für die Gäste mit dem erlösendem 4. Tor zurück.

832 Zuschauer im Jahnsportpark, zu Gast der 1.FC Lok Leipzig, sahen eine temperamentvolle Begegnung. Mattuschka (54.) und Kahlert (73.) erzielten für den Aufsteiger die Tore zum zwischenzeitlichen 2 : 1. In der 90.Minute unterlief Stüwe ein unglückliches Handspiel im Strafraum und Malone (Torschütze zum 1 : 1 (64.), verwandelte per Handelfmeter (90.) zum schmeichelhaften Remis für Lok Leipzig. Altglienicke hat als Aufsteiger, wie Lok Leipzig 11 Punkte nach 7 Spielen und ist Tabellenachter.

Herthas Zweite verlor auch beim FC Oberlausitz 1 : 3 und dümpelt weiterhin mit nur 6 Punkten als 15. unter dem Strich. Durch Mirbach  (27.) gingen die Herthaner zunächst in Führung, verloren aber in der 38. Minute mit Mittelstädt wegen Foulspiel und Unsportlichkeit mit Gelb-Roter Karte ihren Leistungsträger. Noch vor der Halbzeit (43.) glich Marek zum 1:1 aus. Zwei weitere Treffer erzielten die Platzherren nach dem Wechsel, Gerstmann war der doppelte Torschütze. Die Berliner fühlten sich durch einige Entscheidungen von Schiedsrichter Ostrin benachteiligt. Ante Covic sprach von einem „brutalen Einfluss“ des Referees auf das Spiel. Nicht jedes zu Zufallkommen (Mittelstädt) ist eine Schwalbe.

Christian Zschiedrich

Regionalliga, Oberliga, Berlin-Liga auf Hochtouren

Christian Zschiedrich kommentiert. Foto: Sportick

In der Regionalliga steht der 7., in der Oberliga der 5. und in der Berlin-Liga der 6. Spieltag an. Mit Blick auf die Berliner Clubs sind in der höchsten Amateurklasse der BFC Dynamo und Viktoria 89 recht ordentlich aus den Startlöchern gekommen, vor allem der BFC Dynamo mit 13 Punkten und damit aktuell auf den 2.Tabellenplatz hervorzuheben, gefolgt von Viktoria 89, 11 Punkte, Platz 3. Beachtlich, Aufsteiger VSG Altglienicke rangiert nur einen Punkt, deren 10, dahinter. Herthas Zweite, müssen wir feststellen, ist nicht gut aus den Puschen gekommen, Platz 15, nur 6 Zähler auf dem Konto, während der Berliner AK, immerhin zwei Zähler mehr, den 11.Platz einnimmt, was allerdings im Poststadion keineswegs befriedigt.

Am nächsten Freitag muss BAK nach Neustrelitz. Die TSG wirkte gegen Dynamo total von den Socken, konzeptionslos und verlor 1:4. Trotz des klaren Sieges für den BFC war Trainer Rene‘ Rydlewicz mit der Leistung seines Teams überhaupt nicht einverstanden. Die Spieler haben sich bestimmt für Sonntag geschont, denn da heißt es, sich beim Tabellenführer Energie Cottbus wieder von der besten Seite zu zeigen. Cottbus startete im Gegensatz zum Vorjahr, sechs Spiele, sechs Siege, 18 Punkte, 22:1 Tore. Dem Papier nach ist die Claus-Dieter Wollitz-Truppe klarer Favorit und konnte das bisher bestätigen.

Viktoria 89, das mit 1:0 beim 1.FC Lok Leipzig gewann, empfängt am Samstag den Tabellen-Neunten Babelsberg 03. Thomas Herbst wird seine Mannschaft gegen die zuvor torlosen Babelsberger (0:0 gegen Nordhausen) einschwören. Hertha BSC verlor im Amateurstadion das Derby gegen Aufsteiger Altglienicke 0:1 und möchte nun in der Oberlausitz gegen Neugersdorf den Ruf ablegen, schlechtester Berliner Vertreter auf einem möglichen Abstiegsplatz zu sein. Der Berliner AK gewann übrigens gegen Oberlausitz Neugersdorf 5:2 und dürfte in Neustrelitz alle drei Punkte für sich verbuchen.

