Der Berliner Fußball zu Beginn des Jahres 2018

Christian Zschiedrich. Foto: Sportick

Hertha BSC und der 1.FC Union stecken im Mittelmaß. Die Ziele der Unioner, aktuell Tabellenzehnter, waren höher gesteckt. Der Trainerwechsel hat sich bisher nicht bezahlt gemacht. Die Europacup-Träume der Hertha, jetzt Tabellenelfter, zerplatzten nach dem 0:2 gegen Mainz 05. Pal Dardai nannte es das schlechteste Heimspiel seitdem er Trainer der Profis ist. Die Fußball-Woche titelte: „Fußball zum Davonlaufen“. In Liga Drei spielt keine Berliner Mannschaft. In der Regionalliga fielen sechs Spiele am 22. Spieltag aus. Zwei Berliner Lokalderbys fanden statt. Torlos trennten sich vor 284 Zuschauer der Berliner AK und die VSG Altglienicke. Der BAK nutzte viele Torchancen nicht und Brunnemann verschoss für die VSG einen Elfmeter. Besser machte es Herthas Zweite im Derby gegen eine verjüngte Viktoria 89. Durch Tore von Kauter (3.), Covic (66.), Pronichev (85.) und dem Viktoria Treffer von Ergirdi (28.) siegte Hertha II 3:1. Die Covic-Schützlinge landeten vorerst auf Tabellenrang 4. Außerdem spielten die Randberliner von Union Fürstenwalde gegen Chemie Leipzig 1:2.

Am kommenden Sonntag (25.02) steht das nächste Derby im Jahnstadion zwischen Altglienicke und Hertha II an. Altglienicke benötigt im Kampf gegen den Abstieg dringend Punkte. BAK muss am Sonntag (25.02) nach Neugersdorf und bereits am Freitag (23.02), ab 17 Uhr, spielt der BFC Dynamo bei der TSG in Neustrelitz (Parkstadion). Interessant dürfte die Partie am Sonntag (25.02),ab 13.30 Uhr, im Stadion Lichterfelde sein. Viktoria 89 empfängt Lok Leipzig.

Der 1.FC Union bestreitet am 24. Spieltag in der Alten Försterei sein Heimspiel gegen den Tabellenvierten SV Sandhausen. und Hertha BSC trifft am selben Tag auf Tabellenführer Bayern München in der bayerischen Landeshauptstadt.

Christian Zschiedrich

Berliner Fußball im Überblick

Christian Zschiedrich. Foto: Sportick

Hertha BSC spielt nach dem Bundesliga-Rückrundenstart am 13.01. in Stuttgart heute am 19.01. zu Hause gegen Borussia Dortmund und danach wieder auswärts in Bremen. Hertha wird von uns Berlinern keine solche Rückrunde wie in den vergangenen Jahren gewünscht.

Zweite Liga: Wochentags, am Dienstag, 23.01 in Kiel und dann am 28.01. zu Hause in der Alten Försterei gegen den 1.FC Nürnberg. Wir wünschen den Eisernen eine sehr erfolgreiche und effektive Rückrunde wie in den letzten Jahren.

3.Liga: In Liga 3 spielt kein Berliner Verein.

Regionalliga Nordost: Offizieller Start (19.Spieltag, 18 Vereine) ist am 04.02. und da kommt es gleich zu dem Knaller und Berliner Derby BFC Dynamo – Viktoria 89. Doch Dynamo, der Tabellenzweiter, hat ein Nachholspiel vorher am Freitag, 26.01. in Nordhausen, beim Tabellendritten zu bestreiten. Die Wackeraner aus Thüringen werden übrigens von Volkan Uluc trainiert.

Die mit 14 Punkten souverän führenden Cottbusser müssen vorher auch ran, am 28.01.bei Chemie Leipzig. Ebenso Viktoria 89, Tabellensechster, zu Hause, Stadion Lichterfelde gegen Germania Halberstadt (11.).

