Licht am Ende des Wasserball-Tunnels und ein starker 04-Neuzugang

Nach wochenlanger Coronavirus-bedingter Wettkampfpause haben sich die Topvereine des Deutschen Schwimmverbandes auf eine mögliche Wiederaufnahme der noch offenen nationalen Wettbewerbe (Meisterschaft, Pokal) verständigt.

Die Liga soll in Halbfinals (1 vs. 4, 2 vs. 3) und Playoff-Endspielen den Meister ermitteln. Die Wasserfreunde werden trotz des Hinspiel-Auswärtserfolgs in Hannover und der damit verbundenen Zwei-Punkte-Führung beim Saisonabbruch im März diesen Jahres zunächst Ende August (wahrscheinlich am 29.8.20) in einer eigens angesetzten Partie gegen W98 Hannover um den ersten Platz in der Tabelle spielen. Der Gewinner dieses Spiels hat dann den Heimvorteil im Playoff-Finale (Best of Five). Weiterhin haben sich die Wasserfreunde Spandau 04 um die Austragung des Pokal-Final Four in Berlin (26.9. -27.9.2020) beworben, in dem neben den Berlinern und W98 Hannover außerdem ASC Duisburg und OSC Potsdam vertreten sind.

Zudem vermeldet der Rekordmeister aus der Hauptstadt auch eine personelle News: Für die im Herbst startende Saison 2020/21 wurde der 26-jährige Kroate Marino Cagalj (geb. 23.6.1994) verpflichtet. Marino Cagalj spielt auf der Position des Centerverteidigers. Der ursprünglich von Morna Split kommende Cagalj spielte in der vergangenen Saison für Montenegros Meister Jadran Herceg Novi (Spandau-Gegner in der Champions League-Hauptrunde) und davor für Mladost Zagreb (2018/19 CL-Gegner von Spandau). In Herceg Novi hatte er einen Zweijahresvertrag, aus dem ihn die Montenegriner, die nach vier Abgängen von Top-Spielern um die Präsenz in der „Königsklasse“ fürchten müssen, nun wegen der finanziellen Folgen der Coronavirus-Pandemie vorzeitig entließen. Er erhielt bei Spandau einen Zweijahresvertrag. Cagalj holte mit Kroatien bei der Junioren-EM 2011 Gold, gewann bei der U20-EM 2012 Bronze und der U20-WM 2013 Silber. Für Kroatien bestritt er knapp 20 Länderspiele. Die Balkan-Presse vermeldete den Wechsel nach Berlin unter der Überschrift „Er verließ Montenegro und fand das Glück in Deutschland“. Spandaus Trainer Petar Kovacevic kommentierte: „Mit Centerverteidiger Marino Cagalj hoffen wir eine gelungene Verstärkung für unser Team gefunden zu haben, die uns weiterhilft und stärker macht.“

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau

Spandau kämpft um eine bessere Platzierung

Laut Meteorologen wird zumindest das Wetter angenehm sein, wenn die Wasserfreunde Spandau 04 am Mittwochabend, am 13. Spieltag der Champions-League-Hauptrunde in der Gruppe B, auf Mladost Zagreb treffen. Dennoch findet die Begegnung zwischen dem letztplatzierten Gastgeber (7 Punkte) und dem Vorletzten der Achtergruppe (8 Punkte), wie gehabt in der Schwimmhalle Schöneberg statt.

Ein Sieg in diesem Match dürfte die letzte Chance der Spandauer sein, den letzten Tabellenplatz zu verlassen. Am 15. Mai, dem finalen 14. Spieltag, muss die Mannschaft von Petar Kovacevic beim Gruppen-Primus Jug Dubrovnik antreten. Diese Begegnung wird vermutlich mit einer Niederlage enden.

Zwischen diesen beiden CL-Partien liegen für Spandau noch die für die Saisonbilanz entscheidenden nationalen Herausforderungen: das Pokal-Final-Four in Düsseldorf (4.5.-5.5.) und der Start der Best-of-Five-Meisterschafts-Halbfinalplayoffs gegen den OSC Potsdam (ab 8.5.).