NOFV Oberliga Nord

Lichtenberg 47 scheint sich aus der jahrelangen Mittelmäßigkeit heraus zu kämpfen und steht nach vier gewonnen Spielen an der Spitze. Voraussetzung für die makellose Bilanz von 12 Punkten (12:2 Tore) war der Sieg des Lehmann-Teams gegen 03 in Zehlendorf. Der Siegtreffer (Gawe, 93.)  konnte erst in der Nachspielzeit erzielt werden.  Jetzt sind die 47er am Samstag, 13.30 Uhr,  zu Hause, Howoge-Arena, gegen den 16., Hertha 06, haushoher Favorit, wenn die Charlottenburger bloß nicht unterschätzt werden.  Schwerer hat es Hertha 03 Zehlendorf am Samstag in Rathenow.

Der Aufsteiger SC Staaken feierte seinen ersten Sieg gegen Altlüdersdorf mit einem deutlichen 5:1. Am Samstag müssen sie beim Tabellen-Dritten, dem Brandenburger SC Süd bestehen. Die Südler aus der Stadt Brandenburg landeten letzte Woche einen Sieg (7:0) bei Hertha 06. Was macht Tennis Borussia nach dem Trainerwechsel? Mit Thomas Brdaric holten die Veilchen in Rathenow beim 0:0 einen wichtigen Punkt – bedeutet momentan Tabellenplatz 10, 4 Spiele, 4 Punkte und 4:5 Tore. Am Samstag geht es in die Gießerei-Arena zum FC Greif nach Torgelow, dem derzeitigen Achten in der Tabelle.

Berlin-Liga

Ein altbekannter Verein macht von sich reden und führt die Tabelle (15 Punkte, 20:1 Tore) nach fünf Spielen verlustpunktfrei an: Blau Weiß 90. Ebenfalls ohne Punktverlust SD Croatia. Am Sonntag, 17.30 Uhr, kommt es an der Rathausstraße zum Spitzenduell Erster gegen Zweiter Blau-Weiß 90 gegen SD Croatia. Die Croaten besiegten, alle Achtung, den 1.FC Schöneberg 5:1; mit der Vier-Tore-Differenz, nämlich 4:0 siegte Blau-Weiß 90 beim TSV Rudow. Ganz schwer eine Vorhersage fürs Aufeinandertreffen zu prophezeien.

Tasmania hatte bei Stern 1900 sehr häufig das Nachsehen, heuer siegte Tas 3:1, hat aber bisher nur 9 Punkte (Tab.6.), empfängt am Sonntag den BFC Preussen. Was erstaunte, das Kuriosum bei den Füchsen. Ergebnis TuS Makkabi – Füchse Berlin 6:3. Torwart Kempf erhielt in der 19.Spielminute infolge eines Fouls und wegen Unsportlichkeit die Gelb-Rote Karte. Einen Ersatzkeepeer (weilte in Urlaub) hatten die Füchse nicht dabei, also, ein Feldspieler (Hampel) musste ins Tor. „Ärgerlich“ sagt Trainer Kai Brandt, denn seine Mannschaft führte nach elf Minuten 2:0. Am Sonntag müssen die „Unbeherrschten“ zu Sparta Lichtenberg.

Christian Zschiedrich

Auch Herthas Zweite verliert

Die Niederlage der Ersten in Dortmund war standesgemäß und verdient. Dortmund war am Samstagnachmittag eine Nummer zu groß. Nach wie vor kränkelt das Offensivspiel der Hertha. Dem Nachwuchs erging es nicht besser. Völlig verdient gewann Viktoria 89 im Stadion Lichterfelde das Derby der Regionalliga gegen Herthas zweite Mannschaft. Und das ziemlich klar mit 4:1. Nach fünf Spielen steht Hertha auf Platz 13, mit sechs Punkten.