Oberliga Nord: 18.Spieltag (17 Vereine) am 10./11.02. geht’s los. Der Dritte Tennis Borussia, will noch was reißen, trifft im Mommsenstadion auf den Vierten Brandenburg Süd. Hoch interessant auch das Berlin-Derby am Sonntag, 11.02., Aufsteiger SC Staaken ((7.) – Hertha 06 (15.) und Lichtenberg 47 (2.) – Hansa Rostock II (9.).

Berlin-Liga: 18.Spieltag, 18 Vereine, beginnt am Samstag, 17.02. mit dem Berliner SC (2.) – BSV Al-Dersimspor (16.). Blau Weiß 90 (nanu die kennen wir doch als ehemaliger Bundesligist) führt die Tabelle mit vier Punkten Vorsprung an und gewann aktuell den Hallen-Pokal, muss am 18.02. zum 1.FC Schöneberg, dem Tabellenletzten. Die abstiegsgefährdeten Füchse Berlin (14.) empfangen am 18.02. den BFC Preussen (8.) im Fuchsbau.

Landesliga: In der 1.Abteilung führen Berolina Stralau (1.) und Hilalspor (2.) als mögliche Aufsteiger die Tabelle an. In der 2.Abteilung sind es der SCC (1.) und Spandau 06 (2.). In den je 16 Vereinen geht es am 17./18.02. mit dem 16.Spieltag weiter. Allerdings sind zur Begradigung der Tabelle an den Wochenenden zuvor 3./4. und 11./14. Nachholspiele zu absolvieren.

Christian Zschiedrich

Was auch 2017 erreicht wurde, hoffnungsvoll auf ins Neue Jahr

Ein Kommentar vor Christian Zschiedrich. Foto: Sportick

Das gilt auch für Berlins Fußballvereine, so unterschiedlich der Leistungsstand mit ins Jahr 2018 genommen werden muss. Hertha BSC z.B. war in den letzten Jahren in der Hinrunde stets besser als in der zweiten Hälfte. Doch das gilt nicht mehr. Das kann und wird hoffentlich diesmal anders sein. Bei 18 Vereinen heißt die Halbzeitmarke 17 Spiele (gegen sich selbst kann nicht gespielt werden). In der 2. Bundesliga hatte die Rückrunde bereits begonnen. Das stehen bereits 18 Spiele zu Buche. Das Aufstiegsziel des 1.FC Union konnte 2017 als Tabellensechster mit 26 Punkten nicht untermauert werden. Prompt musste Trainer Jens Keller gehen. Gegen Dynamo Dresden 0:1 und gegen Ingolstadt 1:2 wurde es mit dem „Neuen“ Andre‘ Hofschneider mit Geschenken an Gegner leider nicht besser. In den letzten Jahren spielte Union überwiegend eine bessere Rück- als Hinrunde. Die Hoffnung stirbt stets zuletzt. Zwei Bundesligavereine in der Eliteliga würde unserer Haupt- und Weltstadt gut zu Gesicht stehen. In beiden Ligen gibt es je zwei Absteiger und Platz Nr. 16 ist der Relegationsplatz. Aber warum denn immer nach unten schauen (liebe Hertha). In Liga Eins geht es oben um die Deutsche Meisterschaft und ums internationale Geschäft. In Liga Zwei gibt es 2 Aufsteiger und der 3. spielt in der Relegation. Unions Rückstand auf den 2.Platz sind 7 Punkte – machbar bei der 3-Punkte-Regelung. Es ist also noch alles drin. Ob Auf- oder Abstieg das gilt für alle Berliner Vertreter in allen Klassen. In der 3.Liga gibt es keinen aus Berlin. Im Oberhaus kann Hertha BSC natürlich auch nach oben schauen – schauen(!) ja. Mein Diskussionspartner aber wendet prompt ein: „Willst du mich verscheißern!“ Zum Glück hatte Hertha 24 Punkte, Tabellenzehnter) in den letzten beiden Spielen, (3:1 gegen Hannover und 3:2 gegen RB Leipzig) mit viel Dusel gewonnen. Nicht auszudenken, wenn …  Denn die Mannschaften unter Hertha haben sich (sogar Köln)  nicht aufgegeben. Es ist wohl realistischer vorsichtshalber nach unten statt nach oben zu schauen, so deprimierend es für Berliner auch sein mag. Stets nur Mittelmaß zu sein und obendrein äußerst schwache Angriffsleistungen zu bieten, kann keinem befriedigen. Und wie sieht es in der Regional- und Oberliga aus?