Bislang erzielte das Berliner Team zwei Siege (gegen Split und Hannover), ein Remis (Szolnok) und drei Niederlagen (davon die gegen Dubrovnik nur mit 6:7). Mit mehr Konstanz in der Spielgestaltung hätten die Wasserfreunde sicher erfolgreicher abschneiden können. „Gegen Zagreb wollen wir unserem Heimpublikum eine respektable Leistung im letzten Heimspiel der Champions League bieten“, sagt Präsident Hagen Stamm. „Das kann nur ein Sieg sein und eine erfolgreiche Revanche für das 7:9 im Hinspiel. Mladost ist, das zeigen die Resultate in der heimischen Liga, auf dem Weg zurück an die nationale und internationale Spitze und will dieses sicherlich in Berlin unterstreichen. Am Osterwochenende konnte das Team die Adriatik League mit einem Sieg gegen Jug Dubrovnik gewinnen (13:12). Mit ihren Resultaten in der Königsklasse sind die Kroaten vermutlich auch nicht vollends zufrieden und werden insofern, auch wenn es für sie um nichts mehr geht, nicht nur zum ‚Abschwimmen‘ nach Berlin kommen.“

Individuell ist Mladost, in seiner großen Zeit siebenmal Meister-EC-Gewinner (1968-1996) und 16-mal jugoslawischer oder kroatischer Meister (1962-2008) sowie im Vorjahr Vize hinter Dubrovnik, nach wie vor partiell erstklassig besetzt. Mit Milos Cuk steht ein serbischer Olympiasieger und mit dem Rumänen Cosmin Radu ein Weltklasse-Center im kroatischen Team. „Sie auszuschalten funktioniert allerdings nur, wenn unsere Spieler voll bei der Sache sind und hochmotiviert auftreten. Das muss unser Ziel sein“, sagt Trainer Petar Kovacevic.

Quelle: Peter Röhle / Wasserfreunde Spandau 04

  • Champions League 2018/2019 Spieltag 13 in Schöneberg, GruppeB
  • 24. April 2019
  • Wasserfreunde Spandau 04 – Mladost Zagreb
  • Spielbeginn: 19:00 Uhr
  • Spielort: Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg
  • Sachsendamm 11, 10829 Berlin



Spandau präsentiert sich erneut unter Wert

Im zweiten Spiel in der laufenden Champions League Saison gelingt es den Berlinern nicht den ersten Sieg und die damit verbundenen 3 Punkt mit nach Berlin zu nehmen.

Die Kroaten zeigten sich nicht übermächtig, machten im Verlauf des Spiels aber weniger Fehler als die Berliner. Im ersten Viertel konnte Spandau drei hochkarätige Chancen nicht in Tore umwandeln und auch im dritten Viertel waren einige schlechte Pässe und unnötige Ballverluste Grund für die verlorenen Perioden von jeweils 1:3 Toren.
Statistisch gesehen war das Team von Petar Kovacevic mit einer 75% Überzahlausnutzung und 71% Unterzahlabwehr der Sieger des Spiels.

Die Spandauer sind nun mit 2 Niederlagen in 2 Spielen in der Champions League alles andere als gut in die Saison gestartet. Es bedarf einer deutlichen Steigerung, um in der nächsten schweren Spielen, nächste Woche im Kampf um den Deutschen Supercup und im nächsten CL-Spiel gegen Olympiacos Piräus (21.11.) zu punkten.

Die Vergangenheit muss abgehakt werden, der Kopf muss frei werden für neue Taten. Nur so finden wir unseren Rhythmus, der uns zu unserer wirklichen Leistungsfähigkeit führt, so Petar Kovacevic nach dem Spiel.

Quelle Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Champions League 2018/2019
Spiel 2 in Zagreb
03. November 2018
Mladost Zagreb – Wasserfreunde Spandau 04
9:7 (3:1,2:2,3:1,1:3)
Torschützen:
M. Stamm 3, N. Dedovic 2,
L. Gielen, M. Cuk 1,