Einlauf der Gladiatoren im Stadion Lichterfelde. Foto: Sportick

Ein erfreuliches Bild bietet sich  in der Spitzengruppe: Viktoria schiebt sich auf Rang 4, mit zwei Punkten weniger als BFC Dynamo (Rang 2)  und Lok Leipzig, beide mit je 10 Punkten. Souverän bisher Klaus-Dieter (Pele) Wollitz mit Energie Cottbus. Fünf gewonnene Spiele, 15 Punkte, Tabellenführer mit 5 Punkten Vorsprung auf den Zweiten. Allerdings verloren die Cottbusser in der Nachspielzeit ihren Leistungsträger Kruse wegen einer Gelb-Roten Karte beim Spiel gegen Meuselwitz. Beim nächsten Spiel am Sonntag, 10.9. in Halberstadt fehlt er auf jeden Fall.

Erfreuliches vom BFC Dynamo, der Auswärtssieg, 3:1, in Halberstadt, beschert dem Team von Rene Rydlewicz den zweiten Platz. Am Freitag, dem 8.9. steht das Heimspiel gegen die TSG Neustrelitz an. Hoch interessant natürlich am Tag darauf, Samstag, 9.9., die Partie Dritter gegen Vierter, 1.FC Lok Leipzig gegen Viktoria 89. Nicht zu vergessen ist die Partie im Amateurstadion am Freitag, 8.9., es wartet das nächste Derby Hertha BSC II – VSG Altglienicke. Aufsteiger

Die Tribüne im Stadion Lichterfelde. Foto: Sportick

VSG gewann sein erstes Spiel in der Regionalliga gegen den Berliner AK mit 1:0. Das goldene Tor erzielte Kahlert in Minute 20. Der BAK war eigentlich spielbestimmend, so kann es gehen, nur fünf Punkte nach fünf Spielen, das ist nur Platz 14 – das könnte am Ende ein Abstiegsrang sein, je nachdem, wer aus Liga 3 absteigen muss. Aufsteiger Altglienicke steht mit nunmehr sieben Punkten auf den 11. Tabellenplatz. Die Saison verspricht einiges an Spannung.

Christian Zschiedrich

BFC Dynamo und VSG Altglienicke in der Regionalliga

Erst 1:0 geführt, 1:2 gegen VSG Altglienicke verloren Foto: Sportick

Der Artikel „….genügend Stoff zur Diskussion“ enthielt bereits den Hinweis: Über den etwas überraschenden Sieg der VSG Altglienicke beim BFC.  Immerhin 1.415 Zuschauer im Jahn-Sportpark waren live dabei. Vor dem 4. Spieltag hatte der Aufsteiger Altglienicke aus drei Begegnungen erst einen Punkt gesammelt, Dynamo deren vier. Die Mannen von BFC-Trainer Rene Rydlewicz waren wohl haushoher Favorit, im Heimspiel bot das Team im DFB-Pokal gegen Schalke 04 sehenswerten Fußball.

Wer gegen einen Bundesligisten streckenweise mithalten konnte und insgesamt eine ansprechende Leistung zeigte, der wird, drei Klassen tiefer, gegen einen Aufsteiger zeigen können, wer Herr im Hause ist. Erwartungsgemäß ging der BFC nach 37 Minuten mit 1:0 per Kopfball von Kamm Al-Azzawe aus fünf Metern in Führung. Die Köpfe waren auf Sieg programmiert und die Körper ebenso. Doch fortan bemängelte Trainer Rydlewicz die Körpersprache seiner Spieler. Von Leidenschaft keine Spur. Chancen ja, docvh kein entschlossener Abschluss. Von wegen nachlegen…

Noch vor Halbzeitpause glich Torsten Mattuschka – einst Profi beim Erzrivalen 1.FC Union – aus, schlenzte den Ball aus 14 Metern zum 1:1 (43.) ins Dynamo-Gehäuse. So wurden die Seiten gewechselt. Im zweiten Durchgang waren noch keine fünf Minuten gespielt, als per Kopf, ungehindert aus sechs Metern, Christian Preiß (55.) der Siegtreffer (Flanke Kevin Stephan) für Altglienicke gelang. Aus den Reihen der VSG trugen übrigens mit Christian Preiß und dem erfahrenen Björn Brunnemann einst das weinrote Trikot des BFC Dynamo. VSG-Keeper Marcus Rickert, zuvor bei Viktoria 89 und dem VfL Osnabrück unter Vertrag, hielt seinen Kasten bis Schlusspfiff sauber, hätte jedoch nach Ansicht der Dynamos auf Grund eines übertriebenen Einsatzes gegen Steinborn des Feldes verwiesen werden müssen. Schiedsrichter Pawlowski gab nur einen Eckball, Glück für den Aufsteiger. Der BFC hatte genug Chancen, um diese unerwartete Niederlage abzuwenden.