Alles spricht oben für den Alleingang und Wiederaufstieg von Energie Cottbus, 50 Punkte und ein Super-Torverhältnis 47:5 bei einem 16-Punkte-Vorsprung vor dem Zweiten BFC Dynamo. Auf Platz 6,7 und 8 folgen Berliner. Viktoria 89 (27 P.), Berliner AK (26 P.) und Hertha II (25 P.). Aufsteiger VSG Altglienicke möchte die Klasse halten. Mit 22 Punkten besteht auf Relegationsplatz 14 Zuversicht.

In der Oberliga setzte sich Optik Rathenow auch an der Spitze mit 9 Zählern Vorsprung (42 P.) vor Lichtenberg 47 (36 P.) ab. Punktgleich ist Tennis Borussia (3.) mit ebenfalls 36 Punkten. Die Borussen-Anhänger nahmen nach dem Trainerwechsel die positive Trendwende und Aufholjagd ihrer Mannschaft wahr. Wahrscheinlich aber ist, in diesem Jahr wird es wohl nicht zum Aufstieg reichen. FC Hertha 03 (32P.) Fünfter, Aufsteiger SC Staaken (beachtliche 27 P.) spielt eine gute, total ungefährdete Rolle. Unterm Strich rangiert nur Hertha 06 (15., 14 P.)) Aber der Abstand zum 1.FC Frankfurt beträgt nur einen Punkt. Wer jedoch wird aus der Berlin-Liga aufsteigen. Meine Vorhersage: Blau-Weiß 90.

Christian Zschiedrich

Regio-Cup 2018: 40. Hallenturnier der Regionalliga- und Oberliga-Vereine

Der Veranstalter ist diesmal FC Viktoria 1889 Berlin Lichterfelde-Tempelhof e.V. Gespielt wird am 07. Januar 2018 in der Max-Schmeling-Halle, Falkplatz 1 10437 Berlin unter dem Motto „Berlin unter einem Dach“. Das Turnier beginnt um 13.00 Uhr.  In der Gruppe A spielen Titelverteidiger Altglienicke, Hertha 06, Stern 1900, Tennis Borussia und Hertha 03. In der Gruppe B treffen Viktoria 89, Lichtenberg 47, Berliner AK, SC Staaken und der 1. FC Union (U19) aufeinander. Online-Tickets gibt es zum ermäßigten Preis von 7 Euro bzw. 5 Euro, während an der Tageskasse 10 bzw. 8 Euro verlangt werden. Den ersten Gewinner des Turniers, den Spandauer SV in der Spielzeit 1976/77 gibt es leider nicht mehr. Der Berlin-Ligist Stern 1900 hatte sich als Sieger des Berlin-Liga-Turniers qualifiziert und nimmt erneut teil, weil die Berlin-Liga ihr Hallenturnier erst nach dem Regio Cup austrägt. Die Auslosung der Gruppen verspricht spannende Partien bei der 40. Auflage des Hallenturniers. Sie fand in der Halbzeitpause des Oberligaspiels Tennis Borussia – FC Hertha 03 im Mommsenstadion statt. Titelverteidiger ist die VSG Altglienicke, die sich im letzten Jahr vor 2730 Zuschauern in Endspiel gegen den Oberligisten FC Hertha 03 erst im Neunmeterschießen mit 5:4 durch.