Gut erholt von dieser Niederlage präsentierte sich der BFC 3 Tage später beim Nachholspiel im Stadion Lichterfelde. Beim Lokalrivalen FC Viktoria 1899 wurde mit 3:1 gewonnen. Vor 1.095 Zuschauern brachte Ergirdi die Himmelblauen in der 8. Minute mit 1:0 in Führung, die der BFC nur eine Minute später durch Cepni egalisieren konnte. Die Führung für den BFC besorgte Steinborn in der 42. Minute und alles klar machte schließlich der für Steinborn in der 78. Minute eingewechselte Breitfeld mit seinem Treffer zum 3:1 Endstand in der 87. Minute. Die Tabelle ist damit wieder egalisiert, alle Mannschaften haben jetzt 4 Spiele ausgetragen. Der am besten platzierteste  Verein ist aktuell der BFC Dynamo auf Platz 4 (7 Punkte), es folgt Hertha BSC II Platz 7 und 6 Punkte, Viktoria ist 10. mit 5 Punkten, ebensoviele Zähler hat der BAK auf Platz 12, aktuell am schlechtesten platziert von den Berliner Vertretern ist Aufsteiger Altglienicke auf Platz 14 und 4 Punkten auf der Habenseite.

Bei 5 Berliner Vertretern in dieser Spielklasse bleiben die Derbys nicht aus. Am bevorstehenden 5. Spieltag gibt es gleich wieder deren zwei, am kommenden Samstag empfängt der VSG Altglienicke den BAK, ab 13:30 im Jahn-Sportpark, bekanntermaßen teilen sie sich ja diese Spielstätte mit dem BFC Dynamo. Victoria hat zur selben Zeit die Möglichkeit im heimischen Stadion in Lichterfelde die Niederlage gegen den BFC wieder gut zu machen. Der Gegner heißt allerdings Hertha BSC II.

Christian Zschiedrich

Carl Zeiss Jena hat den Aufstieg geschafft

Nach zwei nervenaufreibenden Aufstiegsspielen gegen Viktoria Köln ist der Meister der Regionalliga Nordost, Carl Zeiss Jena in die 3. Liga aufgestiegen. Zwar verlor der FC Carl Zeiss zu Hause vor 13.800 Zuschauern (ausverkauft) mit 0:1, der 3:2-Sieg im Hinspiel war der mehr geschossenen Auswärts-Tore wegen letztendlich ausschlaggebend. So sehr sich der Westmeister um den zweiten Treffer in Jena bemühte, Jena behielt die Nerven und ist nach fünfjähriger Abwesenheit in den Profifußball zurückgekehrt. Mit dem Schlusspfiff brachen alle Dämme, grenzenloser Jubel, der Nordostmeister wurde für den Erfolg gefeiert. Aus der Region gibt es heuer keinen Absteiger, weil die Zweite von RB Leipzig  nicht mehr antritt, dazu der FC Schönberg  sich aus finanziellen Zwängen zurückzieht. Und durch den Aufstieg von Jena gibt es einen zusätzlichen Aufsteiger aus der Oberliga. Südmeister Chemie Leipzig und Newcomer VSG Altglienicke sind regional angekommen. Rathenow und Halberstadt spielen den dritten Aufsteiger in dieser Woche aus.