Christian Zschiedrich

Der BFC Dynamo behauptet sich auf Platz 2 der Regionalliga Nordost

Am 16.Spieltag gab es gleich drei Spielausfälle: VSG Altglienicke – Energie Cottbus, Viktoria 89 – Budissa Bautzen und 1.FC Lok Leipzig – Berliner AK 07,  Chemie Leipzig spielte, der 1.FC Lok in Leipzig nicht. Herthas Zweite mausert sich so allmählich, gewann 2:0 bei Chemie Leipzig und einen Spieltag zuvor das Berlin-Derby gegen BAK 07 im Poststadion, zum Erstaunen von 742 Zuschauern souverän 4:0. Damit kletterten die Schützlinge von Ante Covic mit 21 Punkten auf Platz 11 der Tabelle. Jetzt steht am kommenden Samstag im Amateurstadion, ab 13.30 Uhr, die Partie gegen den 1.FC Lok Leipzig mit seinem treuen Fußballeranhang an. Je schwieriger die Aufgabe, umso besser gerüstet scheint Hertha zu sein. Doch auch Dynamo spielt in dieser Saison konstanter. Vor 2.526 Zuschauern schlug der BFC am 15.Spieltag den 1.FC Lok Leipzig mit 3:1. Auswärts, am 16.Spieltag, ließen sich die Dynamos vor 2.626 Zuschauern das Fell nicht über die Ohren ziehen. 1:1 (0:0) ging es aus in Babelsberg. Am kommenden Samstag, 13,30 Uhr kommt der Tabellenvierte Union Fürstenwalde (28 P.) ins Jahnstadion.

Etwas abgefallen, Rang 13, ist Aufsteiger VSG Altglienicke (18 Punkte) infolge der 0:1-Niederlage bei der TSG Neustrelitz, dem Tabellensiebzehnten. Gegen Tabellenführer Energie Cottbus (41 P.) fiel das Spiel  den Witterungsbedingungen zum Ofer. Da hätte doch Altglienicke garantiert für eine dicke Überraschung gesorgt ? Ein Spiel weniger hat auch BAK 07, mit 22 Punkten ist es aktuell der 9. Tabellenplatz. Rang 10 nimmt Viktoria 89 (21 P.) ein. Gegen Bautzen fiel die Partie aus und in Cottbus, 15. Spieltag, wurde mit dem knappsten Ergebnis, mit 0:1 beim Spitzenreiter verloren. Am Samstag geht es zum VfB nach Auerbach (14 P. / Tabellenplatz15.) und Altglienicke muss nach Bautzen (14.).

Christian Zschiedrich

FC Viktoria 89 fliegt aus dem Pokal

Foto: Sportick

Drei von den vier Samstag-Spielen endeten mit der jeweiligen Vier-Tore-Differenz ganz eindeutig zugunsten des Klassehöheren und somit Favoriten in der 3. Pokalrunde des Berliner Pilsner-Pokals. Die Begegnung von SV Lichtenberg 47 (NOFV Oberliga Nord) gegen den FC Viktoria 89 (Regionalliga Nord) war hart umkämpft und wurde erst im Elfmeterschießen mit 5:4 zugunsten des Klassentieferen entschieden. Viktoria 89, 2014 Berliner Pokalsieger, ist in diesem Jahr frühzeitig ausgeschieden.

Der Berlin-Ligist DJL SW Neukölln wollte dem BFC Dynamo (Regionalliga) zu gern ein Bein stellen. Das erhoffte sich in Reihen der Neuköllner ein ehemaliger Nationalspieler im Stadion Britz Süd. So ging, mit der richtigen Einstellung,  Alianni Urgelles Montoya, 44facher kubanischer Nationalspieler in die Partie. Dynamo war gewarnt und nahm das Match in der 3. Runde ernst – Endergebnis 4:0 für den BFC.