Die NOFV Oberliga Nord hat ihre 30 Spieltage nun ebenfalls beendet. Lediglich der 1. FC Frankfurt steigt ab. Germania Schöneiche zieht die Mannschaft  zurück. Ein Phänomen der Regionalliga (die leidigen) und ebenso in der Oberliga. Die Platzierungen der Berliner Vereine:

  1. VSG Altglienicke, 3. Lichtenberg 47, 4. FC Hertha 03 Zehlendorf,  6. Tennis Borussia,

  2. CFC Hertha 06.

Das sieht auf dem Papier  ganz gut aus, lässt man die Existenzkämpfe ehemals führender Traditionsvereine mal außen vor. In der Sommerpause kann viel geschehen. Bei Tennis Borussia stellt sich die Frage, ob der Trainerwechsel wirklich was gebracht hat. Die Lila-Weißen basteln – nach verheißungsvollen Neuzugängen – weiter am Kader für die neue Saison.  Zum Saisonende hat TeBe ein unrühmliches Bild abgegeben. Das Hissen einer Regenbogenfahne ist mit den Fans einvernehmlich gelöst worden und bestimmt nicht des Pudels Kern. Was mir zu denken gibt, TeBe schaffte es nicht für die letzte Partie, 0:2 in Wismar verloren, elf Spieler zusammen zu kriegen. Sollte einfach nicht passieren, schadet sportlich und obendrein dem Image.

Christian Zschiedrich

Das Saisonende im Berliner Fußball

Grafik: Sportick

In der Bundesliga schaffte Hertha BSC mit 49 Punkten den 6.Platz, der dank Borussia Dortmund die direkte Teilnahme an der Europa League. Glückwunsch. Der 1.FC Union schaffte in der 2.Liga mit 60 Punkten Platz 4, der leider zum Aufstieg nicht reichte. Das Torverhältnis 51:39 ist positiv (+12). Im Vergleich zur Hertha 43:47 (-4). Braunschweig scheiterte in der Relegation an Wolfsburg.

Der Meister in der Regionalliga Nordost heißt mit 75 Punkten Carl Zeiss Jena. Immerhin ein souveräner Zieleinlauf, neun Punkte vor Energie

Cottbus. Für den ersehnten Drittliga-Aufstieg hat sich Jena eine vielversprechende Ausgangsposition im Hin- und Rückspiel gegen Viktoria Köln geschaffen. In Köln wurde 3:2 gewonnen. In der vergangenen letzten Saison hatte Viktoria 89 noch gegen den Abstieg zu kämpfen. Jetzt beendeten die Südberliner die Saison als bester Berliner Vertreter mit 56 Punkten (63:47) auf Platz 4. Doch das Trainerduo Parlatan/Thurau verlässt Viktoria 89.

BAK 07 brachte 55 Punkte (54:42) ins Ziel, Platz 6 hinter Babelsberg 03. Herthas Zweite wurde 9. Von 18 Mannschaften, 48 Punkte (46:48). Als schwächster Berliner Vertreter endeten die 34 Saisonspiele für den BFC Dynamo, Platz 15 (44 P., 51:54). Das schlechte Abschneiden in der Meisterschaft kompensierten die Dynamos mit dem Berliner Pokalsieg, 3:1 nach Verlängerung gegen Viktoria 89 (Bericht Hans-Peter Becker). Na dann lost mal für die erste DFB-Pokalhauptrunde dem BFC einen attraktiven Gegner zu.

In der NOFV Oberliga Nord gewannen beide führenden Mannschaften ihre Heimspiele. Altglienicke 4:1 über Germania Schöneiche und Optik Rathenow 3:1 über Hertha 06. Am kommenden Samstag ist noch ein Spieltag (alle 14.00 Uhr) auszutragen. Der Meister steht noch nicht fest. Die TSG Altglienicke führt mit 70 Punkten vor Optik Rathenow mit 67. Doch Altglienicke muss beim Tabellendritten Lichtenberg 47 antreten und Rathenow hat das weitaus bessere Torverhältnis. Verliert Altglienicke und gewinnt Optik Rathenow bei Germania Schöneiche(14.), dann stößt Optik Altglienicke im letzten Spiel noch vom Sockel. Wie stark legt sich Lichtenberg gegen Altglienicke ins Zeug? Germania Schöneiche zieht die Mannschaft am Saisonende zurück.