Standesgemäß, ebenfalls 4:0, gewann der Berliner SC (Berlin-Liga) gegen GW Neukölln (Bezirksliga) und Regionalligist TSG Altglienicke fertigte in der Dörpfeldstraße die Spandauer Kickers (Berlin Liga) ebenfalls klar mit vier Toren Unterschied, mit 6:2 ab. 10 Begegnungen finden an diesem Sonntag noch statt, zwei erst am Mittwoch, 15.11.
Stern 1900 – FC Hertha 03 und TSV Rudow – SC Staaken.

Die Sonntagsspiele:
1.FC Novi Pazar 95 – SC Charlottenburg 10:9, n.E.
Frohnauer SC – Türkiyemspor 0:2
Eintracht Mahlsdorf – 1.FC Schöneberg 3:0
1.FC Lübars – SV Tasmania 0:2
SSC Teutonia – Füchse Berlin 2:4
1.FC Wilmersdorf – CFC Hertha 06 1:3
Anadoluspor – SC Union 06 4:1
Tennis Borussia – SV Empor 1:0 n.V.
FC Internationale – Club Italia 3:0
SpVgg. Hellas Nordwest – Berolina Stralau 1:5

Christian Zschiedrich

Regionalliga Nordost: Keine Berliner Mannschaft verlor

Altglienicke, Viktoria und der Berliner AK gewannen sogar. Das Berlin-Derby Hertha BSC II – BFC Dynamo endete vor 845 Zuschauern im Amateurstadion 0:0. Damit bleibt Dynamo auf den zweiten Tabellenplatz und Hertha hält den 14. Rang. Das ist leider der schlechteste Rang von den Berliner Vereinen. Am Sonntag, 19.11., 13.30 Uhr, kommt es im Poststadion zum nächsten Berliner Duell Berliner AK (6.) gegen Hertha BSC II. BAK gewann vor 1.107 Zuschauern gegen Chemie Leipzig (15.) durch Tore von Sindik (21.), Brügmann (23.) und Yildirim (89.) mit 3:0. Somit scheint das kleine Formtief überwunden zu sein. Dank eines  4:1-Sieges von Viktoria 89 über die TSG Neustrelitz kommen die Schützlinge von Thomas Herbst jetzt auf 21 Punkte und Platz 7. Allerdings müssen Victoria am nächsten Spieltag, Samstag, 18.11., 13.30 Uhr, zum bisher unangefochtenen Spitzenreiter und unbesiegten Pele Wollitz-Verein Energie Cottbus, 38 Punkte.

Dem Tabellenzweiten BFC Dynamo kommt mit dem 1.FC Lok  Leipzig (5.) eine zu erwartende großere Zuschauer-Einnahme, Sonntag, 19.11., 13.30 Uhr, ins Haus. Punktemäßig könnte Lok den BFC im Falle eines Gästesieges sogar einholen. Rein sportlich gesehen dürfte sich also nicht nur der Schatzmeister über die Begegnung freuen. Bleibt Aufsteiger Altglienicke, 18 Punkte, Tabellen-11. Durch Tore von Kahlert (45.) und Kroll (85.) fuhr die VSG einen 2:0-Heimsieg über Oberlausitz Neugersdorf ein, muss am 19.11.  13.30 in Neustrelitz (17.) beim Tabellenvorletzten (7 Punkte) antreten. Wie es zu handhaben ist – Viktoria 89 fragen.

Christian Zschiedrich

Hatte der BFC Dynamo die Hosen voll ?

BFC-Trainer Rene‘ Rydlewicz. Foto: BFC Dynamo

Trainer Rene‘ Rydlewitz sprach von einer defensiven Schwäche seiner Mannschaft am vergangenen Wochenende. Anders ist die 1:2 Heimniederlage gegen den Berliner AK vor 1.412 Zuschauern nicht zu erklären. Allerdings hatte der BFC doch in 12 Partien immerhin 34 Tore geschossen. Heißt: Nicht nur die Abwehr enttäuschte, die Dynamos blieben auch im Abschluss zur Freude der Cottbusser unter dem 3-Tore-Soll. Positiv zu vermerken ist nach wie vor Tabellenplatz Zwei mit 25 Punkten. Nordhausen und Fürstenwalde kommen aber auf Tuchfühlung mit jetzt 23 Punkten heran. Der BFC Dynamo läuft Gefahr schon am kommenden Freitagabend, 19.00 Uhr, Amateurstadion, den 2. Platz eventuell gegen Herthas Zweite zu verlieren, wenn sie wieder so enttäuschend auftreten. Allerdings riss Hertha in Halberstadt auch keine Bäume aus und verlor 0:2. Ante Covic bemängelte fehlende Durchsetzungskraft. Jonathan Kliensmann war im Kasten der Herthaner gegen die zwei Gegentore machtlos. Auf der Tribüne „unterstützen“ Vater Jürgen Kliensmann und Ex-Bundestrainer Berti Vogts die Berliner. Die Schützlinge von Ante Covic haben sich gegen den BFC Dynamo mehr vorgenommen, wollen mit einer besseren Leistung auch ein besseres Ergebnis erzielen.

Viktoria 89 (8.) zeigte sich in der Oberlausitz gegen Neugersdorf von der coolsten Seite, spielte frisch, fromm, fröhlich auf, ging auch durch Ergirdi (29.) in Führung und gewann am Ende 3:2. Kargbo (45., 1:2) und Benyamina (60., 1:3) steuerten die beiden anderen Tore bei. Marek (79., 2:3) gelang nur noch der Anschlusstreffer für Neugersdorf. Viktoria – zog mit diesem Sieg an Neugersdorf vorbei – erwartet am Samstag, 13.30 Uhr, im Stadion Lichterfelde die TSG Neustrelitz. Die Begegnung ZFC Meuselwitz – 1.FC Lok Leipzig fiel den Witterungsbedingungen (zu heftige Böen) zum Opfer. Energie Cottbus (nunmehr 35 Punkte) gewann erwartungsgemäß 2:0 gegen FSV Luckenwalde. Die VSG Altglienicke kassierte bei Chemie in Leipzig früh (8.) durch L. Schmidt den Rückstand. Den 1:1-Ausgleich (48.) erzielte vor 1.937 Zuschauern ein Debütant von der Elfenbeinküste. Die Rede ist vom 34jährigen Boubacar Sanogo (101 Bundesligaeinsätze, 26 Treffer). Er hinterließ einen sehr guten Eindruck, spielte einst  in Kaiserslautern, Hoffenheim, Hamburg und Bremen. In Altglienicke ist man an guten Leistungen älterer Spieler wie Björn Brunnemann und Torsten Mattuschka gewöhnt. Am Samstag, 13.00 Uhr, steht die Partie Altglienicke – Oberlausitz Neugersdorf im Jahn-Sportpark an. Der Berliner AK spielt erst am Sonntag, 13.00 Uhr, Poststadion gegen Chemie Leipzig.

Christian Zschiedrich

Regionalliga 13. Spieltag – Trennt sich die Spreu vom Weizen ?

Im Friedrich-Ludwig-Jahnstadion kommt es zu der Partie BFC Dynamo – BAK 07. Foto: Sportick