In der Berlin-Liga stehen sogar noch zwei Spieltage aus. Dennoch Meisterschaft und Abstieg stehen fest. Glückwunsch dem SC Staaken zur Meisterschaft. Die Mannschaft von Jeffrey Seitz düst bereits am Donnerstag nach Mallorca. Der TSV Hürtürkel (durchgereicht), 1.FC Wilmersdorf und BFC Dynamo II steigen ab. Die Leistungsunterschiede und auch das Zuschauerinteresse sind in der Berlin-Liga arg unterschiedlich. In den unteren Klassen sind ab der Landesliga durchweg noch zwei Spieltage zu bestreiten.

Christian Zschiedrich

BAK 07 – BFC Dynamo 2:0 (0:0) und Auf- und Abstiegssituation

Das Ergebnis im Berlin-Derby wochentags im Nachholspiel interessierte nur 280 Zuschauer. Die Treffer erzielten im zweiten Durchgang Belegu(55.) und Zimmer(78.). Oben und unten ist der Auf- und Abstieg entschieden. Unten infolge der zum Saisonende zurückgezogenen Mannschaften von RB Leipzig II und Schönberg 95. Oben sorgte Babelsberg mit dem 2:1-Sieg über Energie Cottbus für klare Verhältnisse zugunsten von Carl Zeiss Jena. Bei ausstehenden drei Spielen Jena = 72 Punkte, Cottbus = 60. Jena erzielte ein 1:1 gegen RB Leipzig und BAK 07( Tab.3., 55 Punkte) dazu noch ein 1:1 gegen Nordhausen. Der BFC Dynamo (11., 39 Punkte) verlor auch noch die Partie in Meuselwitz 0:2. Infolge dieser Konstellation versprechen die letzten drei Spieltage wenig Spannung. Die Vereine können hinsichtlich der kommenden Saison schon viel ausprobieren und die Akteure können mit guten Leistungen auf sich aufmerksam  machen. Positiv Viktoria 89, torlos in Auerbach, 5.Tabellenplatz mit 50 Punkten.

BFC-Trainer Rene‘ Rydlewicz

Am kommenden 32.Spieltag können drei Punkte gegen den Tabellenvorletzten  Budissa Bautzen hinzukommen. Gratulation also an Carl Zeiss Jena, Meister der Regionalliga Nordost. Daumendrücken im Aufstiegskampf der Ersten in den Regionalligen Nord, West, Südwest und Bayern. Außerdem glückliche Händchen der Vereine für die kommende Saison, insbesondere an Energie Cottbus, die eigentlich hätten aufsteigen müssen.

Christian Zschiedrich

Union hui – Hertha pfui

Es ist die achte Auswärtspleite in Folge, die zehnte in der Saison. Das wäre vielleicht noch nicht einmal so schlimm, wäre Hertha mit wehenden Fahnen untergegangen, wären diese Niederlagen nicht alle total verdient. Fast regelmäßig indiskutable Leistungen und überwiegend verschlafenen ersten Hälften, so wie in Mainz ohne einen Torschuss im ersten Durchgang. Das ist mehr als schwach und für Europa einfach zu wenig. Zum Glück patzten die Konkurrenten am Wochenende ebenfalls. Die Mannschaften von Platz 6 bis 10 verloren allesamt. Die Fußballwoche stellt in diesem Zusammenhang unter dem Mantel des Versagens der Hertha die Frage nach dem  „hässlichen Auswärtsgesicht“. Auf der Zielgeraden  sind somit in den verbleibenden zwei Auswärtsspielen in Bremen und Darmstadt Siege Pflicht. Die Heimspiele gegen Wolfsburg, Leipzig und Leverkusen könnte den Fans das andere, das bessere Gesicht der alten Dame offenbaren.