Am 12. Regionalliga-Spieltag haben sich Cottbus und der BFC Dynamo weiter von der Konkurrenz abgesetzt. Cottbus siegte 3:1 in Fürstenwalde und führt weiterhin souverän mit 9 Punkten vor Dynamo. Der BFC gelang mit dem 3:0 vor 3.215 Zuschauern über Chemie Leipzig der einzige Sieg von den Berliner Mannschaften. Es gab keine Niederlage, es gesellten sich an diesem Wochenende drei Remis hinzu: Ein 0:0 im Derby zwischen Viktoria 89 – VSG Altglienicke, ein 0:0 von Hertha II – ZFC Meuselwitz sowie ein 1:1 zwischen BAK 07 – Germania Halberstadt. Vor den Toren Berlins gab es ein weiteres 0:0 zwischen Babelsberg 03 und Budissa Bautzen. Neustrelitz dagegen gelang ein 4:1-Sieg beim Tabellenletzten FSV Luckenwalde und scheint nun endlich an bessere Tage anknüpfen zu wollen. Mit nunmehr 25 Punkten baute der BFC Dynamo seinen zweiten Tabellenplatz jetzt auf 5 Punkte gegenüber Lok Leipzig aus, weil die Probstheidaer zu Hause über ein 1:1 gegen den VfB Auerbach nicht hinaus kamen.

Der nächste, der 13.Spieltag beginnt am Freitagabend, 19.00 Uhr, im Jahn-Sportpark mit dem interessanten Derby der Dynamos gegen den Berliner AK 07. Alle anderen Berliner Clubs müssen auswärts ran: Hertha II in Halberstadt (11.), Altglienicke (12.) bei Chemie Leipzig (15.), Viktoria 89 (10.) in Neugersdorf (7.). Außerdem kommt es zur Begegnung Erster gegen Letzter. Der FSV Luckenwalde (18.) muss zu Energie nach Cottbus und dann steht noch das Sachsen-Derby ZFC Meuselwitz (6., 18 Punkte) – 1.FC Lok Leipzig (3., 20 Punkte) an. Nach 13 Spieltagen kann man bereits die eine oder andere Prognose abgeben. Wer bleibt unten drin und auf wen wartet eine gute Saison. In Cottbus tippe ich auf einen Sieg für Energie.
Christian Zschiedrich

Regionalliga Nordost, 11. Spieltag

Auch das gibt es: Energie Cottbus kann gegen den 1.FC Lok Leipzig nicht gewinnen, baut aber mit dem 0:0 die Führung weiter aus, weil der Tabellenzweite BFC Dynamo sich die zweite Heimpleite genehmigt und gegen Meuselwitz 1:2 vor 1.452 Zuschauern im Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion verliert. Mit diesem Ergebnis wurde ja bereits gegen Altglienicke „verspielt“. Trotz spielerischer Überlegenheit, in der 72. Minute zeigte Schiedsrichter Jens Klemm auf den Elfmeterpunkt, aus Sicht der Platzherren war das ungerechtfertigt. War der Zweikampf Malembana gegen Lubsch überhaupt strafstoßwürdig ?

Cottbus (jetzt 29 Punkte) konnte die Führung auf 9 Zähler ausbauen. Dynamo bleibt mit 19 Punkten Zweiter, ein Punkt vor dem 1.FC Lok Leipzig (18 Punkte).

Torlos endete die Partie in Luckenwalde. Die VSG Altglienicke holte beim 0:0 einen Punkt und steht jetzt mit 13 Zählern auf Platz 12. Die 3 anderen Berliner Mannschaften gewannen ihre Spiele. Viktoria 89 holte einen 2:1 Sieg in Nordhausen, der Berliner AK schlug zu Hause mit 4:2 Auerbach und Hertha II spielte 3:1 gegen Bautzen. Hertha II klettert damit (jetzt 12 Punkte) auf Platz 13. Besser platziert ist Viktoria 89 (9.) mit 14 Punkten, der BAK 07 steht 15 Punkten auf dem Konto auf Rang 6. Am 11. Spieltag muss der Berliner AK nach Meuselwitz, der BFC Dynamo nach Halberstadt, H.BSC II nach Auerbach, Viktoria 89 zu Chemie Leipzig. Von den Berlinern hat nur Altglienicke ein Heimspiel gegen Nordhausen. Die Vorstädter aus Babelsberg  haben in Cottbus anzutreten. Gelingt den Babelsbergern ein ähnlicher coup wie der Loksche aus Leipzig ?

Christian Zschiedrich