Die Eisernen aus Köpenick haben dagegen den Spieß des Versagens wieder umdrehen können. Durch Tore von Kreilach (14.), Polter (85.) und Hosiner (88.) gewann der 1.FC Union vor 21.379 Zuschauer bei einem Gegentor durch Gaus (68.) 3:1 gegen den 1.FC Kaiserslautern, der damit in ärgste Abstiegsgefahr gerät. Allerdings steht ein Hammerspiel am Montag, 24.04., 20.15 Uhr, beim Tabellenführer VfB Stuttgart zum 30.Spieltag an. Doch die Eisernen freuen sich auf die Auswärts-Begegnung. Das ist die richtige Einstellung. Könnte durchaus sein, dass es in Liga Zwei bald keinen Berliner Vertreter mehr gibt. In Liga Drei gibt es seit Jahren ja keinen Verein aus unserer Stadt. Kommen wir im Überblich also zur Regionalliga Nordost:

Nach 28 Spieltagen (also noch 6) führt nach wie vor Carl Zeiss Jena (65 P.) mit sieben Zähler Vorsprung vor Energie Cottbus (58 P.). Beide gewannen ihre Spiele: Cottbus 6:1 über Neustrelitz, Carl Zeiss Jena 4:2 in Nordhausen. Nordhausen wurde als eine schwere Hürde angesehen. Wenn es noch eine Veränderung geben sollte, dann nur zwischen den beiden Vereinen. Die anderen sind zu weit abgeschlagen. Und der BFC Dynamo, jetzt 14., fällt und fällt immer weiter, verlor 0:3 beim FC Schönberg 95. Dagegen schlug Viktoria(5.) Babelsberg(6.)vor 491 Zuschauer 2:1 und rückt dem BAK 07 bis auf einen Punkt gewaltig auf die Pelle. Denn BAK 07 verlor das Berlin-Derby im Amateurstadion vor nur 217 Zuschauern gegen Hertha BSC II mit 0:2. BAK = 47 und Viktoria 89 = 46  Punkte. Und der BAK spielt am Mittwoch, 18.00 Uhr, im Poststadion gegen Energie Cottbus. Um 19.00 Uhr trifft der BFC Dynamo im Jahnstadion auf Viktoria 89.

Christian Zschiedrich

FC Viktoria 1889 macht Furore

Noch ist nicht aller Tage Abend. In der Regionalliga Nordost sind es noch 7 Spiele, in der NOFV Oberliga Nord sogar deren 8. Energie Cottbus ließ beim 1:1 in Fürstenwalde wieder Federn, während Carl Zeiss Jena 3:0 über Luckenwalde siegte. Bei der Form beider Mannschaften und 7 Punkten Vorsprung für Jena (dazu das bessere Torverhältnis), scheint jetzt alles für Carl Zeiss zu laufen. Der Meister der Regionalliga Nordost steigt nicht automatisch auf. In Deutschland streiten dann 5 Meister der Regionalliga um 3 Aufstiegsplätze. Die unbeliebten Aufstiegsspiele zur 3. Liga wurden jetzt terminiert. Gespielt wird am 28. und 31. Mai, Nordost Meister – West Meister, Südwest (A) – Meister Nord, Bayern – Südwest (B).  Jena hat sich also mit dem Meister des Westens, derzeit Viktoria Köln, zu duellieren.

Der BAK 07 verlor 0:1 in Babelsberg. Was ist nur mit BFC Dynamo los? Zu Hause setzte es eine 1:6-Klatsche gegen RB Leipzig II. Herthas Zweite gewann 2:1 in Neustrelitz und FC Viktoria 1889, jetzt 43 Punkte, gewann sowohl das Nachholspiel 3:1 in Neustrelitz und zu Hause 4:0 über den FC Schönberg 95. Hervorgehoben werden muss das Erstarken der Südberliner im Stadion Lichterfelde. Kompliment. Am kommenden Spieltag steht das Derby beim BAK 07 an. Freude und Hoffnung beim Tabellenletzten TSG Neustrelitz. Infolge einschneidender Maßnahmen: RB Leipzig II (3.) und Schönberg 95 (14.) ziehen zum Saisonende ihre Mannschaft zurück. Damit stehen sie als Absteiger fest. Jeglichem Leistungsgedanken zum Trotz, es wird wohl diesmal keinen Absteiger geben (3 waren vorgesehen)  Aus der 3. Liga steigt wohl kein Nordost-Verein ab und Hansa Rostock (13. – in Liga 3 so gut wie gerettet) hat nicht fristgemäß für die Regionalliga gemeldet.

Christian Zschiedrich